2026-03-13T07:45:35.464Z

Spielbericht

MSV Düsseldorf droht nach Niederlage auch noch Punktabzug

Der Aufstiegskampf in der Bezirksliga wird noch spannend. Der MSV Düsseldorf hat sein erstes Spiel im Kalenderjahr 2026 verloren. Gleichzeitig drohen noch sechs weitere Punkte Abzug.

von Marcus Giesenfeld · Heute, 08:00 Uhr · 0 Leser
Dem MSV Düsseldorf droht Ungemach.
Dem MSV Düsseldorf droht Ungemach. – Foto: Frank Vieten

Die DJK Sparta Bilk hat an der Tabellenspitze der Bezirksliga, Gruppe 1 wieder für Spannung gesorgt. Das Team von Jörn Heimann fügte dem Ligaprimus MSV Düsseldorf auf eigener Anlage die erste Niederlage in diesem Kalenderjahr zu. Über Spartas knappen, aber total verdienten 1:0-Erfolg freute sich auch Kerim Kara.

Der Trainer der TSV Eller 04 war nach dem eigenen 7:0-Kantersieg über Neuss-Weissenberg schnell zur Fährstraße gefahren, um sich dort mit Bilk den nächsten Gegner anzusehen. Durch die Niederlage des MSV rückte Eller auf Rang zwei bis auf vier Zähler an den Ortsrivalen heran.

Wutrede nach der Niederlage

Ging es nach Drilon Istrefi, dann bekam der Tabellenführer am Sonntagnachmittag das, was er verdiente. Denn nachdem MSV-Coach Goran Tomic sein Team unmittelbar nach Schlusspfiff auf dem Kunstrasenplatz um sich versammelte, war es zunächst der Mittelfeldchef, der das Wort ergriff. Kurz und knackig kritisierte Istrefi die schwache Beteiligung beim Abschlusstraining am Freitagabend und schloss seine Wutrede passend mit „Larifari.“ Ähnlich sah es offenbar auch Goran Tomic, der „ein sehr unsauberes Spiel“ seiner Mannschaft gesehen hatte. Dass seine routiniert besetzte Elf schon nach neun Minuten in einen Konter lief, den Bilks schnellster Offensivspieler Hendrik Schnittert auf Vorarbeit von Alon Abelski abschloss, warf ebenso Fragen auf wie die meist uninspirierten Angriffe. Aus dem Spiel heraus gelang Sinan Kurt, Carlos Penan und Kollegen gegen Spartas Abwehrkette mit Roman Nahimi (38 Jahre) und Rene Reuland (36) wenig. Und wenn Ex-Profi Kurt dann doch einmal durch war, dann warf sich eben ein Dilvan Alkan in die Schussbahn (84.).

Heldentaten wie diese brauchten die Gastgeber aber wenige. Auf der anderen Seite hätte sich Jörn Heimann allerdings auch darüber gefreut, wenn es seine Jungs nicht ganz so spannend gemacht hätten. „Genug Chancen hatten wir“, sagte Bilks Trainer in Anspielung an die „Tausendprozentige“ von Marco Tassone beim Stand von 1:0 und die drei sehr aussichtsreichen Schussversuche von Moritz Holz. Während sich Sparta Bilk mit dem „Dreier“ auch für eine sehr gute Trainingswoche belohnte, gilt es beim MSV offenbar genau daran anzusetzen. Darauf deuteten zumindest die Worte von Drilon Istrefi hin. Doch noch ein ganz anderes Thema beschäftigt die Verantwortlichen an der Heidelberger Straße. Denn fraglich ist, ob der MSV die sechs Punkte, die er mit Siegen über VdS Nievenheim und Grevenbroich-Süd Anfang März einfahren konnte, auch behalten darf.

Verliert der MSV sechs Punkte?

In beiden Partien kam der erst in der Winterpause vom Erzrivalen SG Benrath-Hassels gekommene Vedin Kulovic zum Einsatz. Der Offensivmann hatte ausgerechnet gegen den MSV Ende August des vergangenen Jahres sein letztes Spiel für die SG Benrath-Hassels gemacht und damals die Rote Karte gesehen. Die SG trennte sich im Anschluss von Kulovic, der ohne Wechselfreigabe danach eine sechsmonatige Sperre absaß. Ein Sportgericht muss nun wohl darüber entscheiden, wann diese Sperre ablief. Nimmt man Kulovics letztes Pflichtspiel am 31. August 2025 zum Maßstab, hätte er ab dem 1. März spielen dürfen. Rechnet man aber die Zwei-Spiele-Sperre noch oben drauf, dann hätte Kulovic erst Mitte März für seinen neuen Verein auflaufen dürfen. Nicht nur in Eller wartet man gespannt auf ein Urteil. Auch Sparta Bilk wäre beispielsweise wieder dick im Geschäft, sollte der MSV tatsächlich die Punkte aberkannt bekommen.