
Der Spielertrainer von Glonn verletzt sich schwer. Zorneding verbessert ihre Ausgangslage. Die Fußballer des TSV Egmating bewiesen am Sonntag Moral.
Völlig in den Hintergrund geriet das Ergebnis angesichts der schweren Verletzung von Glonns Spielertrainer. Beim Stand von 1:1 riss sich Konstantinos Fotiadis ohne Fremdeinwirkung die Achillessehne und stellt damit den dritten Glonner Langzeitverletzten innerhalb einiger Wochen. „Das Ergebnis ist mir momentan völlig egal. Mir tut es nur leid für Kosta und die Jungs“, zeigte sich ASV-Abteilungsleiter Jakob Stefer geschockt.
Der eine Punkt hilft Glonn im Tabellenkeller wirklich nicht entscheidend weiter, auch wenn der Gast nach dem Aus von Fotiadis und dem Forstinninger 2:1 durch Simon Stockfleth (62.) viel Moral zeigte und immerhin noch den 2:2-Endstand durch Simon Schuler (72.) erzielte. Zuvor trafen Fabian Rumpel (45.) zum 0:1 und Stockfleth zum 1:1 (54.). .„Ein ausgeglichenes Spiel, das gerechterweise 2:2 ausgegangen ist“, analysierte VfB-Trainer Hubert Schunk den sportlichen Teil.
„Wir waren unterlegen. Zorneding hatte die deutlich bessere Spielanlage und auch mehr Ballbesitz.“ Frederic Speicher, Herrenleiter des FC Markt Schwaben, legte nach der bitteren Heimpleite den Finger direkt in die Wunde. „Wir waren ersatzgeschwächt und hatten keinen gelernten Stürmer auf dem Platz.“ Die Ampelkarte für Kapitän Jannis Giannantonio-Tillmann (82.) tat ihr Übriges. Kurz danach verwertete Christoph Englmann eine Freistoßflanke für die vehement drückenden Gäste zum Tor des Tages (85.). Zorneding verbesserte damit seine Ausgangslage, um sich ein weiteres Kreisklassen-Jahr zu sichern.
Und mit dem 0:1 hat sich der FCMS eben noch nicht endgültig gerettet, weil auch die weiteren Kontrahenten alle punkteten. Vier Zähler hat die Elf der Gastgeber um Coach Alexander Brandt aktuell Vorsprung auf den zweiten Abstiegsplatz. „Das ist enger, als wir alle wollten“, bedauerte Speicher. Weil aber am letzten Spieltag der Kreisklasse 6 im direkten Duell Hohenbrunn und Zornedings Bezirksliga-Reserve noch aufeinandertreffen, „brauchen wir noch einen Punkt für den Klassenerhalt“, so der Schwabener Funktionär. „Und dass uns vier Teams noch überholen, da müsste wirklich alles schieflaufen.“
Die Fußballer des TSV Egmating lassen sich, obwohl bereits abgestiegen, nicht gehen. Im Gegenteil, sie bewiesen am Sonntag Moral und luchsten dem noch im Abstiegskampf befindlichen TSV Hohenbrunn einen Zähler ab. Damit leisteten sie unter anderem der Zornedinger Zweiten Schützenhilfe, die damit den Abstiegsrelegationsplatz verlassen konnte.
Für Egmating netzte Mentor Palloshi kurz nach Anpfiff (1.) ein, Lennart Erler erhöhte auf 2:0 (51.). Doch die Platzherren glichen noch aus (71./82.).