MSC Preussen (in schwarz) könnte sich in der neuen Landesliga-Spielzeit wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Saxonia Tangermünde liefern. Die Altmärker verzichten auf den ihnen angebotenen Verbandsliga-Aufstieg
MSC Preussen (in schwarz) könnte sich in der neuen Landesliga-Spielzeit wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Saxonia Tangermünde liefern. Die Altmärker verzichten auf den ihnen angebotenen Verbandsliga-Aufstieg – Foto: Sven Sonnenberg

Marks: "Ein zusätzlicher Schlag in die Magengrube"

Landesliga Nord +++ Nach Aufstiegsverzicht von Saxonia Tangermünde herrscht beim MSC Preussen weiterhin Unmut

Der FSV Saxonia Tangermünde nimmt sein Aufstiegsrecht als "Quotientenmeister" der Landesliga Nord nicht wahr und somit ein mindestens ein weiteres Jahr in der zweithöchsten Liga Sachsen-Anhalts antreten. Vor allem werden die Saxonen in der Nord-Staffel dann wieder auf den MSC Preussen um Trainer Torsten Marks treffen. Dieser darf laut Ausschreibung des Landesverbandes (FSA) nämlich als Zweitplatzierter nach Wertung der Quotienten-Regelung nicht nachrücken.

Dass sich Tangermünde auch noch gegen den Aufstieg entschieden hat, empfindet Marks als „zusätzlichen Schlag in die Magengrube“. Doch betont der Preussen-Coach: „Ich möchte Tangermünde gar keine Vorwürfe machen. Ich finde es sehr weitsichtig und nachvollziehbar, wenn man sich eingesteht, dass der Verein im Umfeld nicht so schnell gewachsen ist wie sportlich.“ Dass der Verzicht der Saxonen, die erst in der Vorsaison nach Wertung der Quotienten-Regelung aus der Landesklasse aufgestiegen waren, besonders schmerzt, daraus macht Marks aber keinen Hehl. „Es ist ja kein Geheimnis, dass wir ambitioniert sind, den Aufstieg in die Verbandsliga zu erreichen“, sagt der 47-Jährige.

Gerne würden die Preussen ihr großes Ziel auf dem sportlichen Weg erarbeiten. In den vergangenen Jahren war dies aber angesichts der jeweils frühzeitig abgebrochenen Saison nicht möglich. Beide Male lauerte der MSC auf dem ersten Verfolgerrang, beide Male musste er den Altmark-Teams den Vorrang lassen. Im Vorjahr nahm der SSV Gardelegen sein Recht zum Aufstieg wahr. „Das war in Anbetracht der engen Tabellenkonstellation auch nicht schön für uns“, erinnert sich Marks, „aber doch leichter zu verkraften, weil der Aufstiegsplatz nicht leer geblieben ist.“ Anders als in diesem Jahr, in dem lediglich die Süd-Staffel der Landesliga mit dem Verbandsliga-Debütanten Blau-Weiß Farnstädt einen Aufsteiger hervorbringt. „Das ist bitter, enttäuschend, deprimierend“, ringt Marks nach dem richtigen Wort, um seine Gefühle zu beschreiben. „Das ist eine absolute Vollkatastrophe.“ Hätte sich die Chance für den MSC ergeben, so hätte in Sudenburg niemand lange gezögert. „Wahrgenommen hätten wir diese Gelegenheit aber auf jeden Fall.“

Doch wird die Entscheidung des Landesverbandes nicht mehr zu ändern sein, so dass die Preussen auch in der neuen Saison in Sachsen-Anhalts zweithöchster Spielklasse an den Start gehen werden. „Ich habe den Jungs schon nach dem Abbruch gesagt, dass wir in der neuen Saison noch ein bisschen mehr geben müssen als ohnehin schon“, wirft Marks seinen Blick voraus. Leichter wird es in der Nord-Staffel allerdings nicht – zumal mit Saxonia Tangermünde schon ein Kontrahent im neuerlichen Titelrennen feststehen könnte. „Wenn es dann mit dem Aufstieg klappen würde, würden wir auch hochgehen“, sagt Saxonias sportlicher Leiter Rossnick. Für den MSC Preussen dürfte dies in der neuen Spielzeit noch einmal ein zusätzlicher Ansporn sein.

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Aufrufe: 20.5.2021, 07:27 Uhr
Kevin GehringAutor

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