
Es war nicht der Tag der Echinger Mannschaft. In ihrem „Bezirksfinale dahoam“ mussten die E-Junioren des TSV die Hoffnungen auf das Ticket fürs große Merkur CUP-Finalturnier in Unterhaching schon nach der Gruppenphase begraben. Und der beste Spieler des Teams hatte nur bei der Begrüßung der Mannschaften einen großen Auftritt.
Pius Klawunn hat schon etlichen E-Jugend-Teams im Landkreis Freising das Fürchten gelehrt. Der Kapitän der Echinger E 1 spielt mit seinen Freunden heuer schon als D 4, um auf dem Großfeld Erfahrungen zu sammeln. Dort fiel der bärenstarke Nachwuchsfußballer allerdings so unglücklich, dass er sich den Arm brach – und damit fand das Heimturnier ohne ihn statt. Pius Klawunn durfte im Bezirksfinale A des größten E-Jugend-Fußballturniers der Welt lediglich als Kapitän des Gastgebers den Merkur CUP-Ehrenkodex verlesen.
Auf dem Platz war die Gruppe mit dem SV Heimstetten, TSV Zorneding und ASV Dachau am Ende zu stark für die Echinger. Der TSV hätte die beste Besetzung und einen Sahnetag gebraucht. Von den sechs Halbzeiten in den drei Partien waren nur zwei richtig gut. Im Auftaktmatch gegen Heimstetten (0:3) hatte das Team zwei Top-Chancen.
Im zweiten Gruppenspiel war die erste Hälfte der Echinger einfach stark. Dementsprechend führten die Zebras dank der Tore von Leopold Schöffler (2) und Felix Hartl mit 3:0. Dann drehte Gegner Dachau gewaltig auf, verkürzte auf 2:3 – und Eching brachte mit viel Glück den Sieg über die Zeit. Unter anderem traf Dachau einmal die Unterkante der Latte. Dank des Siegs und des Zusatzpunkts für drei erzielte Treffer war der TSV aber auf Halbfinalkurs.
Im Gruppenendspiel gegen Zorneding hätte ein Remis gereicht – und dieses 0:0 hatte bis Mitte der zweiten Halbzeit Bestand. Die Zebras standen jedoch komplett neben sich und waren nur am Reagieren. Die Tore zur 0:3-Niederlage waren nur eine Frage der Zeit. Hinter Topfavorit SV Heimstetten, der am Ende das Bezirksfinale A gewann, zog Zorneding verdient ins Halbfinale ein. Dort unterlag die Truppe aus dem Landkreis Ebersberg dem FC Phönix München unglücklich im Achtmeterschießen.
Und die Echinger Buben? Denen blieb nach dem 1:3 im Platzierungsspiel gegen den TSV Geiselbullach (TSV-Tor: Manuel Klötzig) nur der sechste Platz beim Heimturnier, bei dem man sich so viel vorgenommen hatte. In dieser Partie wechselte Eching durch, die Luft war merklich raus.

„Heimstetten und Zorneding sind in der Gruppe völlig verdient weitergekommen“, resümierte Echings Trainer Hendrik Anders. Vor dem Gruppenendspiel gegen Zorneding habe man den Spielern mit auf den Weg gegeben, dass man nicht das Unentschieden verwalten dürfe. „Wir wollten aktiv auf Sieg spielen. Aber leider haben die Worte von uns Trainern die Jungs nicht erreicht.“
Auch wenn es im Bezirksfinale nicht gereicht hat, um im Merkur CUP ins Finalturnier der besten Acht einzuziehen, können die Echinger E-Junioren stolz auf ihre Saison sein. Mit ihrem Sieg im Kreisfinale und dem Triumph im Sparkassen-Cup haben sie eindrucksvoll gezeigt, dass sie die Nummer eins im Landkreis sind.
