2025-12-03T05:51:34.672Z

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Lutz Krumradt trainert die SG Grimlinghausen/Norf.
Lutz Krumradt trainert die SG Grimlinghausen/Norf. – Foto: Spielerprofil

Motto bei der SG Grimlinghausen/Norf: „Blamieren oder kassieren“

Die TuS Reuschenberg steht mit zehn Zählern – sechs mehr als Grimlinghausen – selber in der unteren Tabellenhälfte der Kreisliga A. Ein Heimsieg im direkten Duell wäre für die SG Grimlinghausen/Norf also ein wichtiger Schritt, um den Anschluss nicht zu verlieren. „Jedes Spiel ist wichtig“, stellt SG-Coach Trainer Lutz Krumradt klar.

Trotzdem wäre er mit einem Unentschieden schon komplett zufrieden. Grund dafür ist die personelle Lage in Grimlinghausen: „Ich muss erst mal gucken, dass ich elf Leute zusammenkriege und wir spielen können“, sagt er. „Ich versuche, alle, die irgendwie spielen können, zu reaktivieren. Es ist momentan echt eine Seuche.“ Die Probleme begleitet die Mannschaft schon einige Wochen: „Wir mussten zum Teil 16 Leute ersetzen. Das klappt irgendwie, aber wir haben keine Alternativen oder können mit Wechseln noch mal gezielt ins Spiel eingreifen und das merkt man hintenraus dann oft“, so der Trainer.

Fünf Spieler fehlen

Das habe man auch im Kreispokalspiel gegen den B-Ligisten Germania Hoisten gemerkt, das 6:5 nach Elfmeterschießen gewonnen wurde. „Wir sind zweimal in Führung gegangen, konnten aber aufgrund individueller Fehler keine Ruhe ins Spiel bringen“, sagt Krumradt. „Hintenraus wurde es dann noch mal echt eng, weil wir einfach nicht mehr wechseln konnten.“ Mann des Spiels aus seiner Sicht: Lukas Schaffrinski, eigentlich Feldspieler, der im Tor eine starke Leistung zeigte. „Ich freue mich, dass wir weiter sind. Insbesondere für die Jungs, das ist mal wieder ein Erfolgserlebnis“, so der Coach.

Dennoch hat das Spiel die Sorgen auch noch verstärkt, denn im Vergleich zu Mittwoch fehlen am Sonntag fünf Spieler: Zwei sind im Urlaub, Jan Zehner und Dimitrios Babatzakis wurden angeschlagen ausgewechselt, Stürmer Moritz Gabriel trug ebenfalls Blessuren davon. „Wir kriegen leider echt nur eine Rumpftruppe zusammen, aber mit der werden wir versuchen, uns gegen die schnelle Reuschenberger Mannschaft irgendwie zu behaupten und was Zählbares mitzunehmen.“

Krumradt: "Das wird blamieren oder kassieren"

Auch wenn der vorletzte Platz und vier Punkte nicht gut klingen, macht sich Lutz Krumradt noch keine Sorgen: „Das ist momentan einfach eine schwierige Situation. Das wissen die Jungs auch, aber wir wissen auch, dass wir uns noch nicht verrückt machen müssen.“ In zwei Wochen könnte die Lage schon wieder ganz anders aussehen: Denn da kehren einige Urlauber und Verletzte zurück in den Kader. Und die Gegner werden, zumindest auf dem Papier, schlagbarer: Nach der Partie daheim gegen Reuschenberg ist die SG bei Schlusslicht Zons zu Gast. „Vorgezogen auf den Freitag, da fehlen auch wieder einige Spieler. Das wird blamieren oder kassieren“, so Krumradt. „Aber die ganzen Mannschaften von oben haben wir jetzt durch und da haben wir uns immer gut verkauft.“

So ist Grimlinghausen/Norf das einzige Team, das bei Spitzenreiter Grefrath punkten konnte, auch gegen Vorst holte die Mannschaft ein Unentschieden, gegen Wevelinghoven verlor sie nur knapp. „Das stimmt zuversichtlich und ich bleibe dabei: Wenn wir alle Mann an Bord haben, können wir jeden schlagen – nur hatten wir das bisher nicht und das tut bei engen Spielen dann besonders weh.“

Aufrufe: 019.10.2025, 09:30 Uhr
RP/ srhAutor