
Spitzenspiel in der 3. Liga. Der VfL Osnabrück empfing im ausverkauften Stadion an der Bremer Brücke den MSV Duisburg. Die großen spielerischen Akzente blieben jedoch auf schwer bespielbarem Untergrund aus. Die erste Hälfte endete entsprechend torlos und auch nach der Pause war es eher ein Kampfspiel, an dessen Ende es keinen Sieger gab.
Auf dem rutschigen Rasen, der nach dem Regen der vergangenen Tage ziemlich aufgeweicht war, ging es gleich munter los. Duisburg begann mit dem bekannten frühen Offensivpressig, auf das der VfL aber gut eingestellt war. So konnten die Gastgeber auch die erste Torchance für sich verbuchen. Nach einem sehenswerten Kombinationsspiel im Duisburger Strafraum kam Robin Meißner an den Ball. Seinen Schuss parierte Max Braune mit einem herausragenden Reflex (11.). Es folgten einige Halbchancen auf beiden Seiten, die aber allesamt kaum für Torgefahr sorgten.
Erst Mitte des ersten Durchgangs wurde es noch einmal brenzlig für den MSV. Nach einem flachen Pass quer durch den Strafraum stand David Kopacz am zweiten Pfosten komplett allein, sein Schuss ging allerdings mit voller Wucht an das Außennetz (26.). Noch knapper war es nach einem weiteren flachen Zuspiel, dieses Mal von der linken Seite, bei dem Duisburgs Kapitän Alexander Hahn in den Ball rutschte und nur denkbar knapp neben dem eigenen Pfosten ins Toraus spielte (33.). Bis zum Halbzeitpfiff passierte nicht mehr viel, sodass eine intensiv geführte Begegnung torlos in die Pause ging.
Auch nach dem Seitenwechsel verbuchten die Hausherren die erste Torchance für sich. Kopacz versuchte es von der Strafraumkante, zog den Schuss aber ein gutes Stück am langen Pfosten vorbei ins Aus (49.). Der MSV blieb offensiv weiter verhalten. Ein guter Pass auf Can Coskun, der gleich auf Christin Viet weiterleitete, war noch mit die beste Aktion, Torgefahr entstand aber nicht. Kurz darauf musste Simon Symalla verletzt das Feld verlassen, für ihn kam Patrick Sussek. Nach 66 Zeigerumdrehungen musste Osnabrück das 1:0 machen, nachdem Kopacz sich exzellent in den Strafraum der Zebras getankt hatte, dann jedoch auf Meißner zurücklegte, der das Spielgerät leichtfertig in die 3. Etage ballerte (66.). MSV-Coach Dietmar Hirsch reagierte noch einmal und brachte Andy Visser und Mert Göckan für Florian Krüger und Jesse Tugbenyo.
Einen echten Torschuss der Gäste sollte es in der Schlussphase dann aber doch noch geben. Von der linken Seite drang Conor Noß in den Strafraum ein und zog direkt ab. Sein Versuch ging nur knapp am Pfosten vorbei (83.). Auf der Gegenseite vergab Bjarke Jacobsen nach einer Ecke die Großchance. Sein Flugkopfball segelte unmittelbar neben dem Aluminium ins Aus (87.).
Am Ende stand die Erkenntnis, dass der MSV wieder nicht gewonnen hatte, durch die Niederlage von Energie Cottbus beim TSV 1860 München allerdings die Tabellenführung zurückerobern konnte. Am kommenden Freitag gastiert dann der SV Waldhof Mannheim an der Wedau (19 Uhr, FuPa-Liveticker). Unter Flutlicht kann die Hirsch-Elf den nächsten Anlauf auf einen Sieg nehmen.