2026-05-15T09:36:57.455Z

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Mit Platz zehn deutlich hinter den Erwartungen geblieben

BSV-Co-Trainer David Schiavone zieht nach der Niederlage gegen Wolfenbüttel ein selbstkritisches Fazit zur Saison

von red · Gestern, 19:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Horst Vogler

Nach der späten 1:2-Heimniederlage gegen den MTV Wolfenbüttel überwog beim BSV Rehden nicht nur die Enttäuschung über das letzte Saisonspiel. Co-Trainer David Schiavone sprach offen über verpasste Chancen, fehlende Konstanz und eine Saison, die trotz des gesicherten Klassenerhalts hinter den eigenen Ansprüchen zurückblieb.

Die Enttäuschung war groß in den Waldsportstätten. Der BSV Rehden hatte gegen den MTV Wolfenbüttel über weite Strecken die Kontrolle, stand nach zwei späten Gegentreffern aber dennoch mit leeren Händen da. Für Co-Trainer David Schiavone spiegelte die Partie damit auch sinnbildlich den Verlauf der gesamten Spielzeit wider.

„Ich glaube, dass wir über 75 Minuten ein gutes Spiel gemacht haben und die bessere Mannschaft waren“, erklärte Schiavone nach dem Abpfiff auf der Homepage des Vereins bsv-rehden.de. „Wir hätten schon zur Halbzeit höher führen müssen und hatten auch zu Beginn der zweiten Hälfte weitere große Chancen, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden.“

Fehlende Konsequenz wird erneut bestraft

Nach der frühen Führung durch den abgefälschten Schuss von Beytullah Özer entwickelte sich zunächst eine Partie, die der BSV kontrollierte. Chancen durch Javier Jimenez Paris und Noah Wallenßus blieben jedoch ungenutzt. Genau darin sah Schiavone einen der entscheidenden Gründe für die Niederlage.

„Wenn du in so einem Spiel das zweite oder dritte Tor machst, nimmst du dem Gegner den Glauben“, sagte der Co-Trainer. „So haben wir Wolfenbüttel am Leben gelassen.“

In der Schlussphase machte sich schließlich auch der Kräfteverschleiß bemerkbar. Wolfenbüttel erhöhte den Druck, während Rehden sich kaum noch befreien konnte. „Wir haben eine Situation nach einer Ecke nicht sauber geklärt und später bei einer Flanke am langen Pfosten nicht konsequent genug verteidigt“, analysierte Schiavone die Gegentore zum 1:1 und 1:2.

Trotz der Niederlage wollte er seiner Mannschaft keinen grundsätzlichen Vorwurf machen. „Am Ende haben vielleicht ein bisschen Kraft und Konzentration gefehlt, um das Spiel über die Bühne zu bringen.“

Selbstkritischer Blick auf die gesamte Saison

Deutlich wurde Schiavone vor allem bei der Einordnung der gesamten Spielzeit. Zwar habe der BSV den Klassenerhalt „völlig verdient geschafft“, dennoch sei die Saison insgesamt enttäuschend verlaufen.

„Mit Platz zehn hatten wir ganz sicher andere Ziele, gerade wenn man sieht, welcher Kader uns zur Verfügung stand“, sagte Schiavone offen. „Da wäre definitiv eine bessere Platzierung möglich gewesen.“

Vor allem die fehlende Konstanz habe verhindert, dass sich der BSV dauerhaft im oberen Tabellenbereich etablieren konnte. „Wir haben es über 30 Spiele hinweg nicht geschafft, unser Potenzial konstant auf den Platz zu bringen“, erklärte der Co-Trainer. „Natürlich ist es wichtig, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben, aber wenn der Anspruch vor der Saison ein anderer war, dann muss man auch ehrlich sagen, dass am Ende eher Enttäuschung da ist als große Freude.“

Gleichzeitig hob Schiavone die Entwicklung der Mannschaft in der entscheidenden Saisonphase hervor. „Da haben wir Charakter gezeigt, sind als Mannschaft zusammengerückt und jeder ist für den anderen gelaufen und hat gearbeitet. Genau so muss Fußball sein.“

Mit Blick auf die kommende Saison formulierte der Co-Trainer bereits klare Ansatzpunkte. Besonders zuhause müsse der BSV wieder deutlich stabiler auftreten. „Unser Stadion muss wieder mehr zu einer Festung werden“, forderte Schiavone.

Zum Abschluss richtete er zudem Dankesworte an das Umfeld des Vereins und an Ex-Trainer Kristian Arambasic. „Kristian hat unglaublich viel für diesen Verein gegeben“, betonte Schiavone. „Ich wünsche ihm für seine neue Aufgabe in Jeddeloh auf jeden Fall alles Gute und viel Erfolg.“