
„Freitagabend, Flutlicht, attraktiver Gegner, Heimspiel am Winzerkeller und ein voraussichtlich hoher Zuschauerzuspruch: Uns erwartet ein besonderes Spiel. Wir benötigen eine hohe taktische Disziplin und müssen im Vergleich zum Pokalspiel vor knapp einem Monat (2:3) unseren eigenen Ballbesitz besser absichern“, strebt Mosella-Trainer Thomas Schleimer den achten Sieg in Folge an. Elias Hansjosten (nach Erkältung) und Torwart Bendix Große (nach Kurzurlaub) kehren in den Kader zurück. Nach dem Aus im Rheinlandpokal-Achtelfinale gegen den zwei Klassen höher angesiedelten Oberligisten FV Engers (0:5) geht es für Salmrohrs Trainer Rudi Thömmes darum, gegen einen „sehr dynamischen Gegner, der sehr viel Offensivqualität mitbringt, dagegenzuhalten“. Er fing gegen Engers bereits Mitte der zweiten Hälfte an, Spieler für die Partie zu schonen und wechselte sie aus. „Trotzdem war die Belastung für einige in den letzten Tagen hoch“, merkt Thömmes an. Die Mosella werde sein Team „sicher sehr bearbeiten“. Bei einer Niederlage würde auch der zweite Platz in weitere Ferne rücken. Allzu großen Druck sieht der FSV-Coach auf seiner Elf aber nicht lasten: „Wenn es wider Erwarten nicht funktioniert, ist auch noch nichts verloren. Die Saison ist noch lange. Wir sind in der Vorrunde. Es kann noch viel passieren.“ Lucas Abend, Ben Mombach und Lucas Lautwein müssen verletzungsbedingt passen. Niclas Lentes (nach gebrochenem Finger) steht wieder bereit. Noah Wrusch (Mandelentzündung) ist fraglich.
„Für uns geht es darum, nicht unter die Räder zu kommen und dagegenzuhalten. Wir benötigen eine Balance aus mutigem Anlaufen und defensiver Grundordnung“, betont Niederemmels Coach Sascha Kohr. Christoph Kettern (Zerrung) ist außen vor, dafür steht Luca Hermandung nach auskurierter Wadenverletzung wieder zur Verfügung. FSV-Trainer Patrick Zöllner fordert, „trotz allen Respekts gegenüber dem Gegner unser großes Selbstvertrauen auch in Piesport zu demonstrieren und den nächsten Dreier einzufahren“. Luca Quint (Innenbandverletzung) und Moritz Hannappel (Knieverletzung) müssen passen.
Das „Sechs-Punkte-Spiel zweier Abstiegskandidaten wird wohl über den Kampf entschieden. „Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, in dem wir ganz viel Mentalität zeigen müssen“, möchte Franzenheims Trainer Thomas Werhan nach dem 0:10-Debakel von Tarforst eine Reaktion sehen. Mike Mokelke und Philipp Mendgen kehren nach Zerrungen in die Startelf zurück. Noch prekärer sieht die Lage für die SG Zewen aus, die nach dem 5:6 gegen Ellscheid mit dem Rücken zur Wand steht. Trainer Stefan Castello weiß um eine knifflige Aufgabe: „Wenn wir den Kampf nicht annehmen und Willen vermissen lassen, wird es schwer, dort zu bestehen.“ Tim Höfer (nach Wadenbeschwerden) ist wieder an Bord.
„Unsere Devise bleibt, den Spaßfaktor im Training hochzuhalten, gegen ein zuletzt defensiv anfälliges Saartal alles zu investieren und zusammen Gas zu geben. Vielleicht gelingt uns ja dann der ersehnte erste Saisonsieg“, sagt Geisfelds Coach Björn Probst. Luis Cronauer kommt aus einer Rotsperre, Sven Eckes und Danny Nguyen aus Verletzungen zurück. Nach fünf Partien ohne Sieg und einem desaströsen Torverhältnis von 5:19 in dieser Zeit geht es für die Saartal-SG darum, wieder stabiler zu sein. „Trainer Peter Schuh möchte deutlich mehr Ehrgeiz und Wille sehen. Er fordert eine bessere Körpersprache“, berichtet Sportchef Philip Kramp. Lucas Jakob und Nico Ockfen fehlen verletzungsbedingt. Linus Biringer (nach beruflichen Verpflichtungen) ist wieder an Bord, Elias Rüttjes (Knieproblem) fraglich.
Nach dem ersten Sieg nach zuvor acht sieglosen Partien fordert Ruwertals Coach Bastian Jung, „erneut ans Leistungsmaximum zu gehen, wenn wir gegen Sirzenich Torchancen kreieren wollen. Wir müssen geeignete Mittel finden“. Nach auskurierten Verletzungen sind Lukas Hofmann und Jeremy Kaiser wieder zurück. André Thielen (Leiste, Knie) und Joshua Bonn (angeschlagen) sind ungewiss. „Wir möchten fußballerische Akzente setzen und die Chancen effizienter nutzen“, fordert Sirzenichs Trainer Tillmann Schweitzer. Luca Clemens und Ben Schneider sind nach Verletzungen wieder Optionen.
Tawerns Trainer Benny Leis möchte die vier Partien währende Siegesserie ausbauen. „Wir haben Rückenwind und wollen die gleiche Zweikampfmentalität und Gier an den Tag legen wie beim 2:1 in Sirzenich, wissen aber um eine kompakte und schnell umschaltende Lüxemer Mannschaft.“ Pascal Hurth, Pascal Güth (nach Blessuren), Idis Lataev (nach Gelb-Rot-Sperre) und Michael Fantes (nach Kurzurlaub) sind wieder bereit. Für Jonas Krista (Adduktorenzerrung) rückt der junge Ben Hellwig ins Tor. „Nach der Spielabsage in Schleid wollen wir wieder schnell in den Rhythmus kommen und das Spielglück mehr strapazieren als in den letzten Jahren, in denen wir in Tawern nichts gerissen haben“, meint Lüxems Trainer Patrick Schmidt. Fynn Streit (Sperre) und Jonas Adams (beruflich unabkömmlich) müssen passen.
Bei einem Sieg im Vulkaneifelderby könnten die Alfbachtaler am Aufsteiger aus Wiesbaum vorbeiziehen. „Für uns heißt es, verlieren verboten. Ich freue mich auch auf Marco Michels, mit dem ich früher zusammengespielt habe und mit dem ich auch eng befreundet bin. Es wird sehr interessant“, lässt Ellscheids Spielertrainer Markus Boos durchblicken. Nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre kehrt Jannick Land zurück. „Wir wollen auf fremdem Terrain die Serie der guten Auftritte fortsetzen und auch in Gillenfeld mutig agieren“, fordert Wiesbaums Spielertrainer Marco Michels den dritten Sieg in Folge. Aus Verletzungen kehren Max Schneider und Robin Lender zurück.
Zwei Kellerkinder möchten unbedingt Boden gutmachen. SVM-Spielertrainer Simon Monzel hat die Sinne geschärft: „Das ist ein wegweisendes Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf und eines auf Augenhöhe. Wir brauchen Fokus.“ Nico Scholtes und Jan Niedenführ (Knieverletzungen) sind fraglich. Vier Niederlagen am Stück haben den SV Schleid auf Rang 15 gespült. „Wir müssen den Abstiegskampf annehmen, an unsere Stärken glauben und dürfen keine Geschenke verteilen“, fordert SVS-Trainer Taner Weins. Nils Scholtes ist nach der Diagnose eines zweiten Kreuzbandrisses sicher lange Zeit raus.
Beim Gastspiel unweit von Koblenzmöchte Ahbachs Trainer Roger Stoffels mit seinem Team den guten Lauf fortsetzen. „Mit 21 Punkten haben wir ganz viel Polster auf die Abstiegsplätze gelegt. Ziel ist, zum Ende der Hinrunde 25 Punkte auf dem Konto zu haben. Wir können ohne Druck agieren und wollen am Rhein punkten.“ Nach überstandener Muskelverletzung ist Peter Grün wieder an Bord.


