
Wiesbaden. Beim Frauen- und Mädchenfußball setzt der MFFC Wiesbaden in der Landeshauptstadt die Akzente. Die erste Frauenmannschaft, in der Hessenliga Fünfter, trifft am 7. März (16 Uhr) im ersten Spiel der Restrunde auf den KSV Hessen Kassel II. Seit Jahren ist das Team in Hessens Beletage etabliert, die zweite Frauen-Mannschaft spielt nur eins tiefer in der Verbandsliga. Bereits an diesem Sonntag wartet ab 10 Uhr auf der heimischen Anlage am 2. Ring ein weiteres Highlight, wenn der Verein als Ausrichter der Regionalpokalturniere und Endspiele in Aktion tritt.
Dieser Bericht wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt vom Wiesbadener Kurier.
Wer würde da auf die Idee kommen, dass es irgendwo klemmen könnte. Doch das war - zumindest temporär - der Fall. „Wir hatten Mitte letzten Jahres wirklich große Sorgen, wie die Zukunft des Vereins aussieht, da es kaum Interessierte für eine Mitarbeit im Vorstand gab“, schildert Svenja Rode, Schriftführerin und Torhüterin der Hessenliga-Mannschaft. Sogar ein „Worst Case Szenario inklusive drohender Auflösung haben wir den Mitgliedern relativ deutlich aufgezeigt“, ergänzt sie, ehe sich alles zum Guten wendete. Mit Philip Hodgkinson, im Wiesbadener Kreisfußballausschuss als Klassenleiter engagiert, zudem als Schiedsrichter im Einsatz, und Holger Zoubek wurden zwei Neueinsteiger beim MFFC für ein Vorstandsengagement begeistert. Und im Rahmen einer Informationsveranstaltung vor der Jahreshauptversammlung gelang es der bisherigen Vorstandsriege um Karsten Prall (Vorsitz), Franziska Frase (2. Vorsitzende) und Svenja Rode, weitere ehrenamtliche Mitstreiter zu gewinnen.
Mit der erfreulichen Folge, dass der Vorstand mit Philip Hodgkinson (Vorsitz), Franziska Frase (weiterhin 2. Vorsitzende), Kassierer Holger Zoubek, Karsten Prall (2. Kassierer), Schriftführerin Svenja Rode sowie den Beisitzern Michael Lambrecht und Antonia Janssen jetzt richtig breit aufgestellt ist. Hinzu kommt noch Josefine Laufersweiler als Sportliche Leiterin. Nach etlichen Gesprächen im Vorfeld und reiflicher Überlegung habe er zugestimmt, für den Vorsitz zu kandidieren, schildert Philip Hodgkinson: „Ich sehe den MFFC als herausragenden Verein in der Wiesbadener Club-Landschaft – aufgrund seines Alleinstellungsmerkmals und seiner Erfolge. Ich bin angetreten, damit wir als Team mit klar abgesteckten Bereichen alles gemeinsam meistern.“ Hodgkinson blickt aus der Zeit beim SV Schierstein 13 mit der früheren Frauenmannschaft, zu der auch Josefine Laufersweiler zählte, auf Erfahrungen als Weichensteller im Frauenfußball zurück. Entsprechend sieht er für sich beim MFFC nicht auf dem sportlichen Sektor, sondern dem organisatorischen Feld den Schwerpunkt, wie er sich am besten einbringen kann.
Perspektive statt Worst Case heißt es nun. „Für die Zukunft stehen vor allem Maßnahmen an, die den Verein strukturell stärken sollen. Unter anderem verschiedene bauliche Maßnahmen und ein Digitalisierungsprojekt“, erläutert Svenja Rode und verweist darauf, dass der Verein „derzeit sowohl sportlich als auch finanziell recht gut dasteht“. Nun auch in puncto Manpower im Vorstand.
Großer Pokaltag auf Regionalebene
Am Sonntag werden auf jeden Fall einige helfende Hände gebraucht, um den großen Pokaltag auf Regionalebene gut über die Bühne zu bringen. Beim Turnier der Kleinfeld-E-Juniorinnen (ab 10 Uhr) starten Teams von FFC Runkel, JFV Walsdorf/Wörsdorf, FC Eddersheim und MFFC Wiesbaden. Bei den Kleinfeld-D-Juniorinnen (ab 10.25 Uhr) sind der SV Erbenheim, der FC Naurod und der FC Eddersheim III vertreten. Im Endspiel der C-Juniorinnen (12.45 Uhr) steht auf dem Kleinfeld die Paarung Limburg 07 gegen Freie Turnerschaft an. Das Finale der B-Juniorinnen auf dem Kleinfeld (14.15 Uhr) lautet TSV Bleidenstadt gegen DJK SC Flörsheim. Für 16 Uhr ist das Endspiel der B9-Juniorinnen zwischen dem SV Johannisberg und dem SV Fischbach vorgesehen. Möglich, dass dieses Spiel vorverlegt wird, weil zum Finale der C9-Juniorinnen noch eine Sportgericht-Entscheidung aussteht.