2026-05-12T12:35:39.633Z

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MSV Duisburg will in die 2. Bundesliga aufsteigen - Zebras brennen

Alles ist möglich für den MSV Duisburg: Direkter Aufstieg, Relegation oder sogar der Absturz auf Platz fünf. Vor dem Heimspiel gegen Viktoria Köln ist die Spannung riesig - doch Tyger Lobinger und Trainer Dietmar Hirsch wollen den Fokus klar halten.

von André Nückel · Gestern, 23:15 Uhr · 0 Leser
Der MSV Duisburg will aufsteigen!
Der MSV Duisburg will aufsteigen! – Foto: Imago Images

Der MSV Duisburg steht vor einem der größten Spiele der jüngeren Vereinsgeschichte. Am Samstag, 16. Mai 2026, empfängt der Aufsteiger am 38. Spieltag der 3. Liga die Viktoria Köln. Anstoß ist um 13.30 Uhr - und für die Zebras geht es um alles.

Vor dem letzten Spieltag steht Duisburg mit 67 Punkten auf Rang drei. Dieser Platz würde zur Relegation berechtigen. Der direkte Aufstieg in die 2. Bundesliga ist aber weiterhin möglich, weil der FC Energie Cottbus auf Rang zwei nur zwei Punkte Vorsprung hat. Cottbus muss zeitgleich beim SSV Jahn Regensburg antreten. Gewinnt der MSV gegen Köln und verliert Cottbus, zieht Duisburg vorbei und steigt direkt auf. Sollte Cottbus nur remis spielen, müsste der MSV wegen der aktuell schlechteren Tordifferenz sehr deutlich gewinnen, um noch Platz zwei zu erreichen.

Gleichzeitig ist die Lage nach hinten gefährlich. Rot-Weiss Essen steht punktgleich mit dem MSV bei 67 Zählern und spielt beim Absteiger SSV Ulm. Auch Hansa Rostock kann mit 64 Punkten noch aufschließen und gastiert beim 1. FC Saarbrücken. Verliert Duisburg, während Essen und Rostock gewinnen, wäre sogar der Absturz auf Platz fünf möglich.

Für den MSV ist die Rechnung deshalb klar: Ein Sieg gegen Viktoria Köln ist die sicherste Lösung, um mindestens die Relegation zu sichern - und vielleicht sogar den direkten Sprung in die 2. Bundesliga zu schaffen.

Hirsch und Lobinger spüren die besondere Spannung

Dass die Partie außergewöhnlich ist, macht auch die Stimmung rund um den Verein deutlich. Tyger Lobinger, der in seiner Karriere schon einiges erlebt hat, ordnet die Ausgangslage offen ein. „So ein Endspiel hatte ich noch nie“, gesteht der Angreifer in den Vereinsmedien. Gleichzeitig will er die besondere Bedeutung nicht zu groß werden lassen: „Aber da solltest du dich auch nicht verrückt machen. Voller Fokus auf Samstag und die drei Punkte holen. Wir müssen unseren Job tun!“

Auch Trainer Dietmar Hirsch spürt die Anspannung vor dem Saisonfinale. „Natürlich bin ich ein wenig nervös und verspüre die Anspannung, aber es ist eher ein bisschen so wie als Kind vor Weihnachten“, sagteHirsch auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Die Vorfreude auf das Heimspiel ist groß, zumal die Arena noch einmal entsprechend gefüllt sein dürfte. Hirsch sieht darin weniger eine Belastung als vielmehr eine Aufgabe, die sich seine Mannschaft über zwei Jahre verdient hat. „Es geht um richtig was, ich sehe das als Herausforderung. Wir haben uns das in diesen zwei Jahren erarbeitet, freuen uns und werden das mit unseren Fans genießen“, erklärt der Coach.

Für Duisburg endet damit eine Saison, die als Aufsteiger ohnehin schon bemerkenswert ist. Nun kann sie historisch werden. Der MSV hat die Rückkehr in den Profifußball längst vergoldet, doch am Samstag geht es um die Frage, ob aus einer starken Saison sogar der Durchmarsch in die 2. Bundesliga wird. Die Ausgangslage ist kompliziert, der Auftrag aber einfach: gewinnen - und dann auf Regensburg, Ulm und Saarbrücken schauen.