2025-12-03T05:51:34.672Z

Der Spieltag
Immer wieder brachten die engagiert verteidigenden Lagerlechfelder ein Abwehrbein in die Meringer Abschlüsse. Hier wird Noah Mölders geblockt.
Immer wieder brachten die engagiert verteidigenden Lagerlechfelder ein Abwehrbein in die Meringer Abschlüsse. Hier wird Noah Mölders geblockt. – Foto: Rudi Fischer

Merings Defensivkräfte müssen es richten

Beim 2:0-Sieg gegen Lagerlechfeld lassen die Stürmer reihenweise die Chancen liegen +++ Egg wird eiskalt ausgekontert +++ Langerringen kommt in Erkheim unter die Räder +++ Königsbrunn kassiert bittere 0:2-Heimniederlage +++ Bad Wörishofens Kampf wird nicht belohnt

Zwei Standardsituationen ebnen den Weg für Merings 2:0-Sieg gegen Schlusslicht Lagerlechfeld. Seit drei Spielen ist der VfL Kaufering ohne Niederlage – dennoch war der eine Punkt für das Team von Trainer Alex Wagner zu wenig – über die 90 Minuten gesehen, war der VfL die bessere Mannschaft. Zwei blitzsauber herausgespielte Kontertore reichten dem TSV Babenhausen, um im Derby einen Punkt aus Egg zu entführen. Für die Hausherren war das 2:2 ein ebenso ärgerliches wie unnötiges Remis. Der TSV Bobingen unterstreicht mit einem Auswärtssieg seine Aufstiegsambitionen. Lagerlechfeld als Tabellenletzter, Königsbrunn und jetzt auch Langerringen stehen auf einem Abstiegs- bzw. Relegationsplatz und kämpfen allesamt um den Klassenerhalt.

Abschluss Leon Weigand – geblockt. Nachschuss Thilo Wilke – geblockt. Abstauber Justin Sandru – das 1:0. Die Szene, die nach 65 Minuten einer Meringer Ecke entsprang, stand sinnbildlich für die Begegnung des Tabellenersten gegen das Liga-Schlusslicht. So schildert Merings Spielertrainer Wilke: „Wir haben ein gutes Fußballspiel gemacht, das Tempo hochgehalten und gute Ballstafetten gezeigt – teils vom Abstoß bis in den gegnerischen Strafraum“. Doch der entwickelte sich zur Problemzone der Gastgeber. „Unsere Chancenverwertung war alles andere als gut“, moniert Wilke. Eine dieser Gelegenheiten führte letztlich zum besagtem 1:0, für das das Attribut verdient wohl eine maßlose Untertreibung wäre. Dass sowohl dieses Tor als auch das 2:0 sechs Minuten später aus Standardsituationen entstanden, ist für den Übungsleiter kein Zufall: „Ich habe den Jungs gesagt: Jedes dritte Tor im Profifußball fällt bei einem ruhenden Ball.“ Wenngleich das 2:0 alles andere als berechenbar zustande kam. Eine Freistoßflanke prallte von Sandrus Rücken ab und fiel Leon dessen Abwehrkollegen Weigand vor die Füße, der humorlos vollstreckte. Was Wilke indes nicht gefiel: „Die letzten zehn Minuten waren Chaos.“ Ausgelöst durch lange Bälle, die die Gäste unentwegt in Richtung Meringer Strafraum jagten – die letztlich aber den Meringer Sieg nicht mehr nachhaltig gefährdeten. (dali) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Moritz Osteried (Augsburg) - Zuschauer: 140
Tore: 1:0 Justin Sandru (65.), 2:0 Leon Weigand (71.)

Um jeden Zentimeter wurde hart gekämpft, doch am Ende hatte der FC Bad Wörishofen (blau) das Nachsehen. Die starken Gäste aus Bobingen nahmen die drei Punkte mit und gewannen mit 1:3.
Um jeden Zentimeter wurde hart gekämpft, doch am Ende hatte der FC Bad Wörishofen (blau) das Nachsehen. Die starken Gäste aus Bobingen nahmen die drei Punkte mit und gewannen mit 1:3. – Foto: Philipp Merk

Nach einer torlosen ersten Hälfte fielen im zweiten Durchgang dann vier Treffer. Mit dem Erfolg baut der TSV seine Serie weiter aus. Ganze zwölfmal hintereinander ist die Elf von Trainer Dmitrij Peil jetzt ungeschlagen. Allerdings dauerte es etwas, bis die Bobinger jubeln konnten. In der 61. Minute läutete Peil mit einem Wechsel die Wende ein. Nur zwei Minuten nachdem er den Platz betreten hatte, sorgte Florian Kohler für die Bobinger Führung. In der 83. Minute schien es, dass nach dem Treffer von Mattis Junker zum 0:2 die Partie entschieden war. Doch nach einem Elfmeter und dem Anschlusstreffer durch Maximilian Ackermann kam noch einmal Spannung auf. In der fünften Minute der Nachspielzeit wurde Bobingens spielender Co-Trainer Christopher Detke eingewechselt. Nur Sekunden später erzielte er den dritten Treffer (90+6.). Es war sein erster Saisontreffer. Somit ging der Wunsch von Kapitän Paul Simler aus der letzten Woche in Erfüllung. „Wir wollen oben dranbleiben und dafür sorgen, dass der Abstand zu Mering auf keinen Fall größer wird.“ (Knöchel) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Tim Bruckner (Waltenhofen) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Florian Kohler (63.), 0:2 Mattis Junker (83.), 1:2 Maximilian Ackermann (88. Foulelfmeter), 1:3 Christopher Detke (90.+6)

Vor 250 Zuschauern brachte Jürgen Piller die Gäste in der 30. Minute mit einem präzisen Schuss nach einer Vorlage von Manfred Grams in Führung. Kurz nach der Halbzeit erhöhte Grams selbst auf 0:2, assistiert von Marius Wiedemann. In der zweiten Hälfte wurde das Spiel hitzig: Elias Baiz sah in der 56. Minute die Gelb-Rote Karte, gefolgt von Lukas Natterer, der in der Nachspielzeit ebenfalls vom Platz gestellt wurde.
Schiedsrichter: Maximilian Wagner (Kempten) - Zuschauer: 250
Tore: 0:1 Jürgen Piller (30.), 0:2 Manfred Grams (48.)
Gelb-Rot: Elias Baiz (56./TV Weitnau)
Gelb-Rot: Lukas Natterer (94./TV Weitnau)

Er SV Egg hatte die erste große Chance, da war noch nicht einmal eine Minute gespielt. Doch Bruno da Rocha Coval vergab. Im direkten Gegenzug landete ein langer Pass bei Maxim Pölcher, der verwandelte eiskalt ins lange Eck zum 0:1 (2.). Der SV Egg war davon unbeeindruckt und diktierte das Geschehen. Manuel Hust, der bei den Gästen den in den Flitterwochen weilenden Trainer Simon Fischäß vertrat, meinte: „Es war unser Plan, tief zu stehen und auf Konter zu lauern. Aber wir wollten die Egger nicht so schalten und walten lassen, wie sie es in der ersten Hälfte getan haben.“ Babenhausen hatte Glück, dass die Gastgeber bei ihren Offensivaktionen die letzte Konsequenz vermissen ließen. In der 35. Minute gelang dem SVE der Ausgleich, zu diesem Zeitpunkt längst verdienst. Ein Pass von Manuel Schedel in den Strafraum trudelte vorbei an Freund und Feind zum völlig freien Jakob Rehklau, der traf kompromisslos unter die Latte zum 1:1. Tim Bergmiller, Maunel Schedel und Thomas Markthaler vergaben noch vor der Pause gute Chancen aufs 2:1. Das fiel in der 55. Minute. Beim Schuss von Bergmiller hatte Babenhausens Torwart Simon Dilba zwar noch die Fingerspitzen am Ball, konnte aber nicht mehr entscheidend klären. Bei einem Freistoß von Bruno da Rocha Coval wäre Dilba wenig später erneut machtlos gewesen (71.), doch das Leder klatsche an den Pfosten. In der Schlussphase bäumte sich der TSV noch einmal auf. Egg hätte in der 90. Minute dennoch alles klarmachen können, doch Niklas Wölfle schob einen Abpraller aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Dann folgte erneut ein mustergültiger Konter, den Patrick Stahl zum 2:2 vollendete. Hust freute sich: „Unsere Serie hat gehalten. Wir sind jetzt seit sechs Spielen ungeschlagen.“ SVE-Coach Besim Miroci sagte nach dem Spiel: „Wir haben immer wieder Probleme, wenn der Gegner mit langen Bällen agiert. Das hat uns den Sieg gekostet.“ (scö) Lokalsport NU
Schiedsrichter: Lukas Nartschick (Augsburg) - Zuschauer: 400
Tore: 0:1 Maxim Pölcher (2.), 1:1 Jakob Rehklau (35.), 2:1 Tim Bergmiller (56.), 2:2 Patrick Stahl (90.+1)

Im Parkstadion am Berliner Platz trafen die SpVgg Kaufbeuren und der TSV Legau in einem spannenden Bezirksliga-Duell aufeinander. Jonas Prestele brachte die Gäste in der 12. Minute mit einem präzisen Schuss in Führung. Kaufbeuren antwortete schnell: Can Uygun erzielte in der 21. Minute den Ausgleich. In der Schlussphase sah Uygun die Gelb-Rote Karte (87.) und Prestele sicherte Legau in der Nachspielzeit den Sieg mit seinem zweiten Tor (90.+1).
Schiedsrichter: Jennifer Stützel - Zuschauer: 75
Tore: 0:1 Jonas Prestele (12.), 1:1 Can Uygun (21.), 1:2 Jonas Prestele (90.+1)
Gelb-Rot: Can Uygun (87./SpVgg Kaufbeuren)

Bittere Niederlage: Die Angreifer des FC Königsbrunn (blaue Trikots) blieben immer wieder in der gut gestaffelten Gästeabwehr hängen.
Bittere Niederlage: Die Angreifer des FC Königsbrunn (blaue Trikots) blieben immer wieder in der gut gestaffelten Gästeabwehr hängen. – Foto: Elmar Knöchel

„Eigentlich wäre das ein typisches 0:0-Spiel gewesen“, sagte Königsbrunns Trainer David Bulik nach dem Spiel. Das Wort „eigentlich“ beschreibt das ganze Spiel letztlich treffend. Denn „eigentlich“ war Königsbrunn die spielerisch bessere Mannschaft. „Wenn man die ersten 15 Minuten des Spiels nimmt, dann dachte ich, dass das heute was wird“, so Bulik. Denn Königsbrunn begann forsch und hatte mehr Ballbesitz. Das Spiel des FC sah gefällig aus. Aber nur bis zum Sechzehner. „Wir spielen die ganze Zeit um den Strafraum herum und kommen nicht gefährlich zum Abschluss“, räumte Bulik ein. Ein weiteres „eigentlich“ gab es in der Abwehr. „Eigentlich haben unsere Abwehrspieler das gut gemacht. Am Ende entscheiden aber zwei Abwehrfehler das Spiel.“ Der erste Fehler in der Deckung führte praktisch aus dem Nichts heraus zur Führung der Gäste per Elfmeter durch Timo Wörz in der 29. Spielminute. Mit dieser Gästeführung ging es in die Pause. Wie schon in den vergangenen Heimspielen hatten die Zuschauer dann gehofft, ihr FC würde mit Biss aus der Pause kommen. Kurz nach Wiederanpfiff patzte die Abwehr erneut und Wörz kam zu seinem zweiten Treffer. Mit dieser Führung im Rücken taten die Gäste dann nur noch das Nötigste. Sie standen gut in der Deckung. Der FC Königsbrunn mühte sich zwar, brachte aber nichts Zählbares zustande. „Germaringen macht aus einer Chance zwei Tore. Fairerweise muss man aber dazusagen, dass wir gar keine hatten“, so Bulik. (Knöchel) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Emre Sensoy (Memmingen) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Timo Wörz (29. Foulelfmeter), 0:2 Timo Wörz (46.)

Zunächst waren beide Mannschaften darauf bedacht, den Gegner nicht durch Fehler ins Spiel kommen zu lassen. Dabei zeigte sich Kaufering in der Abwehr viel stabiler. Nach etwa 20 Minuten kamen die Gastgeber auch in der Offensive mehr zum Zug. Kaufering bestimmte die Partie – nur bei unsauberen Pässen ergab sich für Wiggensbach die eine oder andere Möglichkeit. Nach der Pause starteten die Gastgeber sehr gut und überzeugten mit guten Kombinationen. So auch in der 64. Minute: Bastian Dillinger und Manuel Detmar hebelten die Abwehr mit einem Doppelpass aus, doch der Gäste-Keeper hielt den Schuss von Dillinger. Der setzte jedoch nach und wurde dabei im Strafraum gefoult: Elfmeter. Ganz sicher verwandelte Florian Bucher zum 1:0 und nun schien der Bann gebrochen. Ein Irrtum: Vom Anstoß weg kam der Ball in den Kauferinger Strafraum, eine unglückliche Aktion – schon zeigte der Schiri auf der anderen Seite auf den Punkt – und nach nur zwei Minuten war die Kauferinger Führung wieder dahin. Der Ausgleich machte der Heimelf anfangs zu schaffen, dann fing sie sich – musste sich jedoch mit einem Punkt zufriedengeben. (mm) Lokalsport LT
Schiedsrichter: Manfred Häckel (Neuburg) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Florian Bucher (65. Foulelfmeter), 1:1 Simon Kolb (67. Foulelfmeter)

Hatte Langerringens Trainer Sebastian Korner seinem Team nach den nicht verlorenen Spielen der letzten Zeit und der knappen Niederlage gegen Bobingen noch Bezirksligatauglichkeit bescheinigt, kam sein Team beim Absteiger Erkheim böse unter die Räder. Sah es zur Pause noch einigermaßen verträglich aus, setzte es am Ende eine derbe Niederlage. Vor allem der Erkheimer Manuel Merk war von der SpVgg nicht zu kontrollieren. Vier der sechs Tore gingen auf sein Konto. Durch das Unentschieden von Legau gegen Bad Wörishofen fällt nun auch Langerringen auf einen Relegationsplatz zurück. (Knöchel) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Vincent Meyer (Schwenningen) - Zuschauer: 250
Tore: 1:0 Manuel Merk (3.), 2:0 Manuel Merk (45.+1), 3:0 Thomas Petrich (56.), 4:0 Manuel Merk (58.), 5:0 Fabian Krogler (70.), 6:0 Manuel Merk (88.)

Aufrufe: 012.10.2025, 21:13 Uhr
Bernhard MeitnerAutor