2026-06-17T14:51:57.883Z

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„Mittlerweile überwiegt der Blick nach vorne“ – Grafing-Coach im Interview

Fussball – Interview

von Johannes Hain · Heute, 09:27 Uhr · 0 Leser
Mit Leidenschaft bei der Sache: Grafings Herren-Trainer Stefan Holzmann (links) hier in der Relegation gegen Steinhöring, gehalten von Spieler Fabian Keller.
Mit Leidenschaft bei der Sache: Grafings Herren-Trainer Stefan Holzmann (links) hier in der Relegation gegen Steinhöring, gehalten von Spieler Fabian Keller. – Foto: SRO

Grafings Trainer Stefan Holzmann über die verlorene Relegation und ihre Folgen.

Der TSV Grafing war der Fußball-Kreisliga zum Greifen nah. Nach einer starken Saison und dem zweiten Platz in der Kreisklasse 6 (München) forderte die Mannschaft von Stefan Holzmann in der Relegation den TSV Steinhöring heraus. Vor großer Kulisse unterlag der Kreisklassist dem Lokalrivalen in Hin- und Rückspiel in Summe mit 0:4. Obwohl die Saison grundsätzlich positiv war, hinterließ das Scheitern in den Entscheidungsspielen durchaus Spuren.

Trainer Holzmann sagte dem Interview der Ebersberger Zeitung sofort zu, wollte aber nach der Anfrage noch ein paar Tage ins Land ziehen lassen, um die Relegation und die Saison zu reflektieren. Der Coach sprach über eben jene Erkenntnisse und verriet, dass zwei ehemalige Grafinger zurückkehren werden – Namen wollte er aber noch keine nennen: „Wir werden die Neuzugänge zur neuen Saison vorstellen. Jetzt geht es um den Abschluss der letzten Saison.“

Herr Holzmann, Sie haben Ihren Vertrag in Grafing verlängert. Was hat Sie dazu bewogen?
Stefan Holzmann: Ja, ich werde auch in der kommenden Saison Trainer bleiben. Die Entscheidung ist mir leicht gefallen, weil ich großes Vertrauen in die Mannschaft habe und überzeugt bin, dass noch viel Potenzial in dieser Truppe steckt.
Was sind Ihre Ziele?
Unser Ziel ist es, auf der starken vergangenen Saison aufzubauen, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt zu machen.
Haben Sie und der Verein die Niederlage in der Relegation bereits verarbeiten können?
Soweit das möglich ist, haben wir die Niederlage verarbeitet. Trotzdem macht man sich noch den einen oder anderen Gedanken darüber. Das ist auch vollkommen normal, denke ich, wenn man so knapp vor dem großen Ziel steht. Die Enttäuschung war groß, aber mittlerweile überwiegt der Blick nach vorne.
Welche Schlüsse ziehen Sie aus der Saison und der Relegation?
Wir haben eine gute Saison gespielt und mit dem zweiten Platz eine starke Leistung gezeigt. Dennoch hat die Relegation auch aufgezeigt, dass es Bereiche gibt, in denen wir uns verbessern müssen, offensiv wie defensiv. Das betrifft die Mannschaft genauso wie mich als Trainer. Genau daran werden wir arbeiten, und man muss die Möglichkeiten, die man sich erarbeitet, konsequenter nutzen.
Und die positiven Elemente?
Gleichzeitig haben wir gesehen, welche Qualität, welchen Zusammenhalt und welche Mentalität in der Mannschaft stecken. Diese positiven Erkenntnisse nehmen wir mit und wollen sie in der kommenden Saison noch stärker auf den Platz bringen.
Gibt es Veränderungen im Kader?
Ja, es wird ein paar kleine Veränderungen geben, drei Spieler werden etwas kürzertreten und unsere zweite Grafinger Mannschaft bei Not am Mann verstärken. Ein Spieler kommt aus der eigenen A-Jugend und zwei Spieler werden neu dazukommen. Ansonsten bleibt der Kern der Mannschaft zusammen, was für uns ein wichtiger Faktor ist. Dadurch können wir auf einer guten Basis aufbauen und die Entwicklung der vergangenen Saison weiter vorantreiben. Wir freuen uns auf die neue Spielzeit und sind überzeugt, dass wir mit unserem Kader erneut eine starke Rolle spielen können.