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Mittagsschicht oder Meisterjubel?

Werden sämtliche wichtigen Entscheidungen in der Saarlandliga an einem ganz normalen Arbeitstag ohne nachfolgenden Feiertag entschieden?

von sho · 13.05.2025, 10:14 Uhr · 0 Leser
Jubelt der Meister - eventuell die Spieler des FC Hertha Wiesbach - an einem ganz normalen Wochentag?
Jubelt der Meister - eventuell die Spieler des FC Hertha Wiesbach - an einem ganz normalen Wochentag? – Foto: Stefan Holzhauser

Wird der Aufstiegskampf sowie der Kampf um den Klassenverbleib an einem ganz normalen Arbeitstag ohne nachfolgenden Feiertag entschieden? Aktuell deutet sehr viel darauf hin.

Da haben sich wohl etliche Freunde der Saarlandliga etwas verwundert die Augen gerieben: Der letzte Spieltag dieser Saison ist mit Ausnahme der Partie zwischen Merchweiler und Quierschied (Samstag, 24. Mai, 15.30 Uhr) auf Mittwoch, 21. Mai, um 19 Uhr vorverlegt worden. Wie der Vorsitzende des Verbandsspielausschusses des Saarländischen Fußballverbandes, Josef Kreis, auf Nachfrage erklärte, hat dies folgenden Grund: Die Endspielteilnahme des FC Palatia Limbach gegen den Regionalligisten FC Homburg am 24. Mai. Da am letzten Spieltag die Limbacher Partie beim abstiegsgefährdeten FC Rastpfuhl Stand heute noch von enormer Bedeutung sein wird, konnte dieses Spiel nicht einzeln vorgezogen werden. Die Verbandsverantwortlichen haben aufgrund der zwei noch ausstehenden Spieltage einen Sechs-Punkte-Kreis um die noch vom Abstieg bedrohten Mannschaften gezogen. Und anschließend war klar, dass auch die drei Aufstiegskandidaten - zumindest Stand heute - ihre Partien vom letzten Spieltag vorziehen müssen. Die Partie zwischen Köllerbach und Borussia Neunkirchen wäre dabei durchs Raster gefallen, da es für die Borussen nach oben und unten quasi um nichts mehr geht. Allerdings empfangen die beiden Köllerbacher Aufstiegskonkurrenten Wiesbach (Herrensohr) sowie Jägersburg (Elversberg II) jeweils Gegner, die sich noch in diesem Sechs-Punkte-Feld der abstiegsgefährdeten Mannschaften bewegen. Und da sämtliche Auf- und Abstiegskonkurrenten am letzten Spieltag aus Fairnessgründen zeitgleich antreten müssen, bestand für den Verband keine andere Möglichkeit, als aktuell sämtliche davon betroffene Partien vorzuverlegen. Bei Merchweiler und Quierschied geht es dagegen nicht mehr um entscheidende Tabellenplätze, so dass bei der Begegnung zwischen diesen beiden Mannschaften eine Ausnahme gemacht werden konnte.

Kreis stellte aber noch einmal klar, dass durchaus die Möglichkeit bestehe, Spiele noch einmal auf den Samstag zurückzuverlegen - und zwar für denjenigen Fall, dass nach dem vorletzten Spieltag aufeinander treffende Mannschaften aus dem Sechs-Punkte-Umkreis (der dann ein Drei-Punkte-Umkreis sein wird) ausgeschieden sind. Sollte es in diesen Partien also für die jeweiligen Gegner nach oben oder unten hin um definitiv nichts mehr gehen, kann auch das Spiel am Wochenende stattfinden. Dies hätte den klaren Vorteil, dass die Abschlussfeste der einzelnen Mannschaften ohne Urlaubsantrag der Spieler für den nächsten Tag gefeiert werden könnten. Schließlich ist der Donnerstag, 22. Mai, ein ganz normaler Arbeitstag. Und am 21. Mai selbst müssen zusätzlich noch Schichten getauscht werden. Und wer dann am 21. Mai den Aufstieg oder den Klassenverbleib ausführlich feiert, wird mit Sicherheit am Morgen danach nicht mehr in der Lage dazu sein, auf der Arbeit zu erscheinen.