
Während Oberweikertshofens Trainer Daniel Stapfer das Derby in Moorenweis eher als Bonusspiel einstufte, ging es für den TSV um deutlich mehr. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Baumert wollte sich im Titelrennen keinen Ausrutscher erlauben – auch, weil mit dem SC Unterpfaffenhofen ein neuer Verfolger Druck macht.
Am Ende setzte sich der Tabellenführer in der Schreiner-Sigl-Arena mit 2:1 durch und baute seinen Vorsprung auf Unterpfaffenhofen auf acht Punkte aus. Der SC Oberweikertshofen II blieb trotz der Niederlage Achter, weil Aufsteiger Türkenfeld sein Heimspiel gegen den SV Fuchstal mit 0:1 verlor.
„Man hat nicht gesehen, dass hier der Meisterschaftsfavorit gegen einen potenziellen Abstiegskandidaten gespielt hat“, sagte Stapfer nach dem Schlusspfiff. Der späte Anschlusstreffer durch den eingewechselten Simon Hofer in der 88. Minute kam aus Sicht des SCO-Trainers allerdings zu spät. Den Moorenweiser Sieg hielt er dennoch für verdient.
Dabei begann die Partie aus Sicht der Gäste vielversprechend. „Wir waren in der Anfangsphase gut drin und hätten auch die Führung verdient gehabt“, sagte Stapfer mit Blick auf die Großchance von Jakob Kuhbandner, der aber frei an Moorenweis-Torwart Andreas Pauker scheiterte.
Mit dem 1:0 durch Louis Pöltl übernahm dann aber mehr und mehr der Tabellenführer das Kommando. Die Entscheidung fiel nach einer Stunde, als Elias Dietrich im Strafraum gefoult wurde und den fälligen Elfmeter selbst zum 2:0 verwandelte. „Ein glasklarer Elfmeter, da gab es nichts zu deuteln“, räumte auch Stapfer ein.
Großes Lob verdiente sich auf Seiten der Gäste Torwart Alessio Di Pasquale, der seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden lange im Spiel hielt. So verhinderte er unter anderem, dass der frühere Oberweikertshofener Alexander Greif schon vor der Pause auf 2:0 erhöhte.
„Für uns läuft es momentan gut. Wir blicken optimistisch nach vorne“, sagte Moorenweis’ zweiter Abteilungsleiter Andreas Otter mit Blick auf die nächsten Aufgaben. Bereits am Donnerstagabend geht es für den Spitzenreiter in Deisenhofen weiter. (Dieter Metzler)