
Der TSV Dachau 1865 steht auf Rang elf mit acht Punkten Vorsprung. Trainer Christian Doll setzt weiter auf das Leistungsprinzip.
Mit absolut positiver Stimmung geht der Fußball-Landesligist TSV Dachau 1865 in den zweiten Teil der Saison 25/26. 13 Spiele der Rückrunde stehen noch aus. Die Elf des Trainerteams Christian Doll und Sebastian Mitterhuber steht im Moment nach absolvierten 21 Spielen bei 25 Punkten auf Tabellenrang elf.

Der Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz – aktuell der FC Memmingen II – beträgt acht Punkte. Dieses Polster haben sich die Dachauer in den letzten vier Spielen mit zwei Siegen und zwei Unentschieden erarbeitet – und mit guten Leistungen.
In den Wochen davor sah es mitunter nicht so gut aus für die Dachauer. Sie waren einige Zeit der Bezirksliga näher als dem Klassenerhalt. Dabei war als Saisonziel ausgegeben worden, nach einer turbulenten Saison 24/25 von Beginn an nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.
Dass anfangs Punkte fehlten, hatte nach Überzeugung von Abteilungsleiter Jonas Hoffman und Trainer Christian Doll vor allem zwei Gründe: Die junge Mannschaft, in der viel Qualität stecke, habe sich erst erst finden müssen – und sie musste auch mit dem Trainerteam zusammenwachsen.
Im September und Oktober war die Lage besonders prekär. So holte die Mannschaft in diesen Wochen keinen einzigen Punkt gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenregion wie Hollenbach, Kempten, Oberweikertshofen und Memmingen II. Jonas Hoffmann fügte dazu noch an, dass man in Manching und Sonthofen Punkte verschenkt habe, obwohl man das bessere Team gewesen sei.
Die Wende gelang kurz vor der Winterpause mit Top-Leistungen. Die Dachauer blieben vier Spiele ungeschlagen, es gab Siege gegen Pfaffenhofen und Manching.
In manchen Spielen fehle dennoch ein Leader, der die junge Mannschaft führt, so Hoffmann. Dies sei auf mehrere Schultern verteilt, aber auch diese Strukturen müssten erst wachsen. „Das geht nicht so von einem Tag auf den anderen.“
Trainer Christian Doll ist mit der Entwicklung seiner Mannschaft zufrieden: „Wir müssen nichts verändern, der Weg ist gut, und wir setzen voll auf das Leistungsprinzip.“ Vor allem konditionell wolle man ganz vorne dabei sein, „da war auch schon bis zum Winter so“.
Das erste Punktspiel hat der TSV Dachau 1865 am 28. Februar zuhause gegen den TSV Rain (14 Uhr). Danach folgen richtungsweisende Spiele: in Oberweikertshofen, zuhause gegen Aystetten, in Ehekirchen und zuhause gegen Hollenbach.
Nicht mehr im Kader sind Manuel Ntum und John Papi. Beide haben sich dem Schlusslicht der Landesliga Südost SVN München angeschlossen. Trainer dort ist Dolls Vorgänger Gökhan San.
Auch Uli Gratzl wird nicht mehr für die Dachauer auflaufen. Er hat seinen Lebensmittelpunkt nach Salzburg verlegt.
Dem steht ein Neuzugang gegenüber: Fabien Ngounou Djayo kommt vom TSV 1860 Rosenheim. Der Innenverteidiger hatte seinen Anteil daran, dass Rosenheim die beste Defensive in der Landesliga Südost stellt.
Das nächste Vorbereitungsspiel findet am Samstag, 31. Januar, 13 Uhr, im Sportpark Ost gegen den SV Nord Lerchenau statt. Bereits am Dienstag geht es um 19.30 Uhr weiter mit dem Spiel gegen den vom ehemaligen Dachauer Trainer Fabian Lamotte betreuten FC Wacker München.