2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
– Foto: Verein / FuPa-Grafik

Miriam Karras: „Wir haben uns gegenseitig gecoacht, das war top“

Die 20-Jährige vom SC Oberhavel Velten führt ihr Team mit zwei Toren zum ersten Saisonsieg in der Frauen-Landesliga und ist FuPa-Spielerin der Woche in Brandenburg.

Mit Kampfgeist, Laufstärke und großem Teamwillen sorgt Miriam Karras beim 3:1-Erfolg über Turbine Potsdam III für den Unterschied und ist die FuPa-Spielerin der Woche in Brandenburg. Die junge Angreiferin spricht über ihr Erfolgsgeheimnis, ihren neuen Verein und warum sie den Fußball einfach liebt.

Eine Auszeichnung, mit der sie nicht gerechnet hat

Miriam Karras ist noch neu beim SC Oberhavel Velten – und gleich im Rampenlicht. Nach ihrem starken Auftritt beim 3:1-Auswärtssieg beim 1. FFC Turbine Potsdam III wurde die 20-Jährige zur FuPa-Spielerin der Woche gewählt. Überrascht hat sie das selbst am meisten: „Erstmal vielen Dank, damit hätte ich echt nicht gerechnet!“

Ihre Leistung war allerdings alles andere als zufällig. Mit zwei Toren trug Karras entscheidend dazu bei, dass ihr Team die ersten drei Punkte der Saison einfuhr. Für sie war es das Ergebnis harter Arbeit und einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

„Wir haben alles reingeworfen“

Der Erfolg in Potsdam war für Velten ein besonderer Moment. „Wir haben uns als Team vor dem Spiel vorgenommen, alles reinzuwerfen, um die ersten drei Punkte mitzunehmen, und das hat gut geklappt“, erzählt Karras.

Besonders die zweite Hälfte sei stark gewesen. „Wir haben viele Chancen rausgespielt und uns gegenseitig gecoacht, das war echt top“, sagt sie stolz. Diese Mischung aus Kommunikation, Leidenschaft und taktischem Verständnis habe letztlich den Unterschied gemacht.

Tore mit Köpfchen und Instinkt

Wie sie ihre Treffer am liebsten erzielt, beschreibt die junge Offensivkraft mit einem Lächeln: „Am liebsten im 1 gegen 1 mit der Torhüterin oder durch eine schöne Vorlage von meinen Mitspielerinnen.“ Ihr Spiel lebt von Tempo, Zielstrebigkeit und der Fähigkeit, im richtigen Moment an der richtigen Stelle zu stehen.

Ein Verein, der schnell zum Zuhause wurde

Obwohl Karras erst seit dieser Saison für den SC Oberhavel Velten spielt, fühlt sie sich dort schon angekommen. „Für mich ist der Verein noch relativ neu, ich bin erst seit dieser Saison dabei“, erzählt sie. „Ich finde es aber super, dass sich hier um alles schnell gekümmert wird und die Zusammenarbeit im Team und im Verein echt gut läuft.“

Dieser positive Eindruck zeigt sich auch auf dem Platz: Die Mannschaft tritt geschlossen auf, unterstützt sich gegenseitig – ein Umfeld, in dem junge Spielerinnen wie Karras schnell wachsen können.

Vorbilder mit Mentalität

Im Profifußball hat Miriam Karras zwei klare Vorbilder: „Meine Lieblingsspielerinnen im Frauenfußball sind Lena Oberdorf und Giulia Gwinn, weil sie nach ihren Verletzungen beeindruckend stark zurückgekommen sind und eine besondere Mentalität auf den Platz bringen. Ich liebe es, ihnen beim Spielen zuzusehen.“

Diese Vorbilder spiegeln auch ihre eigene Einstellung wider – ehrgeizig, kämpferisch, und nie zufrieden, bevor das Maximum erreicht ist.

„Am liebsten spiele ich da, wo die Tore fallen“

Die 20-Jährige fühlt sich in der Offensive am wohlsten. „Am liebsten spiele ich im Sturm – also da, wo die Tore fallen“, sagt sie. Ihr Zug zum Tor, gepaart mit Übersicht und Teamgeist, macht sie zu einer echten Waffe im Angriffsspiel des SC Oberhavel Velten.

Ein Team mit Zukunft

In der Tabelle der Frauen-Landesliga steht der SC Oberhavel derzeit auf Rang sechs. Für Karras ist das aber nur ein Zwischenstand. „Unser Ziel ist es, uns sowohl konditionell als auch fußballerisch weiterzuentwickeln, um in den kommenden Jahren einen der oberen Tabellenplätze in der Landesliga zu erreichen“, sagt sie. Der Fokus liegt dabei klar auf kontinuierlicher Verbesserung – Schritt für Schritt, Spiel für Spiel.

Fußball als Lebensgefühl

Für Miriam Karras ist der Fußball mehr als nur ein Hobby. „Mein langfristiges Ziel ist es, meine Kondition und meine fußballerischen Skills immer weiter zu verbessern und so lange zu kicken, wie’s nur geht, weil ich den Sport einfach liebe“, sagt sie mit Nachdruck.

Diese Leidenschaft spürt man in jedem Satz – und auf dem Platz in jeder Bewegung.

Ausgleich zwischen Ball und Beruf

Auch abseits des Spielfelds hat die junge Fußballerin viel vor. „In meiner Freizeit verbringe ich gerne Zeit mit Freunden, halte mich im Fitnessstudio fit und unternehme gerne verschiedene Aktivitäten“, erzählt sie. Neben dem Fußball steht derzeit aber auch ihre Ausbildung im Mittelpunkt: „Ich mache gerade eine Ausbildung zur Erzieherin in Eisenhüttenstadt.“

„Alles reinwerfen“ – ihr Motto auf und neben dem Platz

Miriam Karras ist eine Spielerin, die alles gibt – für ihr Team, für ihren Verein und für den Fußball. Ihr Doppelschlag gegen Turbine Potsdam III war Ausdruck von Willensstärke, Teamgeist und Spielfreude.

„Wir haben viele Chancen rausgespielt und uns gegenseitig gecoacht, das war echt top“, sagt sie – ein Satz, der zeigt, warum sie zur FuPa-Spielerin der Woche gewählt wurde. Denn wer so denkt, spielt nicht nur für sich selbst, sondern für alle, die den Fußball lieben.

Aufrufe: 015.10.2025, 10:00 Uhr
redAutor