2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

Modus-Check: So funktioniert die Tabellenteilung in Dänemark

In der dänischen 3F Superliga nähert sich die Saison ihrem ersten großen Wendepunkt. Während in anderen europäischen Top-Ligen im März die entscheidende Phase der Rückrunde läuft, wird in Dänemark das Teilnehmerfeld nach dem 22. Spieltag radikal zweigeteilt.

von Gerd Jung · Heute, 16:18 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibne

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Hier ist ein Überblick über das dänische "Split-System", das für maximale Spannung und finanzielle Tragweite sorgt.

Der "Cut" nach 22 Runden: Ein Land, zwei Welten

Das System der Superliga ist darauf ausgelegt, die Anzahl der bedeutungslosen Spiele im Tabellenmittelfeld zu minimieren. Nach Abschluss der regulären Saison (jeder gegen jeden in Hin- und Rückspiel) wird die Tabelle in der Mitte gespalten:

  1. Die Meisterschaftsrunde (Mesterskabspil)

Die Teams auf den Plätzen 1 bis 6 bilden die Elite-Gruppe. Sie spielen in einer erneuten Hin- und Rückrunde (weitere 10 Spieltage) den dänischen Meister sowie die Teilnehmer an der Champions League und Europa League aus.

Der Clou: Alle Punkte und Tore aus den ersten 22 Spielen werden vollständig mitgenommen. Es gibt keinen Reset, aber die Leistungsdichte ist nun enorm hoch, da nur noch Top-Teams gegeneinander antreten.

  1. Die Qualifikationsrunde (Kvalifikationsspil)

Die Vereine auf den Plätzen 7 bis 12 kämpfen in einer eigenen Zehner-Runde gegen den Abstieg.

Abstiegskampf: Die beiden letztplatzierten Teams (Platz 11 und 12 der Gesamtabrechnung nach den Zusatzspielen) steigen direkt in die 1. Division ab.

Die "Hintertür" nach Europa für das Team, das auf Platz 7 landet (also die Abstiegsrunde gewinnt): Es erhält die Chance, in einem alles entscheidenden Play-off-Spiel gegen den Dritt- oder Viertplatzierten der Meisterschaftsrunde um ein Ticket für die UEFA Conference League zu spielen.

Tag der Abrechnung: Warum der 22. Spieltag über Schicksale entscheidet

In der aktuellen Tabelle der Saison 2025/26 zeigt sich die unbarmherzige Natur dieses Formats. Für Vereine wie den FC Kopenhagen, der aktuell um den Einzug in die Top-6 bangt, geht es um weit mehr als Prestige. Ein Abrutschen in die untere Tabellenhälfte bedeutet:

  • Finanzielle Einbußen: Keine Heimspiele gegen attraktive Top-Gegner (weniger Ticketing).
  • TV-Gelder: Die Vermarktungserlöse für die Meisterschaftsrunde sind signifikant höher.
  • Transfermarkt: Spieler in der Meisterschaftsrunde stehen international deutlich stärker im Schaufenster.

„Es ist der brutalste Modus in Europa“, kommentieren dänische Experten. „Wer am 22. Spieltag auf Platz 7 steht, kann eine noch so gute Resthistorie haben – die Chance auf die Meisterschaft ist ab diesem Moment mathematisch erloschen.“