2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
Nach dem Abstieg aus der Landesliga schickt der SV Mitterteich (in Grün-Weiß) eine mit 22 Jahren im Durchschnitt sehr junge Truppe in den Wettbewerb der Bezirksliga Oberfranken Ost.
Nach dem Abstieg aus der Landesliga schickt der SV Mitterteich (in Grün-Weiß) eine mit 22 Jahren im Durchschnitt sehr junge Truppe in den Wettbewerb der Bezirksliga Oberfranken Ost. – Foto: Sportfoto Zink

Mitterteich: Sehr gute Vorbereitung, hart arbeiten, Team formen

Der Landesliga-Absteiger hat aktuell noch kein konkretes Saisonziel formuliert, wenngleich im Stiftland klar ist, dass die junge SVM-Truppe zu den Mitfavoriten in der oberfränkischen Bezirksliga gehört

Mit kurzen Unterbrechungen seit 1990 und seit 2012 spielte der SV Mitterteich in der Landesliga. Quasi zum Inventar dieser Spielklasse gehörend, wurden die Stiftländer schon als Landesliga-Dino bezeichnet. Nach einer nervenaufreibenden zurückliegenden Saison im Zeichen des Abstiegskampfs musste die Truppe von Trainer Frantisek Nedbaly in die Relegation. Bereits in der ersten Runde mit Hin- und Rückspiel ereilte den SVM gegen die zweite Mannschaft des Regionalligisten SpVgg Bayreuth das Aus. Nach dreizehn Jahren mussten die Stiftländer in den saueren Apfel des Abstiegs in die Bezirksliga beissen.

Wie schon in den beiden letzten Jahren (von 2010 bis 2012), in denen SVM nicht zum Starterfeld der Landesliga gehörte (da gab es noch eine Bezirksoberliga), werden die Mitterteicher wieder fußballerisch im Bezirk Oberfranken ihre sportliche Heimat finden. Zusammen mit dem Lokalrivalen und Aufsteiger TSV Waldershof bildet man das Oberpfälzer Exilanten-Duo in der Bezirksliga Oberfranken Ost.

Auf die am 20. Juli mit dem Auswärtsspiel beim SC Altenplos (bei Bayreuth) beginnende Spielzeit in dieser Spielklasse bereitet sich der SVM aktuell intensiv vor. Dabei konnte der neue Coach Mohammad Tamo (40) schon wichtige Erkenntnisse gewinnen. Mit dem 1:1- Unentschieden im Testspiel gegen den Ligakonkurrenten BSC Saas Bayreuth am vergangenen Sonntag - ein intensives Trainingswochenende war vorausgegangen - war Tamo zufrieden, sprach von einem gelungenen Start, da er die Wagnerstädter zum Favoritenkreis in der Bezirksliga Ost zählt. "Ein guter Start, aber es ist schon noch eine Menge zu tun. Die Jungs müssen meine Ideen erst noch verinnerlichen, da stottert noch einiges", so der Nachfolger von Frantisek Nedbaly zu den Oberpfalz-Medien. Der vom SSV Jahn Regensburg ins Stiftland gekommene Christian Zimmermann traf per Strafstoß ins Schwarze, dazu trugen auch Lukas Hausladen (vom TSV Waldershof) und Sandor Balogh (vom TSV Reuth) das erste Mal das SVM-Trikot.

Dass man als Absteiger automatisch zu den Mitfavoriten zähle, sei klar, doch übt sich der neue Trainer erst einmal im Tiefstapeln. Man besitze einen mit im Durchschnitt 22 Jahren sehr jungen Kader, was allerdings keine große Rolle spiele. Konkrete Saisonziele wurden noch nicht formuliert. Es wäre zunächst wichtig, eine sehr gute Vorbereitung zu absolvieren, professionell arbeiten und ein gutes Team zu formen, so Tamo. Seiner Meinung nach ließen unvorhersehbare Entwicklungen während einer langen Spielzeit sowieso kein langfristiges Ziel zu. "Mein Ex-Verein Röslau wurde in der Vorsaison mit 85 Punkten souverän Bezirksliga-Meister. Ich wurde mit Röslau auch schon einmal mit 56 Punkten Meister. Da spielen letztlich so viele Faktoren eine Rolle", berichtet Tamo von eigenen Erfahrungen.

Dass sich der Neue auf der Kommandobrücke als Fußballverrückter bezeichnet und alles dem Erfolg unterordnet, zeigt, dass Wille und Disziplin tragende Eigenschaften sind, ohne die ein Spieler bei ihm keine Berechtigung besitzt, auf dem Feld zu stehen. "Wer nicht läuft, wer nicht kämpft, der spielt nicht", so "Mo" Tamo. Dass sich das seine Spieler bereits verinnerlich haben, beweise das bisher gezeigte große Engagement, mit dem er hochzufrieden ist. "Die Euphorie ist bei uns riesengroß, alle freuen sich auf die neue Saison, auf die Arbeit mit dem neuen Trainerteam. Da geht einem das Herz auf", stellte der SVM-Chefanweiser gegenüber den Oberpfalz-Medien zufrieden fest.

Aufrufe: 027.6.2025, 13:00 Uhr
Werner SchaupertAutor