
Ben Bauer trifft derzeit für den TSV wie am Fließband. Heute wartet mit dem SV Polling ein schwerer Gegner aus dem Tabellenkeller.
Gilching – Seit Ben Bauer vor gut einem Jahr an die Talhofstraße gewechselt ist, geht es beim TSV Gilching-Argelsried wieder aufwärts. Mit einer soliden Restsaison sicherte der ehemalige Landesligist schnell den Klassenerhalt. In dieser Saison klopfen die Gilchinger Fußballer als Tabellendritter wieder ganz oben an.
„Der Verein hat Ambitionen, das gefällt mir“, sagt Bauer. Denn auch der 21-Jährige hat Ziele. „Ich möchte mindestens Landesliga spielen“, stellt der in Augsburg studierende BWL-Student fest. Sein erster Versuch, in dieser Liga Fuß zu fassen, scheiterte vor zwei Jahren beim SC Olching. „Der damalige Trainer und ich hatten unterschiedliche Auffassungen“, sagt der gebürtige Münchner, der in der Jugend unter anderem drei Jahre beim TSV 1860 München spielte.
Beim TSV fühlt sich Bauer dagegen sehr wohl. „Der Trainer tut alles dafür, dass wir besser werden. Und die Mannschaft macht es mir leicht“, lobt Bauer. Der Mittelfeldakteur war zuletzt der Mann für die wichtigen Tore. Im Derby gegen Planegg traf er zum 1:1-Endstand, in den Partien gegen den MTV 1879 München (2:0) und SV Pullach (2:0) gelang ihm jeweils per Freistoß der Führungstreffer. „Er hat gerade einen Lauf. Aber das wundert mich nicht, sondern das ist ein Ergebnis seiner Arbeit in der Vorbereitung“, sagt sein Trainer Christian Rodenwald.
Ärgerlich für den TSV ist, dass der Rückstand auf den Tabellenzweiten Planegg trotz der Erfolge zuletzt weiter acht Punkte beträgt. „Das motiviert uns nur noch mehr. Wir wollen den Druck weiter hochhalten“, verkündet Bauer. Dass mit dem heutigen Gegner SV Polling (19.30 Uhr, Waldplatz an der Talhofstraße), dem TSV Geiselbullach und dem BCF Wolfratshausen ausschließlich Gegner aus dem Tabellenkeller der Bezirksliga Süd in den nächsten drei Wochen warten, hält der 21-Jährige nicht für einen Vorteil.
„Die Spiele werden noch schwerer als die letzten. Die Gegner haben nichts zu verlieren und werden es uns besonders in den Zweikämpfen sehr schwer machen“, befürchtet Bauer. Immerhin haben die Hausherren mit den wiedergenesenen Daniel Yordanov und André Gasteiger vermutlich zwei Optionen mehr in der Offensive zur Verfügung. Ob Abwehrroutinier Maximilian König einsatzfähig sein wird, entscheidet sich kurzfristig.