2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligabericht
Dennis Gerber und der VfB St.Leon sind kaum aufzuhalten.
Dennis Gerber und der VfB St.Leon sind kaum aufzuhalten. – Foto: Foto Pfeifer

Mit Siebenmeilenstiefeln Richtung Verbandsliga

Landesliga Rhein-Neckar +++ Der VfB St.Leon scheint unaufhaltsam zu sein +++ Die SGK lauert zumindest +++ Nußlochs findet spät seine Form

Von der Spitzengruppe bis zu den Abstiegskandidaten klafft zur Saisonhalbzeit eine große Lücke. Das Mittelfeld besteht aus maximal drei Mannschaften, für alle anderen ist nach oben wie nach unten alles drin. In unserem Zwischenfazit werfen wir einen Blick auf die Lage der Liga.

Unaufhaltsam

Fünf Siege zum Auftakt, sieben Siege am Ende und dazwischen ließ der VfB St.Leon obendrein kaum etwas liegen. Zu dieser Überlegenheit kommt das Torverhältnis von 44:7, was einen unweigerlich zu der Frage führt: Wer soll die Elf von Patrick Vogelbacher, die ihre Gegner mit ihrem laufintensiven Spiel so gut wie nicht zur Entfaltung kommen lässt, überhaupt stoppen?

"Wenn wir solche Komplimente bekommen, freut uns das, im Endeffekt ist unser Vorsprung aber gar nicht so groß", sagte der VfB-Coach gegen Ende der Vorrunde und hat damit Recht. Sechs Punkte hinter dem Spitzenreiter liegen mit der SG Heidelberg-Kirchheim und dem FC Türkspor Mannheim zwei Teams, die regelmäßig Siege einfahren und nur darauf lauern, dass die Gelb-Schwarzen stolpern.

Goldener Oktober bringt SGK in Lauerstellung

Die SGK ist eingespielt und hat ab Oktober acht ihrer neun Punktspiele gewonnen. "Wir hatten das Glück von Krankheiten und Verletzungen verschont worden zu sein", sagt Manuel Moser. Kirchheims Trainer musste derweil wichtige Moderationsarbeit leisten, um diejenigen bei der Stange zu halten, die weniger zum Zug kamen. Wenn die Heidelberger Südstädter mit dem gleichen Schwung aus der Pause kommen, wie sie in selbige gegangen sind, können sie St.Leon bis zum Schluss dicht auf den Fersen bleiben.

Der Torjäger

Ohne Patrick Greulich wäre der zweite Rang längst außer Reichweite. Mit 22 Toren führt der Stürmer des ASV Eppelheim die Torjägerliste souverän und mit neun Treffern Vorsprung vor St.Leons Dennis Gerber an. Zweimal schnürte der ehemalige Brühler sogar einen Viererpack.

Nach einem Schwächephase mit nur vier Punkten aus sechs Partien müssen sich die Eppelheimer vorerst hintenanstellen. "Wir haben unsere Ausgangslage selbst verschuldet, da wir gegen die Top drei allesamt verloren haben", sagt ASV-Trainer Frank Engelhardt, der sich immerhin im Jahresendspurt freuen durfte, da seine Kicker mit drei Siegen am Stück die erhoffte Schadensbegrenzung betrieben haben.

Jenseits von Gut und Böse

Elf Punkte Rückstand zur Aufstiegsrelegation und elf Punkte Vorsprung zur Abstiegsrelegation – mehr Mittelfeld geht nicht. Für die DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal ist Rang sechs mit Blick auf die vergangene Runde positiv zu bewerten. Nimmt man dafür diese Vorrunde als Maßstab, ist das Zwischenergebnis zu wenig, vor allem angesichts des einen Pünktchens, das die Köpfel-Kicker in den letzten vier Spielen des Jahres gesammelt haben.

Starke Jahresendspurt endet auf einstelligem Tabellenplatz

Ohne den Formanstieg ab Ende Oktober würde der FV Nußloch zweifellos auf einem Abstiegsplatz stehen. Die fast durchweg jungen Schützlinge von Trainer Bernd Bechtel, das Durchschnittsalter der Nußlocher bewegt sich um die 23 Jahre, haben eine lange Anlaufzeit benötigt. Nach zehn Punkten aus den letzten fünf Spielen sind die Schwarz-Weißen immerhin auf den neunten Rang geklettert.

Aber selbst als es punktetechnisch nicht laufen wollte, hat keiner beim FVN die Nerven verloren. "Wenn die Leistungen so wie der Tabellenplatz wären, müsste man sich Gedanken machen", sagte Bechtel als nach zehn Spielen lediglich sechs Punkte auf der Habenseite standen.

Nur ein Trainerwechsel

Letztes Jahr hatten sieben Klubs zur Winterpause nicht mehr den Trainer, der in die Saison startete. Diese Runde trifft das nur auf eine Mannschaft zu. Björn Laier, Aufstiegstrainer der SG Dielheim, hat sich nach fast sechs Jahren dazu entschieden, sein Amt in der Winterpause zur Verfügung zu stellen.

Der Aufsteiger tut sich erwartungsgemäß schwer in der Landesliga, hat den Klassenerhalt aber dennoch in der eigenen Hand. Nach dem Auftakt Anfang März gegen Eppelheim warten mit dem SC Rot-Weiß Rheinau und dem TSV Amicitia Viernheim gleich zwei Sechs-Punkte-Spiele.

Aufrufe: 03.1.2024, 12:30 Uhr
red.Autor