2026-04-01T09:09:12.390Z

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„Mit zwei weinenden Augen“: Mükayil Dalbudak hört im Sommer auf

Veränderungen wird es bei der U23 des TSGV Waldstetten geben.

von tsgv · Heute, 12:15 Uhr · 0 Leser
– Foto: Thomas Nast

Die U23 des TSGV Waldstetten spielt eine Saison, wie es sich die Verantwortlichen vorgestellt haben. Als Tabellenführer haben sie die fast ein halbes Jahr andauernde Winterpause angetreten. Einen großen Anteil daran hat Trainer Mükayil „Mücky“ Dalbudak, der eine starke Mannschaft noch einmal stärker gemacht hat. Dalbudak aber verlässt den Verein nach nur einer Saison wieder.

„Ja, da stimmt und ich verlasse den TSGV wirklich mit zwei weinenden Augen. Es ist unheimlich schwer, solch eine tolle Truppe und solch einen Verein verlassen zu müssen“, sagt Dalbudak selbst. Gemeinsam mit seiner Frau wird er Ende August eine lange geplante Weltreise antreten. Der Verkehrspolizist legt ein sogenanntes Sabbatical ein, darf ab dem 1. September 2027 in selber Rolle in seinen Job zurückkehren. „Meine Frau und ich haben uns vor fünf Jahren dazu entschlossen und jetzt hat sich ein entsprechendes Fenster geöffnet, deswegen werden wir diese Reise natürlich auch wahrnehmen“, erklärt Dalbudak.

Mit den beiden Sportlichen Leitern der U23, Ralph Jost und Maximilian Rembold, ist er in engem Austausch, über den Abgang freut sich niemand, was natürlich für Dalbudak spricht. In Windeseile hat er sich beim TSGV etabliert und wohlgefühlt. „Es ist natürlich schade, dass er uns nach nur einer Saison wieder verlässt, aber diese Weltreise ist eine Art Lebensentscheidung, die er gemeinsam mit seiner Frau getroffen hat und deswegen können wir das natürlich verstehen“, sagt Rembold. Jost und Rembold befinden sich bereits auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für Dalbudak, haben bereits erste Gespräche bereits geführt. „Wenn jemand eine neue Herausforderung im Sommer sucht, dann darf er sich natürlich gerne bei uns melden“, sagt Jost.

„Am Ziel Aufstieg halten wir weiter fest, da ändert sich auch nichts durch meinen Abgang, das ist doch klar“, sagt Dalbudak. Er werde die restlichen Spiele der Rückrunde auch nicht mehr genießen als vorher. „Ich habe es beim TSGV, bei dieser Mannschaft, vom ersten Tag an genossen. Das ist eine junge, hungrige, fleißige und sehr lernwillige Mannschaft, die ich vorgefunden habe. Da macht es einem als Trainer einfach nur Spaß“, sagt der U23-Coach. „Es ist ein Traum, diese Mannschaft zu trainieren“, fährt er fort. „Ich denke, dass sich die Mannschaft in diesem Jahr noch einmal weiterentwickelt hat, sie ist heute in einem noch besseren Zustand und spielt noch besseren Fußball“, fährt er fort. Das haben sie am vergangenen Wochenende wieder unter Beweis gestellt, als sie zum Re-Start den TSGV Rechberg mit 5:0 gewonnen haben.

Dennoch sei der Aufstieg kein Selbstläufer, vor allem den SV Frickenhofen schätzt Dalbudak sehr stark ein. „Es wird uns in den restlichen Spielen nichts geschenkt“, sagt er. Ohnehin hat der TSGV nur zwei Punkte Vorsprung an der Spitze. Die Dalbudaks werden aber nicht nur den TSGV Waldstetten vermissen, auch die beiden erwachsenen Töchter werden die Eltern nicht begleiten können. „Wir lassen die Kinder zurück und speziell bei meiner jüngeren Tochter ist es extrem schmerzhaft“, sagt Dalbudak. Im Sommer wird sie 20 Jahre alt. Sie tritt in die Fußstapfen des Vaters, macht aktuell eine Ausbildung bei der Polizei. Die größere der beiden lebt mit ihrem Ehemann in Stuttgart.

Was Dalbudak jetzt schon weiß: „Das erste Spiel nach unserer Rückkehr werde ich garantiert in Waldstetten anschauen.“ Dort wird er dann sehr willkommen sein, so viel steht fest.