2025-12-03T05:51:34.672Z

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Der MSV behauptet sich mit Mühe gegen Lohausen.
Der MSV behauptet sich mit Mühe gegen Lohausen. – Foto: Markus Becker

MSV Düsseldorf dreht packendes Bezirksliga-Duell

Nach Rückstand siegt der Favorit mit 3:2 – Ex-Profis Abdelkarim, Kurt und Penan sorgen für die Wende, während Lohausens Trainer Tsakiris hadert.

Nikolaos Tsakiris verstand die Fußballwelt nicht mehr. „Ich frage mich immer noch, wie wir dieses Spiel verlieren konnten“, sagte der Trainer des Lohausener SV einige Minuten nachdem die Partie beim MSV Düsseldorf abgepfiffen worden war. Gegen den für Bezirksligaverhältnisse hochkarätig besetzten Gegner aus Eller hatte der LSV eigentlich genug Chancen, um die Partie für sich zu entscheiden. Die drei Punkte holte aber der MSV, der sich nach zwischenzeitlichem Rückstand noch rechtzeitig genug auf seine Stärken besann und mit 3:2 gewann.

Abdelkarim macht es traumhaft

„Lohausen hat es heute wirklich gut und clever gegen uns gespielt. Das Gegentor zum 1:2 war für uns eine Art Weckruf. Danach waren wir agiler und haben zielstrebiger nach vorne gespielt“, konstatierte MSV-Coach Goran Tomic.

Der 49-jährige konnte gegen den Tabellenzehnten beinahe seine Bestbesetzung aufbieten. Bis auf Said Harouz war aufseiten des MSV alles da, was Rang und Namen hatte. Doch das eine mit Ex-Bundesliga – und früheren Regionalligaspielern besetzte Elf auch in der Bezirksliga keine Partien im Spaziergang gewinnt, bekamen die Gastgeberschnell vor Augen geführt.

„Wir müssen eigentlich schon direkt nach dem Anpfiff in Führung gehen“, trauerte Nikos Tsakiris der ersten Großchance nach. Es sollte nicht die einzige bleiben. Auch Lennard Rehr setzte den Ball alleine vor dem MSV-Tor an diesem vorbei (30.). Den etwas wankelmütigen Auftritt der Platzherren konnte man gut an den Freistößen von Aaram Abdelkarim festmachen.

Der ehemalige Viertligakicker setzte zunächst einen Freistoß aus rund 30 Metern Entfernung gefühlt 15 Meter neben das Lohausener Gehäuse, um es kurz darauf besser zu machen. Diesmal aus circa 25 Metern Distanz zirkelte der Edeltechniker den Ball unhaltbar in den Giebel (38.).

Auch wenn Lohausen unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff Glück hatte, dass es nach einem Foul an Carlos Penan nicht Strafstoß für die Heimmannschaft gab, war die Pausenführung für den MSV nicht unbedingt verdient. Gerechter entfand Nikos Tsakiris da schon den Ausgleich kurz nach dem Wiederanpfiff, als sich Jona Simon den Rückenwind auf dem Kunstrasenplatz an der Heidelberger Straße zunutze machte (46.).

MSV macht Sprung im Tableau

Und als Lukas Kleine-Bley sogar zum 1:2 nachlegte (61.) war die Welt aus Lohauser Sicht wieder in Ordnung. Zumindest kurzzeitig. Denn entschieden war diese kurzweilige Begegnung damit noch nicht. Auf Seiten der Gastgeber legten nun die Ausnahmekönner im Angriff noch einmal einen Gang zu. Auf Vorarbeit von Abdelkarim durfte der ehemalige Bayern-Profi Sinan Kurt seinen vierten Saisontreffer bejubeln (68.).

Und zehn Minuten vor dem Ende war dann auch der Frust bei Carlos Penan über den nicht gegebenen Elfer verflogen, als er den 3:2-Siegtreffer erzielte.

Der MSV durfte sich dadurch als einer der Gewinner des elften Spieltags fühlen. Denn dank der Ausrutscher der TSV Eller 04 (1:2 gegen Rhenania Hochdahl) und von Sparta Bilk (1:1 gegen CfR Links) rückte die Tomic-Elf auf Tabellenplatz zwei vor. Von diesen Gefilden ist der Lohausener SV ein Stück weit entfernt, auch wenn die Leistung am Sonntag durchaus ansprechend war.

„Ich bin zufrieden mit meinen Jungs. Wir haben uns nicht hinten rein gestellt, wie es viele andere Teams gegen den MSV machen, sondern uns mit flachen Pässen nach vorne kombiniert. Wenn wir unsere Chancen besser nutzen, gewinnen wir so ein Spiel“, meinte Nikolaos Tsakiris abschließend.

Aufrufe: 027.10.2025, 16:00 Uhr
Marcus GiesenfeldAutor