
Am Freitag, 20.03.2026, gastiert der F.C. Hansa Rostock am 30. Spieltag der 3. Liga zum nächsten Topduell beim SV Wehen Wiesbaden. Ab 19 Uhr bietet sich den formstarken Gästen von der Ostsee die große Chance, mit einem Auswärtssieg über Nacht auf den zweiten Tabellenplatz zu springen. Allerdings wartet mit der zweitbesten Heimmannschaft der Liga, die zuletzt sieben Heimspiele in Serie gewann, eine extrem schwere Hürde auf das Team von Trainer Daniel Brinkmann. Hansa ist gewarnt, denn bei einer Niederlage würde Wehen Wiesbaden in der Tabelle sogar an Hansa vorbeiziehen und selbst noch einmal richtig angreifen. „Wir wissen, dass Wiesbaden gerade unter dem neuen Trainer jetzt die letzten sieben Heimspiele gewonnen hat“, warnt Brinkmann voller Respekt in der Pressekonferenz.
Die Ausgangslage vor diesem Freitagabendspiel könnte spannender kaum sein. Die Rostocker reisen als Tabellensechster mit 50 Punkten zum Tabellenachten nach Wiesbaden, der mit 48 Zählern in Lauerstellung liegt. Gewinnen die heimstarken Gastgeber, ziehen sie an den Hanseaten vorbei und greifen im Aufstiegsrennen noch einmal richtig an. Die Mannschaft von Hansa-Trainer Daniel Brinkmann hat hingegen die große Chance, mit einem Auswärtssieg ein dickes Ausrufezeichen zu setzen.
Da es sich um ein Freitagsspiel handelt, würde der Verein mit einem Sieg auf Platz zwei übernachten. Um dauerhaft auf dem direkten Aufstiegsplatz zu verbleiben, müsste Hansa allerdings darauf hoffen, dass die über ihnen stehenden Konkurrenten an diesem Wochenende patzen.
Die Rostocker befinden sich derzeit in bester Verfassung. Die vergangenen vier Partien wurden allesamt ohne Niederlage gestaltet, darunter auch wegweisende Duelle gegen Rot-Weiss Essen (3:1), den Tabellenzweiten Energie Cottbus (0:0) und am jüngsten Spieltag ein fulminantes 5:1 gegen den MSV Duisburg. Mit solchen Ergebnissen gegen die direkten Konkurrenten und besten Teams der Liga lassen sich die Aufstiegsambitionen noch einmal richtig unterstreichen.
Der SV Wehen Wiesbaden hat auf eigenem Platz bereits 31 Punkte gesammelt und unter anderem den FC Energie Cottbus, den SC Verl und den MSV Duisburg vor heimischer Kulisse besiegt. Zuletzt gewannen die Wiesbadener sieben Heimspiele in Serie und belegen in der gesamten Rückrundentabelle den starken zweiten Platz.
Am vergangenen Wochenende holten sie dabei ein 0:0 beim wiedererstarkten TSV 1860 München unter Trainer Markus Kauczinski. „Das ist eine sehr heimstarke Mannschaft. Wir kommen aber auch mit breiter Brust, insofern kann man sich auf ein Spitzenspiel schon einstellen. Also wir fühlen uns gut gerüstet, gut vorbereitet und alles andere wird das Spiel zeigen“, erklärte er selbstbewusst in der Pressekonferenz.
Verzichten muss der F.C. Hansa am Freitag jedoch auf Mittelfeldspieler Jonas Dirkner, der sich im Spiel gegen Duisburg verletzte. „Jonas hat sich in dem Spiel verletzt. Es ist dann immer relativ naheliegend, dass es um eine Innenbandgeschichte geht“, erklärt Brinkmann in der Pressekonferenz vor dem Spiel. „Wir können heute nicht ganz genau sagen, wann er da wieder ins Training einsteigt, es ist dann auch immer so ein bisschen die Frage, wie er mit dem Schmerz dann klarkommt. Ich glaube jetzt nicht, dass er uns ewig lange fehlen wird, aber eine gewisse Zeit wird er nicht dabei sein.“
Mut machen dürfte den Gästen jedoch der Blick auf das Hinspiel, das Rostock vor 24000 Zuschauern mit 3:0 für sich entschied. Damals sorgten Ryan Don Naderi, Rechtsverteidiger Jan Mejdr und ein Eigentor von Jakob Lewald für den Sieg. Kuriositäten bot die Partie ebenfalls: Sowohl Rostocks Andreas Voglsammer als auch Wiesbadens Fatih Kaya scheiterten jeweils vom Elfmeterpunkt.
Trotz des Wiesbadener Aufschwungs glaubt Hansa fest an die eigenen Qualitäten. Der Gegner ist laut dem Rostocker Chefcoach enorm vielseitig: „Ja, ich glaube, es sind viele Facetten. Sie sind relativ konstant. Gut im Block, können aber auch aggressiv dann vorschieben, Gegner unter Druck setzen, arbeiten sich Chancen heraus, sowohl im Umschalten und sind in Standardsituationen sehr gefährlich. Eine Mannschaft, die einfach auf unterschiedlichen Wegen einen Gegner auch ärgern kann. Und das machen sie aktuell einfach in einer guten Form und das macht sie dann eben auch entsprechend unberechenbar und gut“, stellte Brinkmann in der Pressekonferenz heraus.
Dennoch ist die Philosophie der Hanseaten eindeutig und leidenschaftlich auf Spielkontrolle ausgerichtet. Brinkmann gibt die Marschroute unmissverständlich vor: „Unsere Mannschaft ist einfach eine Truppe, die den Ball haben möchte. Und wenn sie ihn nicht hat, dann wollen sie sich den Ball wiederholen.“
Diese Entschlossenheit soll am Freitagabend den Ausschlag geben, wenn Hansa Rostock den nächsten großen emotionalen Schritt in Richtung 2. Bundesliga machen will.