
Platzverweis entscheidet Kreisduell: SG Moseltal gewinnt trotz 0:2-Pausenrückstandes gegen Mettlach-Merzig noch 3:2
Ein richtig gutes Verbandsliga-Fußballspiel sahen die Fans der beiden Mannschaften, die auf dem neuen Perler Rasenplatz am Lyzeum, der Partie beiwohnten.
Zu Beginn hatten die Gäste den besseren Start. In der 25. Minute ging Marcel Lorig auf der linken Seite auf und davon, passte genau in die Mitte zum mitgelaufenen David Quinten, der aus kurzer Distanz den Ball zum 1:0 für die Mettlacher über die Linie drückte. Auch weiter blieben die Gäste am Drücker. Kurz vor der Pause war es Lorig, der sich nach seiner schönen Einzelleistung mit dem 2:0 belohnte. „Das war gut, was wir vor der Pause gespielt haben. Damit war ich zufrieden“, meinte ein da noch gut gelaunter Mettlacher Trainer Patrick Heinz. Doch die gute Laune von Heinz sollte noch umschlagen.
Nach Wiederanpfiff kam der Gastgeber bedeutend besser ins Spiel. So war es David Faber, der in der 63. Minute auf 1:2 verkürzte. Es war bereits der 14. Saisontreffer des Angreifers. In der 69. Minute wurde es hektisch: Fernando Da Silva bekam eine Zehn-Minuten-Strafe, winkte daraufhin in Richtung Schiedsrichter ab, der zückte den Roten Karton. Eine Sache, die Heinz auf die Palme brachte. „Total überzogen, das war nie eine Rote Karte.“ Auch Moseltals Trainer Andre Steger schloss sich der Heinzschen Meinung an. Er meinte, dass man die Karte nicht hätte geben müssen.
Die Karte sollte sich aber zum Vorteil für Moseltal entwickeln: Nur fünf Minuten nach dem Platzverweis, war es Hendrik Dechert, der zum Ausgleich für die Moseltaler einschoss. Doch damit nicht genug: In der Nachspielzeit war es erneut Faber, der den 3:2-Siegtreffer für den Gastgeber erzielen konnte. Die Laune von Heinz kippte somit vollends, auch weil er in den letzten Minuten vom Schiri ebenfalls die Rote Karte sah.
Moseltals Stürmer Steffen Sieren musste am Ende mit einer schweren Schulterverletzung ins Krankenhaus eingeliefert werden. „Wir hoffen, dass Steffen bald wieder im Kreis der Mannschaft ist. Wir wünschen ihm gute Besserung“, übermittelte Andre Steger, die Genesungswünsche der gesamten SG Moseltal.