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Mit viel Einsatz: MSV Duisburg schlägt Wiedenbrück

Regionalliga: In einem umkämpften Spiel schlägt der MSV Duisburg den SC Wiedenbrück knapp mit 3:1.

von Marcel Eichholz · 21.09.2024, 15:50 Uhr · 0 Leser
Der MSV Duisburg hat mit einem Sieg in die Erfolgsspur zurückgefunden.
Der MSV Duisburg hat mit einem Sieg in die Erfolgsspur zurückgefunden. – Foto: Marcel Eichholz

Was ihm zuletzt fehlte, hatte Duisburgs Cheftrainer Dietmar Hirsch unter der Woche klar angesprochen. Die Spieler würden zu wenig sprinten und zu wenige intensive Läufe auf den Platz bringen. Entsprechend fiel die Vorgabe für das Duell gegen den SC Wiedenbrück aus, bei dem der Coach gleich für einige Überraschungen in der Startelf sorgte. Mit Jakob Bookjans, Jan-Simon Symalla und Patrick Sussek mussten nämlich gleich drei technisch versierte Offensivakteure des MSV Duisburg zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Auf dem Rasen war in der Anfangsphase gleich ein deutlich präsenterer MSV zu sehen, als es noch in den vergangenen Wochen der Fall war. Die Gäste aus Ostwestfalen kamen damit zunächst überhaupt nicht klar und waren nur in der Defensive gefordert. Die Standards der Duisburger waren zwar besser als noch in Köln, doch die ganz große Torgefahr blieb aus, da die Wiedenbrücker Verteidiger immer einen Kopf oder Fuß in die Flugbahn des Balles halten konnten. Malek Fakhro verpasste nach Ecke von Leon Müller knapp (7.), keine 60 Sekunden später traf Gerrit Wegkamp aus kurzer Distanz nur den eigenen Mitspieler. Über die Außenbahnen versuchten Joshua Bitter und Can Coskun die Angreifer mit Vorlagen zu füttern, fanden aber zunächst kaum ein richtiges Durchkommen.

Mit viel Körpereinsatz hielt der SCW den Angriffen der Zebras entgegen, zuweil durchaus etwas zu viel. Es ging ordentlich auf die Knochen, was der Schiedsrichter Luca Marx nicht immer als Foul sah. Rund eine halbe Stunde war dann gespielt, als Bitter von rechts einlief, auf Coskun weiterleitete, der schließlich Kilian Pagliuca in der Mitte sah. Er stand genau richtig und erzielte mit einem Flachschuss das 1:0 für die Hausherren (27.). Keine drei Minuten später wäre beinah der zweite Treffer gefolgt, als SCW-Keeper Marcel Hölscher der Ball durch die Hände rutschte. Kurz vor der Linie konnte er aber noch zupacken. Aus dem Nichts kam der Ausgleich. Niklas Szeleschus nutzte einen Zusammenprall von Bitter mit einem Gegenspieler, um durch die Lücke in den Strafraum einzudringen. Flach vollstreckte er in die lange Ecke (37.). Das gab den Gästen gleich eine ordentliche Portion Selbstvertrauen, die Duisburger waren sichtlich beeindruckt und konnten nicht mehr so präsent sein. Jan-Lukas Liehr stellte kurz vor dem Pausenpfiff den Spielverlauf noch fast auf den Kopf, doch Max Braune bewahrte den MSV mit einer starken Parade vor dem Rückstand (43.).

Wechsel bringen den Erfolg

Auch nach dem Seitenwechsel spielte Wiedenbrück engagiert weiter nach vorn, die Zebras blieben verhaltener. Trotzdem hätten sie nach 51 Zeigerumdrehung auf 2:1 stellen müssen. Nach einem Fehler im Wiedenbrücker Aufbauspiel kam der Ball zu Wegkamp. Der Routinier entschied sich aber für den ungenauen Querpass auf Fakhro, anstatt es aus aussichtsreicher Position selbst zu versuchen. Im unmittelbaren Gegenstoß konnte Tobias Fleckstein in höchster Not gegen Sebastian Mai klären, der vollkommen frei im MSV-Strafraum auftauchte (52.). Wenig später reagierte Hirsch und brachte Mit Bookjans, Symalla und Sussek drei neue Akteure auf den Rasen. Das machte sich unmittelbar bemerkbar. Allein Symalla sorgte mit seinen ersten Aktionen für ordentlich Wirbel, fand allerdings keinen Mitspieler im Strafraum.

Als 65 Minuten auf der Uhr standen, wechselte Coskun mit einem langen Ball die Seite. Sein Zielspieler, Symalla, legte auf Bookjans zurück, der mit einem sehenswerten Dropkick-Schuss das 2:1 für den MSV erzielte. Das brachte den MSV zurück in die Spur, der fortan die Partie wieder kontrollieren konnte. In der Schlussminute folgte schließlich die Entscheidung. Jonas Michelbrink scheiterte zunächst an Hölscher, den zweiten Versuch versenkte Bookjans zum 3:1 (90.). Das angekündigte "Offensivfeuerwerk" blieb über weite Strecken aus und es war letztlich nicht mehr als ein Arbeitssieg. Die Forderungen vom Trainer konnten nur bedingt und temporär umgesetzt werden, es bleibt viel Luft nach oben