Florian Uhrhan trifft fünffach gegen Güdesweiler
Florian Uhrhan trifft fünffach gegen Güdesweiler – Foto: Verein

Mit fünffachem Uhrhan zum ersten Saisonsieg

Beim 9:1-Kantersieg des SV Humes gegen Güdesweiler trifft Florian Uhrhan fünfmal ins Schwarze.

Der SV Humes und die SG Lebach-Landsweiler II fahren die ersten Saisonsiege ein. Von den bislang ungeschlagenen Teams ist nur noch die SG Scheuern-Steinbach/Dörsdorf übrig geblieben. Die Mannschaft von Spielertrainer Patrick Beia siegt beim Vizemeister der vergangenen Saison zumindest in der Höhe unerwartet mit 6:1. Die SG NoWo unterliegt der SG Bostalsee knapp mit 1:2, der SV Habach zieht in Kutzhof mit 2:3 den Kürzeren.

SV Humes - SF Güdesweiler 9:1 (5:1). Das Spiel begann für die Hausherren nicht gerade prickelnd, denn bereits nach zwei Minuten hatte Alexander Kaiser seine Sportfreunde im Kellerduell aus halbrechter Position heraus in Führung geschossen. Was für Kaiser so verheißungsvoll begonnen hatte, endete sieben Minuten später umso tragischer. Nach einem Kopfballduell verdrehte sich Kaiser bei der "Landung" das Knie, musste lange Zeit behandelt und schließlich mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt werden. Von dieser Stelle baldige Genesung und alles Gute, auch vom SV Humes! Die Gastgeber wirkten angesichts des frühen Rückstandes und der Wichtigkeit der Partie in der Folgezeit etwas verunsichert und kamen erst nach etwa 25 Minuten zu ihrer ersten nennenswerten Torchance durch Steven Uhrhan, die Dennis Beining im Güdesweiler Tor mit guter Reaktion zunichte machte. Das 1:1 durch Stefan Stein nach 31 Minuten war nicht nur schön herausgespielt, sondern auch der Dosenöffner für den SVH, denn plötzlich lief es bei den Gastgebern. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich machte Florian Uhrhan ebenfalls nach schöner Kombination das 2:1 - Uhrhans erster von insgesamt fünf Streichen! Noch vor dem Pausengang ließen Stein, Lukas Schöne und erneut Uhrhan noch drei weitere Treffer, denen Schnitzer in der Gästeabwehr vorausgegangen waren, folgen. Nach Wiederbeginn ging bei Humes der Faden etwas verloren und so dauerte es bis in die Schlussphase hinein, ehe der Kantersieg unter Dach und Fach gebracht wurde. Florian Uhrhan schlug weitere drei Male zu, Tom Müller durfte sich ebenfalls noch in die Torschützenliste eintragen.

SG Lebach-Landsweiler II - SV Überroth 5:0 (2:0). Ein echter Befreiungsschlag ist auch der Mannschaft von Trainer Steven Cremers gelungen. Recht deutlich wurden die ersten Saisonpunkte eingefahren. Bevor Jan Mende für die SG die Führung erzielt hatte (35.), zappelte der Ball hüben wie drüben bereits einmal im Netz, allerdings fanden die Treffer wegen vorausgegangenen Hand- (SGL) und Foulspiels (SVÜ) zu Recht keine Anerkennung durch Schiri Robert Zenner. Mende sorgte noch vor der Pause schließlich für das wichtige 2:0 - ein Spiegelbild des ersten Tores! Beide Treffer wurden durch einen Pass in die Schnittstelle der Überrother Hintermannschaft von Tim Schirra vorbereitet. Zu Beginn der zweiten Hälfte bemühten sich die Gäste um den Anschlusstreffer, doch für echte Gefahr konnten sie aus dem Spiel heraus nicht sorgen. Lediglich bei Standards keimte so etwas wie Gefahr auf. Saleh Mohammed erhöhte nach einer Stunde Spielzeit auf 3:0 für die SG, diesmal hatte Mende nach einem Ballgewinn im Zentrum den Schützen in gute Position gebracht. Dem eingewechselten Nils Ziegler blieb es vorbehalten, die Treffer vier und fünf für Lebach zu markieren, bei seiner letzten Bude profitierte Ziegler etwas von einem Fehlpass des Überrother Keepers Volker Schnur, der unmittelbar vor Anpfiff für Stammtorwart Dennis Kirsch ins erste Glied gerückt war. Kirsch hatte sich beim Aufwärmen verletzt und musste anschließend passen.

SG Nahe - SG Scheuern-Steinbach/Dörsdorf 1:6 (0:2). Das war mal ein Paukenschlag! Zu Beginn der Partie sah es allerdings nicht danach aus. Beide hatten gute Tormöglichkeiten, die jedoch nicht genutzt wurden. So köpfte Simon Stegmaier auf Gastgeberseite aus aussichtsreicher Position den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei und auf der Gegenseite scheiterten die Gäste mit einem Schuss aus zentraler Position an Torwart Jonas Wolf, der dabei klasse reagierte. Wolf leistete sich allerdings anschließend einen Lapsus, der zur Führung der Gäste durch Noah Altmeyer führte. Unter Wolfs Armen hindurch findet Altmeyers Flachschuss den Weg ins Tor. Nur eine Minute später bereitet Altmeyer das 2:0 vor. André Dalphin schiebt trotz Bedrängnis zum 2:0 ein. Von diesem Doppelschlag sollten sich die Hausherren, die eigentlich ein gutes Spiel machten, allerdings zu fahrig mit ihren Torchancen umgingen, nicht mehr erholen. Zwar verkürzte Stegmaier nach einer knappen Stunde auf 1:2, doch kurze Zeit später stellte Luca Schmidt den alten Abstand wieder her. Apropos Luca Schmidt: Dessen Auftritt hatte mit dem 3:1 begonnen und mündete in einem lupenreinen Hattrick nach 72 Minuten. Zweimal wurde Schmidt im Strafraum gelegt, zweimal verwandelte der Gefoulte selbst. Dalphin legte nach Vorarbeit von Trainer Patrick Beia schließlich noch das 6:1 nach - ein echtes Ausrufezeichen des neuen und alleinigen Tabellenführers!

FC Kutzhof - SV Habach 3:2 (3:1). Das Topspiel des 5. Spieltages fand in Kutzhof statt. Der dort ansässige FC musste auf einige Leistungsträger, darunter Trainer Janik Bellia, verletzungsbedingt verzichten, was der guten Leistung allerdings keinen Abbruch tat. Der FCK begann stark, setzte den bis dato ungeschlagenen SV Habach sofort unter Druck, störte früh und bekam so das Geschehen unter Kontrolle. Folgerichtig fiel auch die verdiente Führung durch Adnan Hodzic nach einer Ecke an den langen Pfosten und einer Viertelstunde Spielzeit. Für das 2:0 sorgte Francesco Laino in Minute 27. Dabei schirmte er eine Hereingabe von außen gut ab und lochte aus acht Metern Entfernung unhaltbar ein. Der Anschlusstreffer für Habach war eher ein Zufallsprodukt, resultierend aus Kutzhofer Unzulänglichkeiten in der Abwehr. Zweimal hätte geklärt werden können, zweimal funktionierte dies nicht. Nutznießer war Habachs Tom Zewe (31.). Kutzhof ließ sich durch diesen Gegentreffer jedoch nicht aus dem Konzept bringen und setzte seine Spielweise des frühen Störens beziehungsweise Pressings weiter fort, was schließlich auch fruchtete. Laino wurde noch vor dem Seitenwechsel steil geschickt und überlupfte anschließend Torwart Torben Welter zum 3:1-Pausenstand. Nach Wiederbeginn nun andere Vorzeichen: Nun war es Habach, das den Ton angab. Mit Ausnahme gelegentlicher Konter war Kutzhof ausschließlich mit Defensivarbeit beschäftigt. Die Kutzhofer verteidigten, was das Zeug hielt, mussten dennoch die bittere Pille des zweiten Habacher Treffers schlucken. Nils Kockler ließ die Hausherren nach 78 Minuten nochmals zittern, doch mehr ließ die Mannschaft von Trainergespann Vogl/Bellia nicht mehr zu. Mit Glück und Geschick wurde der Sieg schließlich über die Ziellinie gebracht.

SG Bostalsee - SG Nohfelden-Wolfersweiler 2:1 (1:1). Die Gäste begannen stark, erspielten sich von Beginn an ein leichtes optisches Übergewicht, allerdings blieben echte Tormöglichkeiten zunächst aus. Die Führung der SG NoWo erzielte Frederik Staudt nach einem Einwurf und anschließendem Gewusel im Strafraum der SGB. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 25 Minuten absolviert. Staudt trat einige Zeit danach zu einem direkten Freistoß an, führte aus, die Gäste hatten bereits den Torschrei auf den Lippen, doch die Querlatte stand einem Treffer im Weg. In "Wembley-Manier" sprang die Kugel unter die Latte und von dort auf die Torlinie - kein Treffer! Den erzielte auf der Gegenseite Idris Lataev mit einem Geschoss aus gut und gerne 30 Metern. Der Ball schlug unhaltbar im Nohfelder Kasten zum 1:1 ein (34.) - gleichzeitig der Pausenstand! In der 62. Minute wechselte SGB-Trainer Christian Jung den Sieg ein. Moritz Barth wurde nur vier Minuten nach seiner Einwechslung im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfer versenkte Stefan Schätzel zum 2:1 für die SG Bostalsee, die dieses Ergebnis in einem emotionalen, intensiven und von Spannung geprägten Spiel mit Mann und Maus über die Zeit rettete. Bostalsees Pavel Novik, der in der 90. Minute zunächst mit einer Zeitstrafe vom Feld musste, ließ sich nach dem Schlusspfiff zu einer Provokation hinreißen und sah hierfür von Schiri Marcelo Moraga zu Recht die Rote Karte.

VfL Primstal II - SV Holz-Wahlschied 7:3 (4:1). Wenn der VfL Primstal II spielt, ist in punkto Tore meistens was los, so auch diesmal. Die Gäste machten den Auftakt: Jürgen Mang wurde lang geschickt, Schuss ins rechte untere Eck - schon stand es 1:0 für die Wagner-Elf (8.). Die sah sich kurz danach einem gefährlichen Primstaler Angriff ausgesetzt, doch Fabio Lanfranco schießt im Eins-gegen-Eins Torwart Kai Uwe Brück an. Marvin Simon macht es da schon besser. Er schließt einen super Primstaler Angriff über fünf Stationen mit dem 1:1 ab. Danach hat der VfL in Persona Niklas Schulz zweimal die Chance zur Führung, doch einmal schießt er knapp drüber, bei zweiten Mal pariert Brück im Holzer Kasten hervorragend. Kurze Zeit später rückt der Holzer Keeper erneut in den Mittelpunkt des Geschehens, nur dieses Mal geht der Schuss nach hinten los. Brück foult Yannick Schulz im eigenen Strafraum und ist beim anschließenden Elfer von Lanfranco chancenlos - das 2:1 für den VfL (32.), der vier Minuten danach nach Flanke von Yannick Schulz ein Kopfballeigentor provoziert. Lanfranco vs. Brück im Eins-gegen-Eins, das gab's zu Beginn der Partie schon einmal, diesmal macht es Lanfranco besser und sorgt für die deutliche 4:1-Pausenführung. Nach Wiederbeginn ging's sofort flott weiter, Marvin Simon erhöhte nach Pass von Jannik Spengler auf 5:1, was Robin Jochem mit dem 5:2 konterte. Aber auch der VfL war nicht um eine Antwort verlegen und machte durch Nils Hoffmann das 6:2 (52.). Derselbe Spieler markierte nach einem Freistoß aus acht Metern das 7:2. Doch auch dies war noch nicht das Ende des Spektakels. Dies blieb Christoph Debrand vorbehalten. Der verwandelte einen fragwürdigen Foulelfmeter mit dem 3:7 aus Sicht der Gäste.

SG Oberkirchen/Grügelborn - FC Uchtelfangen 2:2 (1:1). Die Gäste aus dem Illtal fanden besser in die Partie als die SG. Daher war die frühe Führung durch Merxas Acar nach sechs Minuten folgerichtig und auch verdient. Uchtelfangen erspielte sich auch in der Folgezeit gute Tormöglichkeiten, um das Ergebnis höher zu gestalten, doch entweder scheiterte man im Abschluss, spätestens aber an SGO-Keeper Leon Keller. Auf der Gegenseite bewies SGO-Trainer Lukas Biehl wieder mal Torjäger-Qualitäten. Er sorgte nach einem Konter zehn Minuten vor dem Seitenwechsel für den Ausgleich. Die zweite Hälfte war dann zunächst ausgeglichener und Robin Ruloff brachte die Mannschaft von Trainer Sascha Heintz auf die Siegerstraße, von der der FCU jedoch wieder abbiegen musste, denn Biehl schlug, bevor er angeschlagen das Feld verlassen musste, erneut zu (66.). Bis zum Schlusspfiff verteidigten die Hausherren den einen Punkt mit großem Einsatz, hätten fast sogar gewonnen, doch ein Treffer von Max Schaadt wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung von Schiedsrichterin Xenia Lawinger die Anerkennung verweigert. "Aufgrund der Spielanteile ist der Punktgewinn für uns heute als glücklich zu bezeichnen, unser Torwart Leon Keller hat uns im Spiel gehalten", so SGO-Trainer Lukas Biehl abschließend.

FC Blau-Weiß St. Wendel - SC Alsweiler 5:2 (0:0). Die Mannschaft von Trainer Stefan Schön spielte gegen sehr tief stehende Gäste von Beginn an im Aufbau ganz ordentlich nach vorne, kontrollierte klar das Geschehen, hatte die Partie jederzeit im Griff, doch der letzte, entscheidende Pass kam nicht, so dass lediglich eine Serie von Eckbällen bei den Offensivaktionen heraus sprangen, aus denen ebenfalls kein Kapital geschlagen wurde. Dies sollte sich unmittelbar nach Wiederanpfiff ändern. Blau-Weiß startete einen Angriff über fünf, sechs Stationen, ohne dass ein Alsweiler Spieler an den Ball kam, und Luca Schmidt erzielte den ersten von seinen drei Treffern an diesem Tag. Fünf Minuten später folgte ein langer St. Wendeler Ball in die Spitze, Gerangel zwischen SCA-Akteur Dario Peri und einem St. Wendeler Angreifer, plötzlich ein Pfiff und Schiri Roland Küster schickt Peri wegen Foulspiels als letzter Mann mit glatt Rot vom Feld. Eine etwas zu harte Entscheidung, da Torwart Dominik Markowski auch ohne Zutun Peris in Ballbesitz gekommen wäre. Den anschließenden Freistoß setzt Schlitzohr Daniel Bernard an der schlecht postierten Mauer vorbei in die Alsweiler Maschen (52.). Luca Schmitt erhöht danach auf 3:0 - alles klar? Nicht ganz, denn als Alsweiler nach einem langen Ball in die Spitze durch Sebastian Rauber auf 1:3 verkürzt, ist der Spielfluss bei St. Wendel für eine Weile dahin, es läuft plötzlich nichts mehr zusammen. Dennoch markiert Schmitt das 4:1, was SCA-Trainer Christopher Linn nach einem Torwartfehler mit dem 2:4 kontert, bevor der eingewechselte Torsten Wirges mit seinem Tor zum 5:2 den Endstand besiegelt.

Aufrufe: 04.9.2022, 19:26 Uhr
Michael MeiserAutor