
Es war eine Konstellation, die von vornherein viel Spannung versprochen hatte. In der DTZ-Technik-Kreisliga des KFV Wittenberg trennten den SV Reinsdorf und den punktgleichen TSV Blau-Weiß Prettin vor dem letzten Spieltag gerade einmal vier Treffer in der Tabelle. Entsprechend aufregend verliefen am Sonntag auch die letzten 90 Minuten der Saison.
Der SV Reinsdorf nahm im Fernduell um den Titel ein Vier-Tore-Polster mit ins Auswärtsspiel beim Tabellenachten FSV Rot-Weiß Bad Schmiedeberg. Und der Spitzenreiter löste seine Aufgabe sehr souverän. Paul Daßler brachte die Gäste schon früh in Führung. Auch in der Folge sollte der 24-jährige Angreifer der alles überragende Mann sein: Sechs Treffer gingen beim 8:0-Erfolg der Reinsdorfer auf Daßlers Konto. Doch das sollte am Ende nicht für die Meisterschaft genügen.
Denn der TSV Blau-Weiß Prettin war im Heimspiel gegen das Schlusslicht SV Graf Zeppelin Abtsdorf II noch deutlich häufiger erfolgreich. Mit dem 4:0-Zwischenstand rückten die Prettiner schon zur 20-Minuten-Marke an den SV Reinsdorf heran. Zur Pause führten die Blau-Weißen bereits mit 7:1. Und spätestens als das Toreschießen rund um die Stundenmarke nahezu im Minutentakt weiterging, war der Titel greifbar. Am Ende stand ein 15:1-Heimerfolg, mit dem die Blau-Weißen nicht nur den 8:0-Erfolg der Reinsdorfer, sondern auch deren Vier-Tore-Polster überflügelt hatten.
Mit der um zwei Treffer besseren Tordifferenz krönte sich der TSV Blau-Weiß Prettin also - dank des zweistelligen Kantersiegs am letzten Spieltag - doch noch zum Meister der DTZ-Technik-Kreisliga. Doch für den SV Reinsdorf gibt es einen großen Trost: Weil sich die beiden Erstplatzierten für die Kreisoberliga des KFV Wittenberg qualifizieren, stand der Aufstieg schon vor den (aufregenden) letzten 90 Minuten der Saison fest.