2025-12-17T10:26:01.779Z

Spielbericht
– Foto: SV 08 Steinach

Missglückte Premiere gegen Theaterstädter

Am Ende stand ein klares 2:6 aus Sicht der Hausherren an den großen Tafeln des Kassenhäuschens im Stadion am Fellberg.

Es war die langerwartete Premiere auf Naturrasen für den SV 08 Steinach, die letztendlich gegen den designierten Aufsteiger aus Meiningen deutlich in die Hose ging.

Dabei öffnete sich der Fußballvorhang im Stadion am Fellberg mit Verspätung, denn die Gäste aus der Theaterstadt wurden von der Vollsperrung der Verbindungsstraße zwischen Lauscha und Steinach überrascht. „Wir hatten eine fast zweistündige Anreise, weshalb die Partie später losging“, sagte VfL-Trainer Timo Krautwurst zur Anreise. Und in den ersten Minuten schienen die Gäste auch gedanklich noch im Auto festzuhängen. Mit robuster Spielweise versuchte der SV 08 Steinach den Tabellenführer einzuschüchtern. Doch bereits nach zehn Minuten mussten die Häusler-Schützlinge den ersten Nackenschlag verkraften. Bei einem VfL-Angriff über die rechte Seite fand Sauerbrey im Zentrum Förtsch, der die VfL-Führung besorgte (9.). Damit war der Anfangsschwung der Hausherren verpufft. Dennoch war es in der Folgezeit zunächst weiter ein Spiel auf Augenhöhe, in dem der Ausgleich der Steinacher auch nicht unverdient fiel. Ließ Leipold im Eins-gegen-Eins mit Scheeder noch den Hochkaräter liegen, stand er bei der folgende Ecke von Lorenz goldrichtig und vollendete zum Ausgleich (23.). Jedoch war dieses Ergebnis aus Sicht der Nullachter nicht von langer Dauer. „Meiningen hat unsere drei individuellen Fehler im Stile einer Spitzenmannschaft eiskalt ausgenutzt“, beschreibt Christian Häusler die zweite Hälfte der ersten Halbzeit. Safradin, Hummel und Parlesak konnten die leichtfertigen Ballverluste der Steinacher in Tore ummünzen (29./33./39.). Mit dem 1:4 war die Partie zur Pause gelaufen.

In der Halbzeit drückte Christian Häusler den Reset-Knopf, wechselte dreifach und stellte seine Jungs neu ein. „Wir wollten bei Null anfangen, was uns auch defensiv gut gelungen ist. Offensiv war es leider dann immer noch zu wenig. Es fehlte insgesamt der nötige Biss, wir haben viele Zweikämpfe nicht geführt und waren insgesamt zu inkonsequent“, so der Steinacher Coach mit dem Fazit. In der zweiten Halbzeit waren die Gäste weiter tonangebend, verpassten aber das fünfte Tor frühzeitig nachzulegen - Benkenstein per Kopf und Samimi wenig später hatten Pfostenpech. In der Schlussviertelstunde war es Safradin, der per Elfmeter erhöhte. Der eingewechselte Kost holte den Strafstoßpfiff mit Tempo heraus. Der beste VfL-Spieler an diesem Tag verwandelte sicher vom Punkt (78.). 120 Sekunden später legte der junge Kost dann selber nach, als er nach guter Einzelleistung von rechts kommend vollendete (80.). Den Schlusspunkte setzte dann Heinz für die Nullachter. Sells Freistoß auf den zweiten Pfosten konnte der VfL nicht klären, Heinz traf mit seinem achten Saisontor zum Endstand (83.). „Wir müssen mit dem Ergebnis leben. Meiningen hat unsere Fehler an diesem Tag knallhart bestraft. So ist Fußball manchmal“, resümierte Christian Häusler in seinem vorletzten Heimspiel für die Steinacher. Sein Gegenüber Timo Krautwurst war hingegen zufrieden: „Wir haben das Spiel souverän über die Bühne gebracht. In Steinach ist es bekanntlich nie einfach. Nun wollen wir im Heimspiel am kommenden Freitag gegen Sonneberg aus eigener Kraft den Aufstieg klarmachen.“

Aufrufe: 029.5.2024, 10:00 Uhr
André HofmannAutor