
Am vergangenen Sonntag empfing die SpVgg Gröningen-Satteldorf den TSV Nellmersbach zum Landesliga-Duell. In einer Partie, die vor allem durch Kampfgeist und eine furiose zweite Halbzeit geprägt war, trennten sich die beiden Teams am Ende mit einem leistungsgerechten 3:3-Unentschieden.
Die erste Halbzeit war geprägt von einem offenen Schlagabtausch, bei dem der Spielfluss jedoch oft unter den vielen energischen Zweikämpfen im Mittelfeld litt. Während Satteldorf versuchte, die Spielkontrolle zu übernehmen, zeigten sich die Gäste aus Nellmersbach eiskalt. Ohne sich ein deutliches Chancenplus zu erarbeiten, nutzte der TSV seine wenigen Gelegenheiten konsequent: In der 34. Minute gingen die Gäste in Führung und legten in der Nachspielzeit (45.+3) sogar noch das 0:2 nach. Mit diesem bitteren Pausenstand ging es für die Heimelf in die Kabine.
Die SpVgg kam mit einer klaren Mission aus der Pause: Das Spiel zu drehen. Und der Plan trug sofort Früchte. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff (47.) landete der Ball im Sechzehner bei Soni Munz. Völlig frei vor der gegnerischen Torhüterin behielt sie die Nerven und drosch das Leder zum 1:2-Anschlusstreffer unter die Latte.
Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Praktisch im Gegenzug (49.) stellte Nellmersbach den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her und erhöhte auf 1:3.
Wer dachte, Satteldorf würde nun resignieren, sah sich getäuscht. Der Aufschwung aus dem ersten Treffer war trotz des Rückschlags deutlich zu spüren. In der 63. Minute war es eine präzise Ecke von Frech, die den Weg zum Ziel fand: Linda Megerle stieg am höchsten und verlängerte den Ball per Kopf zum 2:3 ins lange Eck.
Satteldorf drückte nun auf den Ausgleich. In der 72. Minute belohnte sich die Heimelf schließlich für ihren Aufwand. Nach einer scharfen Flanke stand erneut Soni Munz am zweiten Pfosten goldrichtig und schob zum umjubelten 3:3-Ausgleich ein.
In der Schlussphase neutralisierten sich beide Teams weitestgehend. Zwingende Torchancen blieben Mangelware, da beide Abwehrreihen nun wieder stabiler standen. So blieb es beim Unentschieden, das sich für die SpVgg nach dem zwischenzeitlichen Rückstand fast wie ein Sieg anfühlen dürfte.
Vorschau:
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht: Bereits am kommenden Freitag steht das nächste Heimspiel auf dem Plan. Dann empfängt die SpVgg Gröningen-Satteldorf den FC Ellwangen und möchte die gezeigte Moral in drei Punkte ummünzen.