Mit Stimmen: Rosenberg steigt ab – Mitterkreith bleibt drin
Amberg/Weiden: Theuern schickt Rosenbergs Zweite in die A-Klasse +++ Zu zehnt gewinnt Windischeschenbach dank eines Traumtors via Verlängerung +++ Cham/Schwandorf: Klardorf muss in die Relegation
von Florian Würthele · Gestern, 20:28 Uhr · 0 Leser
Der TuS Rosenberg II (in Rot) muss den Gang in die A-Klasse antreten. – Foto: Jonas LöfflerStartschuss für die Relegation 2026 in der Oberpfalz! Drei Begegnungen bildeten am Mittwochabend den Auftakt für die „fünfte Jahreszeit“. Zwei freudestrahlende Mannschaften sah der Kreis Amberg/Weiden. Zum einen den TSV Theuern. Der A-Klassen-Vizemeister bog am Amberger Bergsteig einen Pausenrückstand in einen 2:1-Sieg um und wahrt seine Aufstiegschance. Dagegen steigt Gegner TuS Rosenberg II in die A-Klasse ab. Moral bewies Windischeschenbach. Im verregneten Immenreuth rang die SpVgg die SG Neustadt am Kulm/Tremmersdorf II trotz langer Unterzahl in der Verlängerung mit 1:0 nieder. Bedeutet: Windischeschenbach bleibt im Rennen um den Kreisklassen-Erhalt, während die SG auch nächste Saison in der A-Klasse startet.
Ein Entscheidungsspiel zweier punktgleicher Kreisklassen-Kellerkinder ging in Bruck im Spielkreis Cham/Schwandorf vonstatten. Ein abgebrühter SV Mitterkreith ließ den TSV Klardorf mit 3:0 von der Klinge springen und hält direkt die Klasse. Klardorf hingegen muss in die Relegation.
Relegation zur Kreisklasse Amberg/Weiden
Rosenberg II muss runter, Theuern wahrt sich die Aufstiegschance und zieht in die zweite Relegationsrunde ein: Das war die Quintessenz auf dem Sportgelände von Inter Bergsteig Amberg. Rund 350 Zuschauer sahen aber zunächst das Führungstor des TuS. In Minute 21 profitierte Maximilian Recknagel von einem Abwehrfehler des Gegners. Bis zur Pause ging es ausgeglichen weiter, mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Unmittelbar nach Wiederbeginn bekam Theuern einen Elfmeter zugesprochen, den Jonas Forster eiskalt verwandelte (47.). Und eine gute Viertelstunde später konnte die Götz-Elf das Spiel schließlich vollends drehen. Nach einer Hereingabe war wiederum Forster zur Stelle (64.). Dabei blieb es bis zum Schluss: Unterm Strich ein verdienter Sieg für den TSV, der nächste Woche in der zweiten Runde auf den Sieger der Partie Auerbach II gegen Weiherhammer prallt.
TuS-Coach Mario Gurdan: „In der ersten Halbzeit ging unser Plan auf und wir sind auch verdient in Führung gegangen. Leider konnten wir in der ersten Halbzeit nicht das 2:0 erzielen, Chancen waren da. Die zweite Halbzeit ging für uns äußerst schlecht los. Erst der Elfmeter, den Theuern zum 1:1 nutzte und dann das vermeidbare 1:2. Leider fehlte es uns in der restlichen zweiten Hälfte an Torgefahr und zwingenden Aktionen. Unterm Strich geht das 2:1 für Theuern in Ordnung. Wir, der TuS Rosenberg, gratulieren Theuern zum Sieg und wünschen ihnen in der restlichen Relegation alles Gute.“
Theuerns Vorstand Christian Schrott: „Wir sind froh und erleichtert, dass wir das Spiel für uns entscheiden konnten. Nach gutem Beginn haben wir wieder einmal unsere Chancen nicht genutzt und sind dann durch die erste Möglichkeit von Rosenberg II in Rückstand geraten. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft vor allem kämpferisch überzeugt und das Spiel gedreht. Unterm Strich ein hart erarbeiteter Sieg, jetzt freuen wir uns auf die nächste Aufgabe.“
Spannung war angesagt vor 650 Fans im verregneten Immenreuth! Die Entscheidung sollte erst in der Verlängerung fallen. Für das Tor des Tages zeichnete Monday Dario verantwortlich. Mit seinem Sonntagsschuss in der 94. Minute ließ er die Gelb-Schwarzen jubeln. Von der linken Strafraumecke schickte er den Ball unhaltbar in den Torknick. Bereits in der ersten Halbzeit hatte Windischeschenbach eine Ampelkarte gesehen, Josef Lebegern musste in der 31. Minute nach Foulspiel vom Feld. Die SG konnte ihre Überzahl ab diesem Zeitpunkt aber nicht zu ihren Gunsten nutzen, auch weil der entscheidende Pass oft nicht ankam. Zudem bleiben die vorhandenen Torchancen ungenutzt. Der Kreisklassist ließ sich die zahlenmäßige Unterzahl über weite Strecken nicht anmerken. Nach dem Gegentor verpasste Neustadt/Tremmersdorf in der der Verlängerung den Ausgleichstreffer, verfehlte unter anderem das verwaiste Tor. Zehn Windischeschenbacher kämpften bis zum Schluss, brachten den knappen Vorsprung ins Ziel und wahren ihre Chance auf den Klassenerhalt. Gegner in Runde 2 ist entweder Schwarzenbach oder die SG Waidhaus. Dagegen bleibt die SG weiter A-Klassist.
Florian Dötsch, Sportlicher Leiter der SG: „Am Ende war es einfach nur bitter und grausam. Ich denke, wir waren die klar bessere Mannschaft und hatten eine Vielzahl an Chancen, auch dann gegen zehn Windischeschenbacher. Aber das Ding wollte einfach nicht rein. Wie heißt es so schön: Wenn man das Tor vorne nicht macht, fängst du es hinten. Ich glaube, wenn der Gegner nach dem Spiel zu dir sagt, dass du es mehr verdient hättest, sagt das alles über das Spiel. Schade, Mund abputzen, nächste Saison greifen wir wieder an.“
SpVgg-Coach Andreas Kische: „Das ist Relegation. Zu zehnt fast 90 Minuten – inklusive der Verlängerung – gekämpft und die Seele auf dem Platz gelassen. Spielerisch war es sicherlich kein Leckerbissen. Man hat gemerkt, dass einige von uns noch nie so ein Spiel absolvieren mussten, schon gar nicht vor so vielen Zuschauern. Am Ende entscheidet ein Tor dieses Spiel, mit dem besseren Ende für uns. Danke auch an die Fans von Neustadt/Kulm-Tremmersdorf und natürlich unsere Anhänger, die während dieses Spiels 120 Minuten Vollgas gegeben haben. Nun steht die Runde zwei an, wir schauen was kommt und werden wieder alles geben!“
Entscheidungsspiel im Kreis Cham/Schwandorf
Wer hält direkt die Klasse und wer muss in die „Mühle“ Relegation? Diese Frage wurde in Bruck beantwortet. Weil die Teams aus Klardorf und Mitterkreith in der Kreisklasse Süd punktgleich ins Ziel gingen, musste ein Entscheidungsspiel her. Knapp 500 Zuschauer bekamen eine eiskalte und effiziente Kreither Mannschaft zu sehen. Dabei hatte der spätere Verlierer den schwungvolleren Start erwischte. Früh im Spiel schoss Klardorf einen Elfmeter an den Pfosten. Als abgebrühter entpuppte sich der SVM, der durch die Tore von Patrick Hauser (18./Kopfball nach Ecke) und Florian Niklas (27./per Elfmeter) auf 2:0 stellte. Anschließend wurde es hitziger. Mitterkreith schwächte sich selbst, Josua Müller sah kurz vorm Pausenpfiff die gelbrote Karte. Nach Wiederbeginn verpasste die Elf von Trainer Kai Hüttner in Überzahl den Anschlusstreffer – und fing sich stattdessen nach 65 Minuten das dritte Gegentor. Peter Gaab nutzte die erste Chance seines Teams in der zweiten Halbzeit. Damit war den Klardorfern der Stecker gezogen; sie müssen ihr Glück nun in der Relegation versuchen. Gegner dort ist der Verlierer der Partie Arrach gegen Wilting.