2025-12-03T05:51:34.672Z

Der Spieltag
Kein Vorbeikommen: Fabio Gottwald wird vom Kauferinger Doppeltorschützen Manuel Detmar energisch gebremst.
Kein Vorbeikommen: Fabio Gottwald wird vom Kauferinger Doppeltorschützen Manuel Detmar energisch gebremst. – Foto: Rudi Fischer

Mering geht im Topspiel unter

Der MSV unterliegt cleveren Kauferingern mit 1:6 +++ Königsbrunn ist von der Rolle +++ Lagerlechfeld setzt in Weitnau ein Zeichen +++ Bobingen mischt im Titelkampf weiter mit +++ Ein gebrauchter Tag für Bad Wörishofen

Der ersatzgeschwächte SV Mering kann im Topduell der Bezirksliga Süd nicht an die Auftritte der zurückliegenden Wochen anknüpfen und unterliegt dem VfL Kaufering mit 1:6. Bobingen kann mit einem Last-Minute-Sieg in Kaufbeuren den Abstand zu Spitzenreiter Mering, dank dessen Niederlage gegen Kaufering, auf einen Punkt eindampfen. Königsbrunn und Langerringen rutschen mit herben Niederlagen tiefer in die Krise. Dafür schöpft Lagerlechfeld nach einem deutlichen Sieg in Weitnau wieder Hoffnung.

Bereits nach zwei Minuten bekam der Matchplan der Gastgeber erste Risse: Steckpass auf Bastian Dillinger, dessen Abschluss Adrian Wolf noch parieren konnte, Nachschuss Niklas Neuhaus – 0:1. Die Gäste waren darauf bedacht, aus einem engen defensiven Block heraus die Führung zu halten. Speziell in der Anfangsviertelstunde punktuell schafften sie es, den MSV im Spielaufbau zu Fehlern und Ungenauigkeiten zu verleiten. Dominik Schön war es, der die gefährlichsten Meringer Momente kreierte. Einen Freistoß unmittelbar nach dem 0:1 lenkte Michael Wölfl an den Pfosten, einen weiteren köpfte Emmanuel Blenk drüber (24.). Aus dem Spiel heraus entstand indes keine Gefahr. „Zu wenige Tiefenläufe, zu wenig Präzision“, bemängelte Wilke. Tempo indes hatte Manuel Detmar: Kauferings Toptorjäger wetzte einem langen Ball mit der Geschwindigkeit eines ICE auf der nahen Bahnstrecke hinterher, schüttelte unterwegs noch Massimo Pegoraro energisch ab und traf überlegt zum 0:2 (28.). Einen weiteren Detmar-Versuch parierte Wolf stark (45.). Der Torhüter und seine Vorderleute erlebten nach der Pause jedoch ein Déjà-vu. Niklas Neuhaus stieg bei einem Eckball ein, zwei, drei, vier Etagen höher als alle anderen und köpfte am vorderen Pfosten ein (3:0, 48.). Ein Wirkungstreffer, der Mering taumeln ließ. Felix Mailänder schlenzte gefühlvoll von links ins rechte Kreuzeck (4:0, 54.), der Ex-Meringer Dominik Danowski staubte nach einem Konter ab (5:0, 55.). Detmars zweitem Treffer (69.) folgte das 1:6 durch Michael Fuchs (73), das die Enttäuschung über die deftige Niederlage – die erste seit sieben Spielen sowie die erste auf eigenem Platz – nicht milderte. „Ich hoffe“, sagte Wilke mit Blick auf den prognostizierten Wintereinbruch, „dass wir kommende Woche noch spielen können, damit wir die Chance haben, uns mit einem Sieg in die Winterpause zu verabschieden.“ (dali) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Lukas Schregle (Biessenhofen) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Niklas Neuhaus (2.), 0:2 Manuel Detmar (28.), 0:3 Niklas Neuhaus (48.), 0:4 Felix Mailänder (54.), 0:5 Dominik Danowski (56.), 0:6 Manuel Detmar (69.), 1:6 Michael Fuchs (73.)

„Wir haben ein gutes Spiel gegen einen unangenehmen Gegner gemacht“, sagte Bobingens Co-Trainer Christoper Detke, der in Kaufbeuren wieder den Platz auf der Bank übernommen hatte. Denn Cheftrainer Dmitrij Peil saß noch die Sperre aus dem Spiel gegen Mering ab. „Ich bin froh, dass sie Sperre jetzt vorbei ist. Es ist nervenaufreibend, das Spiel von der Tribüne aus sehen zu müssen“, sagte Peil. Aber er war, genauso wie Christopher Detke, sehr zufrieden mit seiner Mannschaft. Der TSV habe das Spiel von Anfang an im Griff gehabt. Das Pressing habe funktioniert und es hätte immer wieder Ballgewinne für seine Elf gegeben. Letztlich habe – ein altbekanntes Bobinger Problem – nur das Tor gefehlt. Doch zum Ende hin sei Bobingen immer dominanter geworden. Das habe auch, da sind sich beide Trainer einig, an den Einwechselspielern gelegen. „Die haben sehr gut funktioniert“, sagte Peil. Und Detke ergänzte, dass es ein Bobinger Vorteil sei, jederzeit von der Bank nachlegen zu können. So sei den Kaufbeurern letztlich auch die Kraft ausgegangen. „Sie haben lange Zeit routiniert gespielt und die Räume zugemacht. Man sah schon, dass das eine erfahrene Mannschaft ist“, sagte Peil. Am Ende war es Elias Ruf, der in der 89. Spielminute den Ball per Kopf über die Linie drückte und die Bobinger erlöste. Nur drei Minuten später traf dann auch noch Janis Sagawe. „Er musste eigentlich, nach guter Vorarbeit von Mattis Junker, nur noch den Ball ins Tor schieben. Aber der erste Treffer im ersten Spiel, das ist für einen jungen Spieler schon etwas Besonderes,“ freute sich Christopher Detke. (Knöchel) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Steffen Brenner (Nördlingen) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Elias Ruf (89.), 0:2 Janis Sagawe (90.+2)

Dass es in Egg für seine Mannschaft nicht leicht wird, wusste Trainer Sebastian Korner schon vor dem Spiel. Trotzdem zeigte er sich selbstbewusst. „Wir fahren nach Egg, um zu gewinnen“, sagte er. Doch daraus wurde nichts. Bereits in der sechsten Spielminute gingen die Gastgeber durch Tim Bergmüller in Führung. In der 35. Minute traf Manuel Schedel zum 2:0. Zwar traf Sebastian Grüner nur eine Minute später zum Anschluss, aber das reichte nicht. In der zweiten Halbzeit traf nur noch Egg. Bruno da Rocha Caval machte mit Treffern in der 59. und 68. Minute den Sack zu und stürzte die Langerringer noch tiefer in die Krise. (Knöchel) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Sebastian Fleschhut (Seeg) - Zuschauer: 160
Tore: 1:0 Tim Bergmiller (6.), 2:0 Manuel Schedel (35.), 2:1 Sebastian Grüner (36.), 3:1 Bruno da Rocha Coval (59.), 4:1 Bruno da Rocha Coval (68.)

Die Heimelf dominierte das Spiel, konnte jedoch erst spät für die Entscheidung sorgen. In der ersten Halbzeit hatte Lukas Ried für Wiggensbach eine große Kopfballchance, scheiterte jedoch an Thalhofens Keeper Reichhart. Auch Robin Volland vergab für Thalhofen mehrere Möglichkeiten. In der 87. Minute war es Marvin Wahler, der das Spiel entschied: Er lupfte den Ball aus 20 Metern ins Netz. Kurz vor Schluss traf Nico Beutel mit einem Freistoß die Latte.
Schiedsrichter: Jürgen Gabel (Augsburg) - Zuschauer: 320
Tor: 1:0 Marvin Wahler (87.)

Ein frühes „Schicksalsspiel“ gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Weitnau konnten die Lechfelder deutlich für sich entscheiden. Mit dem zweiten Saisonsieg kann das Team zwar den letzten Tabellenplatz nicht verlassen, hat aber den Abstand zu den Relegationsplätzen auf nur noch drei Punkte verkürzen können. Bereits früh gingen die Gäste aus Lechfeld durch Simon Wilde in Führung. In der 34. Minute ließ Adrian Sommer Carvajal das 0:2 folgen und in der 40. Minute traf Christoph Bitter zum 0:3. Das Team von Trainer Daniel Raffler ließ auch in der zweiten Halbzeit nicht locker und so verwandelte Kevin Heinz in der 65. Minute einen Elfmeter, ehe dann Thomas Müller kurz vor dem Abpfiff das 0:5 erzielte. Somit läge es durch den zweiten Saisonsieg in der kommenden Woche im Bereich des Möglichen, mit dem letzten Saisonspiel vor der Winterpause doch noch die rote Laterne abzugeben. (Knöchel) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Yanick Furnier (Augsburg) - Zuschauer: 125
Tore: 0:1 Simon Wilde (8.), 0:2 Adrian Sommer Carvajal (34.), 0:3 Christoph Bitter (40.), 0:4 Kevin Heinz (65. Foulelfmeter), 0:5 Thomas Müller (89.)

Bereits nach neun Minuten brachte Tim Keller die Gastgeber nach Vorlage von Maxim Pölcher mit 1:0 in Führung. Nur wenig später erhöhte Patrick Stahl auf 2:0 (14.). Allein der Torhüter der Gäste verhinderte in der ersten Halbzeit einen noch deutlicheren Rückstand seiner Mannschaft. Nach dem Seitenwechsel gelang Germaringen durch Timo Wörz der frühe Anschlusstreffer (52.). Doch Fatih Ademi stellte den alten Abstand wieder her (72.). Den Schlusspunkt setzte Spielertrainer Simon Fischäß, der einen Freistoß direkt zum 4:1 verwandelte (80.). (pmi) Lokalsport NU
Schiedsrichter: Alexander Reiter (Dasing) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Tim Keller (9.), 2:0 Patrick Stahl (14.), 2:1 Timo Wörz (52.), 3:1 Fatih Ademi (72.), 4:1 Simon Fischäß (80.)
Gelb-Rot: Alexander Knoll (92./SVO Germaringen)

Als Favorit ging der FC Bad Wörishofen (blau) gegen Legau ins Heimspiel – am Ende stand eine 1:4-Heimpleite.
Als Favorit ging der FC Bad Wörishofen (blau) gegen Legau ins Heimspiel – am Ende stand eine 1:4-Heimpleite. – Foto: Andreas Lenuweit

Ganz so einfach wie es sich manche im Lager des FC Bad Wörishofen erhofft hatten, war die Partie gegen den TSV Legau dann doch nicht. Zur Halbzeit lagen die Kneippstädter plötzlich mit 1:2 im Hintertreffen gegen den Aufsteiger. Und am Ende stand das favorisierte Team von Spielertrainer Maximilian Ackermann mit langen Gesichtern und einer 1:4-Heimniederlage gegen den TV Legau am Spielfeldrand. „Kein Weltuntergang, aber schon sehr ärgerlich“, so Ackermanns Fazit. Schließlich steht sein Team nach wie vor auf dem 8. Tabellenplatz – beachtlich für einen Aufsteiger. Und doch wurmte Ackermann die Heimpleite, denn der Matchplan ging diesmal nicht wie geplant auf: „Wir wollten unbedingt punkten, aber am Ende hat Legau die Punkte verdient“, so Ackermann enttäuscht. Schon nach gut einer Viertelstunde nutzten die Gäste die Verwirrung in der Wörishofer Abwehr, Simon Sonntag traf zur 1:0-Führung für den TSV Legau. Im Gegenzug zeigte Marcel Ohmann, dass mit dem FC Bad Wörishofer zu rechnen ist: Ein toller Freistoß landete unhaltbar im Tor der Gäste. Erneut nicht sattelfest war die FCW-Abwehr kurz vor der Pause, und prompt nutzte der Gast einen Abpraller zur 2:1-Halbzeitführung. Nach der Pause fiel dann schnell die 3:1-Führung für Legau, und in der 76. Minute machten die Gäste den Sack dann endgültig zu und erzielten das vorentscheidende 1:4. Ralf Schubnell vom FCW sah dann in der 79. Minute auch noch die Rote Karte. In Unterzahl war nichts mehr zu holen für das Team aus der Kneippstadt. Lokalsport MZ
Schiedsrichter: Maximilian Wirkner (Mertingen) - Zuschauer: 200
Tore: 0:1 Simon Sonntag (16.), 1:1 Marcel Ohmann (18.), 1:2 Marc Wagner (45.), 1:3 Jonas Prestele (54.), 1:4 Niklas Sonntag (76.)
Rot: Ralf Schubnell (78./FC Bad Wörishofen)

Eingerahmt von Königsbrunner Spielern (rot) kommt Erkheims Stefan Oswald (blau) trotzdem zum Kopfball und erzielte das 0:2.
Eingerahmt von Königsbrunner Spielern (rot) kommt Erkheims Stefan Oswald (blau) trotzdem zum Kopfball und erzielte das 0:2. – Foto: Elmar Knöchel

Herber Rückschlag im Abstiegskampf für den FC Königsbrunn. „Wir wollten die gute Leistung gegen Bobingen konservieren und das Training in dieser Woche gab großen Anlass zur Hoffnung auf einen Sieg“, sagte Co-Trainer Lukas Richter nach dem Spiel. Was zuvor auf dem Platz passiert ist, war allerdings das genaue Gegenteil. „Das war unsere schwächste Saisonleistung“, gab Richter unumwunden zu. Königsbrunn hatte während der ganzen 90 Minuten nicht ins Spiel gefunden. Die wieder einmal umgebaute Abwehr wirkte absolut verunsichert. Das Zweikampfverhalten war extrem schwach. So war der Führungstreffer der Gäste ein Konter, bei dem die Königsbrunner Abwehr eher als Eskorte fungierte. Ein ernsthaftes Bemühen, dem Gegner den Ball abzunehmen, war nicht zu erkennen. Beim 0:2, einem Kopfball von der fünf Meter-Linie, standen gar drei Königsbrunner um den Torschützen herum, konnten ihn aber nicht am Kopfball hindern. Und auch das Angriffsspiel war schwach. Erkheim wirkte hellwach und behielt in den meisten Zweikämpfen die Oberhand. Mit fortlaufender Spieldauer verloren sich die Angreifer mehr und mehr in Einzelaktionen, die von den Allgäuern, die in Ballnähe meist in der Überzahl waren, mühelos abgeblockt werden konnten. Als kurz nach der Pause auch noch das 0:3 fiel, war die Begegnung entschieden. Letztlich musste das Team von Cheftrainer David Bulik froh sein, nicht höher verloren zu haben. (Knöchel) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Emre Sensoy (Memmingen) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Roland Wohnlich (26.), 0:2 Stefan Oswald (44.), 0:3 Richard Neß (52.)

Aufrufe: 016.11.2025, 21:12 Uhr
Bernhard MeitnerAutor