
Zum alles entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt empfing der VfR Bad Lobenstein den VfB Apolda im Koseltal. Dabei war vor der Begegnung klar, wer hier verliert, muss den bitteren Gang in die Kreisoberliga antreten.
SPIELBERICHT DES VfR BAD LOBENSTEIN // Thomas Eckert
Dementsprechend motiviert gingen die Koseltaler in die Partie und brannten in den ersten fünfzehn Minuten ein regelrechtes Feuerwerk ab. Einzigst die Chancenverwertung lies zunächst wieder zu wünschen übrig, als Markus Baer in der 7. und Oliver Hölzel in der 11. Minute erneut zwei Hochkaräter nicht zur längst fälligen Führung verwandeln konnten. Schließlich war es Janek Köcher vorbehalten, in der 12. Spielminute die Weichen auf Sieg zu stellen. Nach einer schönen Kombination über Tim Gössinger und Florian Wiechert kam der Ball zu Sebastian Mai. Dessen geblockten Schussversuch verwandelte Janek Köcher mit einem sehenswerten Schlänzer zur hochverdienten Führung. Danach nahmen die Gastgeber etwas Tempo raus und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel ohne nennenswerte Torchancen. Bis zur 40. Minute, als nach Freistoß ein Apoldaer Stürmer urplötzlich völlig frei am Fünfmeterraum auftauchte und glücklicherweise kläglich verstolperte. Schließlich wurden die Seiten mit einer knappen, aber verdienten Führung der Kurstädter gewechselt.
Wie die Koseltaler dann aus der Kabine kamen, war beeindruckend. Sie liesen nun keinerlei Zweifel mehr aufkommen, wer an diesem Tag das Feld als Sieger verlässt. Die Defensive um Kapitän Daniel Dittmar machte ein überragendes Speil und bescherte VfR-Keeper Richie Steinbach einen fast beschäftigungslosen Nachmittag. Und in Minute 54 fiel durch Sebastian Mai auch das beruhigende 2:0, als er nach langem Pass von Janek Köcher überlegt ins lange Eck traf. Danach wurde das Spiel etwas wild und das Schiedsrichterkollektiv war nicht immer Herr der Lage und zeigte auf beiden Seite fragwürdige Entscheidungen. Dafür blieb der VfR immer Herr der Lage und setzte in der 88. Spielminute nochmals einen schönen Schlusspunkt. Einen Steckpass von Simon Dittmar nahm Maurice Fuchs gekonnt mit, umkurvte noch einen Abwehrspieler und traf sicher ins lange Eck. Damit war das Spiel endgültig entschieden und die Klassenerhaltsparty konnte nach einer bemerkenswerten Rückrunde mit 24 Punkten aus 15 Spielen steigen.
Somit endete die Saison nach einer schwachen Hinrunde für den VfR noch versöhnlich und Apolda muss mit 37 Punkten den Abstieg verkraften. Die Koseltaler dagegen können mit einem guten Gefühl und Stolz in die wohlverdiente Sommerpause gehen und sich auf die nächste Landesklassensaison freuen. Wünschenswert wäre, dass in der nächsten Saison vielleicht wieder ein paar mehr Zuschauer den Weg ins Koseltal finden. Verdient hätte es diese verschworene Truppe allemal.