
Es war ein dominanter Auftritt des MSV Duisburg und ein ebenso klarer wie verdienter Sieg im Spitzenspiel der Regionalliga West gegen Fortuna Köln. Durch den 2:0-Sieg bauten die Zebras den Vorsprung in der Tabelle auf sechs Punkte aus. Als die Spieler nach dem Abpfiff mit den Fans vor der Kurve feierten war einer nicht mit dabei: Torwart Max Braune verschwand nach der Partie gleich in die Katakomben. Er hatte sich zuvor am Kopf verletzt.
Es lief die 83. Spielminute, als der Keeper des MSV eine der wenigen Szenen hatte, in denen er wirklich eingreifen musste. Ein hoher Ball kam in seinen Strafraum, der Youngster stieg in die Luft und pflückte das Spielgerät sicher aus der Luft. Dann aber kollidierte er mit einem Mitspieler und ging zu Boden. Was aus der Distanz gar nicht weiter schlimm aussah, sollte im Nachgang dann doch gravierendere Konsequenzen haben. Trotzdem ging es nach kurzer Behandlungspause für den Schnapper weiter.
Nach Abpfiff verschwand Braune gleich mit dem Mannschaftsarzt in der Kabine. Die Feierlichkeiten seiner Mitspieler vor der heimischen Fankurve verpasste der 21-Jährige. Auf der anschließenden Pressekonferenz verriet Cheftrainer Dietmar Hirsch den Grund dafür: "Er wusste die letzten zehn Minuten nicht mehr und hat gefragt, wie wir gespielt haben und wie hoch wir gewonnen haben. Er war echt kurz weg. Wir überlegen jetzt das weitere vorgehen und was wir da untersuchen lassen müssen. Dafür haben wir aber den Doc, der auch sofort bei Max war. Eine Kopfverletzung ist immer gefährlich."
Weitere Untersuchungen dürfte es damit am Abend, spätestens jedoch am Sonntag geben. Dann dürfte auch zeitnah feststehen, wie es für den Torhüter nach den zwei freien Tagen über Karneval weitergeht. Eine Zwangspause scheint nicht ausgeschlossen, je nachdem wie die Diagnose der Ärzte ausfällt. Klar ist: Mit einer Kopfverletzung ist nicht zu spaßen und die Verantwortlichen müssen auf Nummer sicher gehen. Sollte Braune wirklich ausfallen, steht mit Julius Paris aber ein ebenbürtiger Keeper bereit.