2026-06-03T09:07:03.210Z

Allgemeines

„Mr. Rhenania“ Franz Haase ist verstorben

Er war bis zum 58. Lebensjahr aktiver Spieler bei Rhenania Hinsbeck, Jahrzehnte lang erster Vorsitzender, Trainer, Leiter der Jugendabteilung, Ehrenvorsitzender – nun ist Franz Haase im Alter von 81 Jahren verstorben.rnrn

von RP · 07.06.2025, 18:00 Uhr · 0 Leser
Franz Haase.
Franz Haase. – Foto: Privat

Im Alter von 81 Jahren verstarb Franz Haase, Ehrenvorsitzender des SC Rhenania Hinsbeck, nach kurzer, schwerer Krankheit. Er wurde im Januar 1944 in Frauenberg, Ostpreußen, geboren. 1946 kam er mit Mutter, Bruder und einem blinden Onkel nach Hinsbeck. Sein Vater war verschleppt worden und kehrte nicht zurück. In Hinsbeck fand die Familie eine neue Heimat.

Er erlernte den Beruf des technischen Zeichners, machte das Abitur und studierte auf Lehramt für Berufsschulen. Im Berufskolleg Viersen bildete er durchgängig bis zur Pensionierung 2009 Jugendliche aus. 1967 heiratete er die Hinsbeckerin Edith Weber. Die beiden haben vier Kinder, die alle das sportliche Gen der Eltern geerbt haben.

Franz Haase war in seiner Jugend ein typischer Straßenfußballer. Der Fußball begleitete ihn sein ganzes Leben lang, seine Freizeit galt diesem Sport. 1960 trat er dem SC Rhenania bei, wo er von der B-Jugend bis zu den Alten Herren alle Mannschaften durchlief. Mehrere Aufstiege konnte er als aktiver Spieler mitfeiern. Mit 58 Jahren absolvierte er sein letztes Spiel.

1973 Präsident geworden

Daneben engagierte er sich im Vorstand des Vereins. Bereits 1973, im Alter von 29 Jahren, wurde er erster Vorsitzender. Mehrfach trat er als Trainer der ersten Mannschaft auf. 1983 trat er als Vorsitzender zurück und übernahm die Leitung der Jugendabteilung. Die Ausbildung und Förderung der Jugend wurde zu seiner großen Leidenschaft. In den 15 Jahren als Jugendtrainer holte er zahlreiche Meisterschaften und Aufstiege. 1995 kehrte er als erster Vorsitzender zurück und führte den Verein bis 2009, insgesamt war er 24 Jahre Vorsitzender des SC Rhenania.

Nachdem der SC Rhenania 1987 die Leo-Vriens-Sportstätte von der Stadt Nettetal angepachtet hatte, begann er mit den Planungen zur Modernisierung der Sportanlage, die er gemeinsam mit dem neuen ersten Vorsitzenden und Unternehmer Gerhard Rein erfolgreich umsetzte. Durch seine Willensstärke und Beharrlichkeit wurden bedeutende Projekte realisiert, darunter der Bau eines Vereinsheimes, mehrere Erneuerungen der Spielflächen und der Umbau der Umkleidekabinen.