2026-04-01T12:50:56.008Z

Allgemeines

MSV Duisburg erlebt Debakel in Hoffenheim

3. Liga: Die zweite Saisonniederlage ist perfekt. Der MSV Duisburg geht bei der U23 der TSG Hoffenheim unter.

von Marcel Eichholz · 21.11.2025, 20:54 Uhr · 0 Leser
Mit hängenden Köpfen tritt der MSVdie Rückreise aus Hoffenheim an.
Mit hängenden Köpfen tritt der MSVdie Rückreise aus Hoffenheim an. – Foto: IMAGO / foto2press

Premiere für den MSV Duisburg. Noch nie zuvor stand die Mannschaft in einem Pflichtspiel gegen die U23 der TSG Hoffenheim auf dem Feld. In der Nachbetrachtung wäre es auch besser so geblieben, denn die Zebras erlebten im Kraichgau ein echtes Debakel. Gegen spielstarke Hausherren fand Duisburg nie in die Partie und unterlag folgerichtig und in der Höhe verdient mit 1:4.

Was sich zu einem echten Debakel entwickeln sollte, zeichnete sich schon früh in der Partie ab. Die Duisburger kamen nicht in ihr gewohntes Offensivpressing und fanden keine spielerischen Mittel gegen die wirbelnde Offensive der Gastgeber. Zwar kam Leon Müller nach drei Minuten zum Abschluss aus gut 20 Metern, der nur wenige Zentimeter am Pfosten vorbei ins Toraus kullerte, doch in der Folge spielte nur noch die TSG. Vor allem die Außenspieler stellten die MSV-Defensive permanent vor Probleme, Can Coskun und Joshua Bitter sahen keinen Stich. Hinzu kam dann auch noch Pech. Ayoube Amaimouni versuchte es aus der zweiten Reihe, Max Braune konnte den Ball nur abprallen lassen, das jedoch so, dass er direkt vor die Füße von Paul Hennrich fiel. Der Hoffenheimer hatte keine Probleme, aus kurzer Distanz zum 1:0 einzuschieben (6.).

Duisburg zeigte auch im weiteren Spielverlauf kein Aufbäumen. Die Köpfe gingen nach unten, die Körperspannung ging vollkommen verloren. Entsprechend leicht hatte es die TSG ihr Spiel durchzuziehen. Valentin Gendry scheiterte an Braune (20.), Amaimouni überspielte Coskun, fand aber kein Vorbeikommen am Duisburger Keeper (22.). Einmal sollte auch der MSV zum Torabschluss kommen. Nach langem Ball auf Patrick Sussek legte der aber nur halbherzig in die Mitte zu Tim Heike. Aus kurzer Distanz verzog der ab völlig (25.). In den zehn Minuten vor der Pause drehte Hoffenheim noch einmal richtig auf und legte drei weitere Treffer nach. Nach perfektem Steckpass vollstreckte David Mokwa zum 2:0 (36.), Zeitler legte für Amaimouni auf (42.) und Mokwa setzte den Schlusspunkt kurz vor dem Pausenpfiff (45.).

Kein Aufbäumen bei Duisburg

Nach 45 Minuten war der Arbeitstag von Sussek und Heike beendet, für sie kamen Maximilian Dittgen und Florian Krüger. Ein kurzes Aufbäumen der Zebras gab es nach dem Seitenwechsel, das Feuer war aber auch genauso schnell wieder erloschen. Die Kraichgauer dominiert weiter das Geschehen auf dem Spielfeld, mussten dafür an diesem Abend auch keinen allzu großen Aufwand betreiben. So gab es nur noch gelegentlich einen Torabschluss. Deniz Zeitler versuchte es aus der Distanz. Weil ein Duisburger Fuß den Ball noch abfälschte, wurde es sogar gefährlich (62.). Dann kam Jesse Tugbenyo für Rasim Bulic.

Zumindest den Ehrentreffer sollte Duisburg aber noch erzielen. Durchaus passend zum Spielverlauf war es ein echtes Kullertor. Conor Noß zog nach Dittgen-Zuspiel ab, Keeper Lukas Petersson war zwar dran, doch der Ball rutschte ihm über die Fingerspitzen und kullerte vom Innenpfosten über die Linie (72.). In der Schlussphase passierte nichts mehr. Der MSV konnte ein vollständiges Auseinanderfallen verhindern, die Hausherren ließen im zweiten Durchgang aber auch Gnade walten und spielten längst nicht so zielstrebig wie in Halbzeit eins. Der Tabellenführer kassierte die zweite Niederlage in dieser Saison, Hoffenheim ist weiter oben mit dabei.