– Foto: Janine Volbert

Mit den „Rückkehrern“ kehrt der Erfolg zurück

Erster gegen Fünfter war das imaginäre Spitzenspiel der Landesklasse 1. Mit der BSG Chemie Kahla kam eins der stärksten Auswärtsteams an die Orla.

Und tatsächlich wurde der Spitzenreiter von den Porzellanstädtern gefordert...

BERICHT von Adi Volbert // SV BW '90 Neustadt/Orla

Trotz des winterlichen Einbruchs war der Rasenplatz auf der „Roten Erde“ gut zu bespielen. Die Gäste aus Kahla machten die Räume in der eigenen Defensive eng und ließen die Blau-Weißen, trotz ihrer Dominanz keine zwingenden Chancen erarbeiten. Mit schnellem Umschaltspiel suchten das junge Kahlaer Team die Orlastädter zu beeindrucken. Trainer Rene Grüttner musste seine gesamte Defensive auf Grund von Krankheit und Verletzungen umstellen und besonders 4 „Rückkehrer“ ließen am Ende wenig zu. Kahla war gefährlich bei ruhenden Bällen. Ein solchen Moment führte zum vermeintlichen Führungstreffer, aber an der Linie erkannte man Peter Rauscher in der Abseitsposition, so daß der Treffer keine Anerkennung fand (13.). Das war wie ein Weckruf für die Hausherren. Elia Walther verfehlt im Zusammenspiel mit Robin Lee Engler nur knapp sein Ziel und auch Bernhard Grimm am zweiten Pfosten kommt nicht mehr an den Ball (21.). Dann eine strittige Entscheidung vom jungen Schiedsrichter, der ein klares Handspiel ausserhalb des Strafraumes von Torhüter Andre Wolfram ohne Karten beließ (27.). Glück für die Chemiker, die nur einen Freistoß in zentraler Position hinnehmen mussten. Nach einer guten halben Stunde dann der verletzungsbedingte Wechsel, als Pedrinho, der nach seiner Fußverletzung erstmals wieder auf das Spielfeld zurückkehrte, mit einer Rückenverletzung das Feld verlassen musste. Gute Besserung von dieser Seite. Franz Wietasch nahm seine Position ein. Ein weiterer Rückkehrer, Matti Szalek chipt den Ball ins Zentrum, Jo Castañares bringt Bernhard Grimm in Position, der aber bei seinem Torversuch wegrutscht und die gute Möglichkeit verstreicht (37.). Kahla blieb in dieser Phase weiter bei Standards gefährlich. Zum psychologisch wichtigem Zeitpunkt dann der Nackenschlag. In der Nachspielzeit kommt der Freistoß von Elia Walther auf den Kopf von Startelfrückkehrer Jo Castañares, der die Neustädter Führung markierte (1:0, 45+2).

Nach einer guten und offenen ersten Hälfte konnten die 227 Zuschauer sich auf eine noch bessere zweite Halbzeit freuen. Mit Wiederbeginn legten die Neustädter dann noch einen Gang zu und begannen druckvoll. Elia Walther kommt über schnell über die rechte Seite und im Zentrum wehrt Torhüter Andre Wolfram erst Jo Castañares Kopfball und dann Bernhard Grimms Schuss aus kurzer Distanz ab (46.). Nur eine Minute später trifft Matti Szalek das Gebälk und auch der zweite Versuch von Jo Castañares landet nur am Pfosten (47.). Nur eine weitere Minute später ist erneut die Kombination Szalek/Castañares am Start, diesmal erfolgreicher. Matti Szalek spielt auf Jo Castañares, der mit seinem Kopf den herauslaufenden Torhüter überlupft und die Führung ausbaut (2:0, 48.). Die Grüttnerschützlinge holten dann einmal Luft zwischendurch, diese Atempause nutzt Kahlas Torschütze vom Dienst Niels Frank mit einem platzierten Schuss aus 20 Metern ins Neustädter Gehäuse (2:1, 57.). Die Antwort der Blau-Weißen liess nicht lange auf sich warten. Elia Walthers Ecke nimmt Bernhard Grimm volley und trifft freistehend (3:1, 60.). Spätestens ab jetzt lief die Elf der „Rückkehrer“ in Höchstform auf und zeigten den Chemikern ihre Grenzen auf. Erneut ist es Bernhard Grimm, der aus Kurzdistanz, nach tollem Kombinationspiel mit Robin Lee Engler, nicht den Ball über die Linie bringt (66.). Moses Walther, der für den zweifachen Torschützen Jo Castañares ins Spiel kam, köpft nur um Zentimeter am Kahlaer Gehäuse vorbei (76.). Flankengeber war ein weiterer Rückkehrer. Sandro Badermann hat nach fast neunmonatiger Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback feiern können und war ein sicherer Bestandteil der neugeformten Neustädter Defensive. Erneut war Elia Walther der Ausgangspunkt für einen weitern Neustädter Treffer, als sein Freistoß in den Rückraum zu Franz Wietasch kommt, dessen eiskalter Schuss von der Strafraumgrenze den Deckel drauf macht(4:1, 85.). Mit dem Schlusspfiff krönt Elia Walther seine tolle Leistung mit dem fünften Neustädter Treffer (5:1, 90).

Fazit: Mit diesem Schlusspunkt zeigte die Neustädter Elf, dass sie sich nicht von der Niederlage in Greiz beeindrucken liess und es keinen Sturzflug a la Union Berlin geben wird. Am nächsten Wochenende ist man dann zum letzten Auswärtsspiel in Jena- Zwätzen zu Gast.

Aufrufe: 021.11.2022, 08:30 Uhr
Adi VolbertAutor