
Wir haben uns getraut. Ab sofort erscheinen in regelmäßigen Abständen Saisonvorschauen im FuPa Baden Gebiet, in denen wir unsere (subjektive) Meinung zur kommenden Runde samt Platzierungstipps der einzelnen Teams abgeben.
Also bitte nicht alles auf die Goldwaage legen, schließlich heißt das auch, dass wir einige Klubs auf Abstiegsplätze tippen. Seht es einfach als zusätzliche Motivation und gebt euer Bestes, unsere Einschätzungen ins Gegenteil zu kehren.
Heute ist die Landesliga Odenwald im Fokus.
FV Mosbach:
Der MFV scheiterte in der vergangenen Saison knapp an der Relegation, was vor allen Dingen an unnötigen Punktverlusten lag, in Spielen die hätten gewonnen werden müssen. Zur neuen Saison hat sich der Kreisstadt-Klub mal wieder namhaft verstärkt, mit Spielern wie Stoitzner, Fertig, Link oder Hader. Auch Langzeitverletzte wie Wolf oder der Regionalliga-erfahrene Klotz kehren in der neuen Saison hoffentlich zurück und verleihen dem Team weitere Qualität und Tiefe.
TS Mosbach:
Wieder dauerte der Ausflug in die Verbandsliga für TS Mosbach nur ein Jahr, doch dieses Mal war es deutlich knapper und das Team konnte gut mithalten. Nach dem Abstieg kehrte Top-Torjäger Cabraja Türkspor den Rücken. Doch es konnten auch namhafte Neuzugänge wie Pavlic, Hatzis und Ilkin verpflichtet werden, die allesamt schon bei der SpVgg Neckarelz in der Landesliga für Furore sorgen konnten. Somit trauen wir TSM den Relegationsplatz und damit die mögliche direkte Rückkehr in die VL zu.
FC Grünsfeld:
Ex-Profi Dominik Gerberich leistet weiterhin herausragende Arbeit mit seiner Mannschaft und sollte auch dieses Jahr wieder in der Spitzengruppe dabei sein. Mit Semjel Taljic hat zwar der langjährige Stammkeeper den Verein verlassen, doch mit Lukas Himmel steht ein ebenso guter Nachfolger parat. Himmel kehr nach vielen Jahren im Rheinland in seine Heimat zurück und wird das Grünsfelder Tor hüten. Mit Wagner und Engert haben zwei „Oldies“ die Schuhe an den Nagel gehängt, die es zu ersetzen gilt.
SV Königshofen:
Die Messestädter belegten nun drei Jahre in Folge den 6. Tabellenplatz, dieses Jahr könnte es noch ein wenig nach oben gehen. Mit Maron Grübel (A Jgd. Hollenbach) hat Königshofen einen interessanten jungen Spieler verpflichtet. Zudem kommt mit Jan Wolf ein Ex-Kicker zurück, der in früheren Zeiten Stammkraft in der Abwehr war. Vorne ruhen die Hoffnungen auf Tormaschine Ali Karsli, der vergangene Saison erneut 24 Mal getroffen hat.
TSV Mudau:
Nachdem in der abgelaufenen Spielzeit „nur“ der 8. Platz belegt wurde, möchten Hutter und Co. diese Saison sicher wieder weiter oben landen. Hierfür wurden junge Wilde in Person von Angel, Kreuter, Popp und Skowronnek verpflichtet. In der Spitze lieferte Juwel Kevin Throm mit sagenhaften 36 Treffern mal wieder ab. Dass das Team gut eingespielt ist, musste auch der Rhein-Neckar-Landesligist VfB Gartenstadt um Eishockey-Olympia-Silbermedaillen-Gewinner David Wolf leidvoll erfahren, als sie satt mit 4:0 aus dem Odenwaldstadion geschossen wurden.
FV Lauda:
Der FV Lauda versprüht zwar nicht mehr den Glanz alter Tage, doch ein hoch angesehener Landesligist sind die Taubertäler allemal. Zu viel individuelle Qualität steht beim FVL auf dem Platz, als das man sie nicht mehr zu den Top-Teams der Liga zählen könnte. Goran Jurjevic zeigte sich gewohnt treffsicher und wird mit seinem neuem Sturmpartner Hussein (ehemals TSV Höpfingen) in der Offensive für Torgefahr sorgen.
TSV Tauberbischofsheim:
Der TSV konnte seine starke Premierensaison bestätigen und sich sogar auf den 7. Tabellenplatz verbessern. In der gerade erst gestarteten Pokalsaison wurde zudem er Einzug ins Achtelfinale perfekt gemacht, wo nun Regionalligist Astoria Walldorf wartet. Die seit Jahren eingespielte Mannschaft hat neben der physischen Komponente auch starke technische Qualitäten zu bieten und wird auch dieses Jahr wieder eine gute Rolle in der Landesliga spielen.
FSV Waldbrunn:
Der Fusionsverein aus dem tiefen Odenwald hat, wie so oft, nicht viele Veränderungen im Kader und kann daher wieder auf eine eingespielte Truppe bauen. Mit Marcel Grub und Stefan Losing unterstützen nun zwei Spieler als spielende Co-Trainer ihren „Chef“ Dominik Weber.
Der Verlust von Andreas Schwind (pausiert) könnte schwer wiegen, doch als Kollektiv kann auch diese Lücke geschlossen werden und eine weitere sorgenfreie Runde auf dem Winterhauch gespielt werden.
SV Neunkirchen:
Alles neu beim SVN. Neues Trainerteam und satte 15 (!) neue Spieler gab es im Sommer. Dies war allerdings auch nötig, da bereits zu Beginn der Rückrunde in Fachkreisen der LL zahlreiche Abgänge in Neunkirchen gemunkelt worden sind. Viele der Neuzugänge sind ehemalige Schützlinge des Trainerduos Schäufele/Mahrt. Dies hat natürlich den Vorteil, dass die Stärken und Schwächen, aber auch die Charaktere der Spieler bestens bekannt sind. Der SVN ist somit die große „Unbekannte“ in dieser Saison, dennoch trauen wir den Jungs aus dem Kleinen Odenwald eine gute Platzierung zu.
SV Nassig:
Der SV Nassig konnte der Abstiegsrelegation nur knapp entkommen und wird dieses Jahr auf eine entspanntere Saison hoffen. Mit Marco Kunzmann wurde ein Spieler aus dem Bayrischen Fußballverband verpflichtet der dort in der Landesliga zuverlässig traf und die Offensive der Nassiger sicher nochmals verbessern wird. Doch der Hebel sollte vor allen Dingen in der Defensive angesetzt werden, denn 68 Gegentore sind einfach zu viel und machten eine bessere Platzierung schwer.
TSV Oberwittstadt:
„O-Town“, wie sich die Jungs selbst nennen, geht nunmehr in seine 17 Landesliga-Saison in Folge. Eine unglaubliche Erfolgsgesichte für das kleine gallische Dorf aus der Gemeinde Ravenstein. Doch das schmucke Sportgelände wird auch dieses Jahr wohl Schauplatz des Abstiegskampfs sein.
Mario Greco wird in der neuen Spielzeit viel auf das Kollektiv bauen müssen und hoffen, dass die hervorragende Einheit über sich hinauswachsen kann und die nötigen Punkte für den Klassenverbleib sammeln wird.
VfK Diedesheim:
Der VfK Diedesheim ist nach einem Jahr wieder zurück in der Landesliga. Dies ist allerdings auch keine Überraschung bei dem namhaft besetzten Kader gewesen. Somit konnte Peter Hogen einen weiteren Aufstieg in seine Vita aufnehmen und wird zu gern auf einen weiteren Abstieg verzichten. Hierfür musste vor allem Dingen die katastrophale Anzahl an Gegentoren aus der letzten beiden Landesligasaisons verbessert werden – damals waren es 92 & 87 Gegentore. Mit Jan Dietrich verlor man den Spielführer und Stabilisator in der Defensive, ansonsten geht der VfK fast mit dem selben Personal wie in der Kreisliga an den Start. Dennoch trauen wir dem VfK den Klassenerhalt zu.
TSV Billigheim:
Der TSV Billigheim ist nach 20 Jahren zurück in der Landesliga. In einem verrückten Relegationsspiel gegen Pülfringen sicherte sich der TSV in der 96. Minute den Aufstieg. Einen großen Anteil daran hatte vor allen Dingen das Trainerduo Flad/Bauer die sich mit dem Aufstieg in den vorübergehenden Ruhestand verabschiedeten. Der einzige externe Neuzugang für das Projekt Landesliga ist der neue Spielertrainer Robin Hess, der mit seinem Co-Trainer Thomas Geiger den Klassenerhalt anstrebt.
Auch wenn der Saisonstart mit Lauda, Grünsfeld, TS Mosbach hart werden kann, trauen wir dem TSV die Relegation zu.
TSV Rosenberg:
Der TSV hatte in der Sommerpause zwei namhafte Abgänge zu verkraften. Mittelfeldmotor Simon Leis und der Stammkeeper Sebastian Krappel wanderten zum Verbandsligisten nach Gommersdorf ab. Dies erschwert die Aufgabe für das Spielertrainer-Duo Breitinger/Pasour ungemein. Immerhin konnte Torjäger E. Remmler (19 Tore) gehalten werden. Bereits in den letzten Jahren spielten die Rosenberger oftmals gegen den Abstieg, diese Saison könnte es soweit sein und sie selbst am Ende unter dem Strich stehen.
VfB Sennfeld:
Der VfB Sennfeld hat sich in der Kreisliga Buchen souverän durchgesetzt und die Meisterschaft klar gemacht. Doch nach dem Aufstieg kündigte Nikola Vintonjak zum wiederholten Male sein Karriereende an. Allerdings konnten zwei echte Verstärkungen an Land gezogen werden. Mit Marcel Baumann hat ein neuer Spielertrainer das Zepter in der Hand, der auch noch mit 40 Jahren noch über genügend Qualität verfügt. Zudem kehrt mit Luca Hofmann ein Unterschiedsspieler zurück. In den vergangenen drei Jahren absolvierte dieser 91 Spiele beim VfR Heilbronn und hatte zeitweise die Kapitänsbinde inne.
Dennoch wird es am Ende wohl nicht für den Klassenerhalt reichen.
FSV Tauberhöhe:
Der Fusionsverein aus dem Kreis Tauberbischofsheim sicherte sich knapp vor dem SV Pülfringen die Meisterschaft. Bemerkenswert war hierbei das Torverhältnis: De nur 54 geschossenen Toren in 26 Spielen standen lediglich nur schier unglaubliche 10(!) Gegentore zu Buche.
Man wird kein Prophet sein müssen, um vorhersagen zu können, dass es in der Landesliga mehr Gegentreffer sein werden. Insgesamt steht dem TSV eine schwere Saison bevor, an deren Ende wohl der Abstieg nur schwer zu vermeiden sein wird.