
Der ATSV Pirkensee-Ponholz hat in der Kreisliga 1 einige schwere Spiele hinter sich und muss nun bald in die Erfolgsspur zurückfinden, um nicht den Anschluss zu verlieren. Gegen den SV Obertraubling, der am Sonntag um 15 Uhr gastiert und aktuell den dritten Tabellenplatz belegt, wird das nicht einfach. Dennoch hat sich die seit sechs Spielen sieglose Mannschaft für diese Partie einiges vorgenommen und ist laut Mika Rauscher voll motiviert. Der 20-jährige Mittelfeldmann im Interview.
FuPa: Nach einem einjährigen Gastspiel in Pielenhofen bist Du vor der Saison wieder zu deinem Heimatverein zurückgekehrt. Was waren die Gründe hierfür?
Mika Rauscher (20): Die Doppelbelastung aus Studium und Arbeit hat es mir in Pielenhofen schwer gemacht, richtig Fuß zu fassen. Schon damals war mir aber bewusst, dass meine Zeit dort nicht für immer sein würde. Der ATSV ist schließlich mein Heimat- und Herzensverein, zu dem ich eine ganz besondere Verbindung habe. Schon vor meinem Wechsel nach Pielenhofen war mir klar, dass ich irgendwann hierher zurückkehren möchte, weil der Verein eine extrem wichtige Rolle in meinem Leben spielt. Ich bin froh, nun wieder zu Hause zu sein.
Deine Familie ist ganz tief mit dem ATSV verwurzelt und Ihr führt im Verein verschiedenste Funktionen aus. Was bedeutet es Dir nun selbst hier auf dem Feld auflaufen zu können?
Als ich mein erstes Spiel in der 1. Mannschaft bestreiten durfte, ist für mich ein echter Traum in Erfüllung gegangen – das Trikot des ATSV zu tragen, bedeutet mir unglaublich viel. Schon als Kind habe ich meinem Vater zugeschaut, als er selbst noch für den ATSV gespielt hat, und ihn dafür bewundert. Mein Vater ist für mich ein großes Vorbild, und jetzt in seine Fußstapfen treten zu dürfen und die Tradition in unserer Familie fortzuführen, macht mich unheimlich stolz. Für mich ist es etwas ganz Besonderes, diese Verbindung von Familie und Verein auf dem Platz weiterzutragen. Vor meiner Familie und den Fans aufzulaufen, ist deshalb nicht nur eine große Ehre, sondern auch ein Moment, der mich mit tiefer Dankbarkeit erfüllt.
Du gehst nun in Deine dritte Saison im Herrenbereich und spielst in der Regel als Außenstürmer. Wo siehst Du Deine Stärken und wo siehst Du noch Verbesserungspotential?
Ich denke, meine größte Stärke liegt ganz klar in meiner Schnelligkeit – das ist etwas, das mir auf meiner Position als Außenstürmer sehr zugutekommt. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass es Bereiche gibt, an denen ich noch arbeiten muss. Vor allem möchte ich im Spielgeschehen noch ruhiger werden und in den Zweikämpfen präsenter auftreten. Daran arbeite ich kontinuierlich, und ich habe das Gefühl, dass ich aktuell auf einem guten Weg bin, diese Schwächen Schritt für Schritt abzulegen und mich weiterzuentwickeln.
Als Stürmer willst Du natürlich Tore schießen. In Deiner ersten Saison für Pirkensee-Ponholz hast Du fünfmal getroffen. Was ist in dieser Spielzeit noch für Dich drin?
Bis jetzt wollte es in dieser Saison mit einem Tor leider noch nicht klappen. Natürlich ist es als Stürmer mein Ziel, so viele Treffer wie möglich zu erzielen – das gehört einfach dazu. Trotzdem steht für mich immer die Mannschaft im Vordergrund: Hauptsache wir gewinnen unsere Spiele, egal ob ich selbst ein Tor schieße oder nicht. Wichtig ist mir, dass ich meinen Teil zum Erfolg beitrage. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass bei mir bald der Knoten platzt und ich meinen ersten Saisontreffer feiern kann.
Am kommenden Spieltag müsst Ihr gegen den SV Obertraubling, eines der Topteams der Liga, antreten. Wie wollt Ihr in diesem Spiel auftreten, um punkten zu können?
Wir treten mit voller Motivation gegen Obertraubling an und wollen als starkes Team gemeinsam auftreten. Wir haben so viel Potenzial in der Mannschaft, das wir in dieser Saison noch nicht immer zeigen konnten, und ich bin überzeugt, dass wir es an diesem Wochenende auf den Platz bringen können. Mit der Unterstützung unserer Fans im Rücken bekommen wir noch einmal einen zusätzlichen Schub – das motiviert uns noch mehr, alles zu geben und um jeden Punkt zu kämpfen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir so gute Chancen haben, die drei Punkte bei uns zu lassen.