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Mit Regionalliga-Stürmer: Rödinghausen verpasst den Sieg in Espelkamp

SV Rödinghausens U23 fährt im Kellerduell beim FC Preußen Espelkamp mit Spielern aus der ersten Mannschaft groß auf, muss sich aber beim 2:2 mit einem Punkt begnügen.

von Andreas Gerth · 24.11.2025, 13:30 Uhr · 0 Leser
Schwer zu verteidigen: Diesen Kopfball von Zwei-Meter-Stürmer Cottrell Ezekwem kratzten die Espelkamper gerade noch von der Linie.
Schwer zu verteidigen: Diesen Kopfball von Zwei-Meter-Stürmer Cottrell Ezekwem kratzten die Espelkamper gerade noch von der Linie. – Foto: Andreas Gerth

Nicht mit dem erhofften Dreier, aber immerhin mit einem Punktgewinn haben die U23-Fußballer des SV Rödinghausen II die erste Saisonhälfte in der Westfalenliga beendet. Im Kellerduell beim FC Preußen Espelkamp erreichte die Mannschaft von Trainer Lennard Warweg ein 2:2 (1:1). Ob das für die Rödinghauser Zweite reicht, um auf einem Nichtabstiegsplatz zu überwintern, entscheidet sich am letzten Spieltag vor der Winterpause, wenn der Tabellen-14. FC Kaunitz und die anderen Mannschaften nachziehen.

Für das wichtige Direktduell bei den ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfenden Espelkampern hatten die Rödinghauser buchstäblich groß aufgefahren und Zwei-Meter-Stürmer Cottrell Ezekwem ins U23-Team beordert, ebenso Mittelfeldspieler Leonard Köhler und Noah Köse. Möglich wurde das durch die Absage des Regionalligaspiels in Wiedenbrück. Moralische Unterstützung für die SVR-Zweite gab es zudem von der Seitenauslinie durch Regionalliga-Trainer Dennis da Silva Felix, Co-Trainer Marco Beier und Sportchef Alexander Müller.

Trainer der Regionalliga-Mannschaft schaut zu

Entsprechend hatte Lennard Warweg seine bereits geplante Anfangsformation verändert, und die wurde bei Minusgraden im Sportpark Mittwald kalt erwischt. Bereits in der dritten Minute brach Preußen-Stürmer Rojhat Agackiran auf der rechten Seite durch und vollendete mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:0. Sebastian Kropp, der anstelle des erkrankten Hannes Kramp den SVR-Kasten hütete und seine Saisonpremiere gab, hatte den Ball kein einziges Mal vorher berührt.

Danach übernahmen die Rödinghauser Ball und Kommando und näherten sich dem Ausgleich an. Ein Kopfball von Cottrel Ezekwem, der bei Eckbällen von mindestens vier Espelkampern umringt war, kratzten die Gastgeber gerade noch von der Torlinie (14.), Harun Köse (30.) und Tim Schmid (35.) zielten knapp vorbei. „Wir waren spielbestimmend, aber zu schlecht im Torabschluss“, fasste Warweg zusammen. In solchen Fällen muss ein Standard her, beim Freistoßheber von Samih Uslu kam der frühere Rödinghauser Nik Jonas Deubel im Preußen-Kasten zu spät.

Fragwürdiger Handelfmeter

In der zweiten Halbzeit schien die Waagschale in Richtung der Rödinghauser zu kippen. Tim Schmid sorgte mit einem sehenswerten Treffer aus rund 20 Metern zum 2:1 (51.) für einen Re-Start nach Maß. „Souveränität und Ruhe haben wir aber nicht in unser Spiel bekommen“, monierte Warweg und sollte Recht behalten. In der 69. Minute war es erneut Rojhat Agackiran, der für die Espelkamper zum 2:2 zur Stelle war, nach einem aus Sicht der Rödinghauser fragwürdigen Handelfmeter. Dabei blieb es, „obwohl wir dem Sieg aus meiner Sicht näher waren“, so Lennard Warweg.

In der Schlussphase verzeichneten die Gastgeber einen Pfostentreffer, die Gäste besaßen die Chance auf den Siegtreffer durch Brinkjost. Das Ergebnis nach der ersten Saisonhälfte mit 16 Punkten aus 16 Spielen (vier Siege, vier Unentschieden, acht Niederlagen) „müssen wir akzeptieren und versuchen, es in der Rückrunde besser zu machen“, meint Warweg. Ab dem 22. Februar geht es weiter.