
Während die Verfolger in den vergangenen Wochen allesamt Punkte auf der Strecke ließen, ist der SSC Weißenfels in der Verbandsliga Sachsen-Anhalt weiterhin voll auf Oberliga-Kurs. Gegen den SSV Havelwinkel Warnau landete der Spitzenreiter am Sonnabend jahresübergreifend bereits seinen zehnten Dreier in Folge.
"Am Ende ist es ein verdienter Sieg, der trotzdem schwer erarbeitet war", sagte SSC-Coach Maximilian Oha in der Pressekonferenz nach der Partie. Denn die Gäste aus dem weit entfernten Havelwinkel machten es den Weißenfelsern mit ihrer engagierten Arbeit gegen den Ball sehr schwer. "In der Verbandsliga gibt es keine einfachen Siege", bekräftigte Oha.
Lange war der SSC angelaufen, bis dann Felix Schneider den Knoten zum Platzen brachte. "Das 1:0 ist ein Ping-Pong-Tor, das schießt man gerade in so einer Phase, in der wir aktuell sind", sagte Oha. Über Umwege fand der Ball zu Schneider, der ihn aus wenigen Metern über die Linie drückte. "Da will ich mich auch nicht drüber beschweren", ergänzte der SSC-Coach mit einem Schmunzeln.
Und doch: Gerade wegen der vielen ausgelassenen Möglichkeiten fand das Trainerteam des Spitzenreiters in der Halbzeit klare Worte. "Wir haben gesagt, dass wir viel mehr Druck machen wollen", berichtete Oha. Im Wissen, dass das 1:0 ein Ergebnis ist, "bei dem eine Aktion reicht", um die Siegesserie zu beenden.
Mit geschärften Sinnen kamen die Weißenfelser dann aus der Pause, blieben im Ballbesitz dominant - und gestalteten das Ergebnis in der Schlussphase dann auch deutlicher. Wieder war es Felix Schneider, der in der 81. Minute erhöhte. "Dass Felix wieder zwei Tore gemacht hat, freut mich sehr. Er ist super drin", sagte Oha über den 22-jährigen Doppelpacker. Den Schlusspunkt zum 3:0-Endstand besorgte dann Timm Koch in der 90. Minute.
Damit liegt der SSC Weißenfels weiterhin voll auf Oberliga-Kurs. Zehn Punkte beträgt der Vorsprung auf die ersten Verfolger SV Fortuna Magdeburg und 1. FC Bitterfeld-Wolfen. Noch dazu hat der Saalesportclub noch eine Nachholpartie in der Hinterhand, könnte den Abstand also noch weiter vergrößern. Und auch die aktuelle Fabelserie spricht für den Spitzenreiter: zehn Siege in Folge. Dazu blieb der SSC in sieben der letzten acht Partien ohne Gegentreffer. Wer soll diese Dominanz noch stoppen?