
Der Ehrgeiz hat ihn doch noch einmal gepackt. Daniel Jankowski hatte seine aktive Laufbahn bereits mehr oder weniger beendet, doch er ließ sich noch einmal dazu bewegen, bei der SG Lühe die Fußballschuhe zu schnüren. Er hat es bislang nicht bereut, obwohl ihn Verletzungen aus der Bahn warfen.
Du hast eine bewegte Laufbahn hinter dir, von der Oberliga bis zur Kreisliga. Erzähl uns doch mal von deinen Stationen.
Ich würde das gar nicht so sehr an meinen Stationen festmachen. Was für mich immer entscheidend war, egal in welcher Liga, ich bin überall tollen, ehrgeizigen und offenen Menschen begegnet, auf und neben dem Platz.
Gerade weil im Amateurfußball alle den Spagat zwischen Job, Familie und Fußball meistern, bekommt Leistung noch mal einen ganz besonderen Stellenwert. Wie viel Engagement und Leidenschaft trotzdem eingebracht werden, ist alles andere als selbstverständlich.
Deshalb würde ich mir wünschen, dass noch mehr Leute den Weg auf die lokalen Sportplätze finden und so den Amateurfußball unterstützen.
Eigentlich hattest du deine Karriere nach einigen Verletzungen bereits aufgegeben. Aktuell hat es dich auch wieder erwischt. Wie kam es im letzten Sommer plötzlich zu dem Neubeginn bei der SG Lühe?
Dieter Junge hatte mich ursprünglich angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, im Hintergrund ein bisschen zu unterstützen. Natürlich wurde ich in dem Zuge auch gefragt, ob ich nicht einfach mal beim Training vorbeischauen möchte.
Ich bin dann mit der Idee hingegangen, gelegentlich mitzukicken. Aber ich war sofort begeistert. Sowohl vom Inhalt des Trainings als auch von der Energie innerhalb der Mannschaft. Keine Allüren, viel Spaß, aber gleichzeitig auch der Ehrgeiz, sich verbessern zu wollen. Das hat einfach richtig Laune gemacht.
Ihr habt eine starke Saison gespielt und das, obwohl immer wieder wichtige Leistungsträger verletzungsbedingt ausfielen. Was zeichnet euer Team aus?
Ich denke, wir nehmen die Situation so an, wie sie ist, ohne groß zu jammern – das überlassen wir dann eher anderen. Wir konzen-trieren uns lieber darauf, auf dem Platz Lösungen zu finden.
Dazu kommt ein engagiertes Trainerteam um Steffen, das uns gut vorbereitet und klare Ideen mitgibt. Gleichzeitig haben wir viele Jungs, die sich entwickeln wollen und die ihre Chance nutzen, wenn sie sich bietet.