
Mit den Fußballerinnen des SC Niederhof/Binzgen kämpft Michael Wasmer um den Verbleib in der Landesliga. Im Interview spricht der Trainer über Unterschiede zu Männerteams, seinen nahenden Abschied und Töchter im Team.
BZ: Herr Wasmer, Sie haben im Fußball jahrelang Männerteams beim SV 08 Laufenburg trainiert. Seit 2023 betreuen Sie das Frauenteam des SC Niederhof/Binzgen. Welche Unterschiede haben Sie festgestellt?
Viele. Die Unterschiede im physischen Bereich sind klar, die Dynamik ist im Männerbereich ausgeprägter, was rein körperlicher Natur geschuldet ist. Die Technik auf dem Platz ist ein Unterschied. Aber technisch, würde ich sagen, sind die Frauen die feineren Fußballerinnen. Auch die Aufnahme- und Umsetzungsfähigkeiten funktionieren im Damen- eindeutig schneller als im Männerbereich. Außerdem sind Damenmannschaften in sich selber viel besser organisiert, dadurch hat man als Trainer weniger Arbeit.
BZ: Also finden Sie, dass Ihre Frauenmannschaft leichter zu trainieren ist?
Im Frauenbereich hat man natürlich mit anderen Themen zu kämpfen, die es im Männerbereich nicht gibt. Darauf muss man sich einstellen und sich vorher damit beschäftigen. Einfacher würde ich nicht sagen, es ist einfach anders.