
Hier ist ein Überblick über das dänische "Split-System", das für maximale Spannung und finanzielle Tragweite sorgt.
Der "Cut" nach 22 Runden: Ein Land, zwei Welten
Das System der Superliga ist darauf ausgelegt, die Anzahl der bedeutungslosen Spiele im Tabellenmittelfeld zu minimieren. Nach Abschluss der regulären Saison (jeder gegen jeden in Hin- und Rückspiel) wird die Tabelle in der Mitte gespalten:
Die Teams auf den Plätzen 1 bis 6 bilden die Elite-Gruppe. Sie spielen in einer erneuten Hin- und Rückrunde (weitere 10 Spieltage) den dänischen Meister sowie die Teilnehmer an der Champions League und Europa League aus.
Der Clou: Alle Punkte und Tore aus den ersten 22 Spielen werden vollständig mitgenommen. Es gibt keinen Reset, aber die Leistungsdichte ist nun enorm hoch, da nur noch Top-Teams gegeneinander antreten.
Die Vereine auf den Plätzen 7 bis 12 kämpfen in einer eigenen Zehner-Runde gegen den Abstieg.
Abstiegskampf: Die beiden letztplatzierten Teams (Platz 11 und 12 der Gesamtabrechnung nach den Zusatzspielen) steigen direkt in die 1. Division ab.
Die "Hintertür" nach Europa für das Team, das auf Platz 7 landet (also die Abstiegsrunde gewinnt): Es erhält die Chance, in einem alles entscheidenden Play-off-Spiel gegen den Dritt- oder Viertplatzierten der Meisterschaftsrunde um ein Ticket für die UEFA Conference League zu spielen.
Tag der Abrechnung: Warum der 22. Spieltag über Schicksale entscheidet
In der aktuellen Tabelle der Saison 2025/26 zeigt sich die unbarmherzige Natur dieses Formats. Für Vereine wie den FC Kopenhagen, der aktuell um den Einzug in die Top-6 bangt, geht es um weit mehr als Prestige. Ein Abrutschen in die untere Tabellenhälfte bedeutet:
„Es ist der brutalste Modus in Europa“, kommentieren dänische Experten. „Wer am 22. Spieltag auf Platz 7 steht, kann eine noch so gute Resthistorie haben – die Chance auf die Meisterschaft ist ab diesem Moment mathematisch erloschen.“