2026-04-10T07:15:08.667Z

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Meppener Machtdemonstration und Hoffnungszeichen für den FC St. Pauli

Regionalliga Nord: Die Übersicht aller Partien des 29. Spieltags

von red · Heute, 18:19 Uhr · 0 Leser
– Foto: Imago Images

In der Regionalliga Nord herrschte bei den heutigen Partien des 29. Spieltags eine Atmosphäre der Kontraste. Während der Tabellenführer seine Dominanz mit einem deutlichen Auswärtssieg unterstrich, wurde auf den anderen Plätzen leidenschaftlich um jeden Meter Boden gekämpft. Besonders im Tabellenkeller kam es zu emotionalen Verschiebungen.

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In einer kampfbetonten Begegnung vor 865 Zuschauern musste der TuS Blau-Weiß Lohne einen weiteren herben Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen. Der SSV Jeddeloh agierte als abgeklärter Gast. Den Torreigen eröffnete Max Wegner in der 22. Minute mit dem Treffer zum 0:1. Die Hausherren hatten jedoch die große Chance zum Ausgleich, als ihnen ein Strafstoß zugesprochen wurde. In der 31. Minute scheiterte Jannik Zahmel jedoch mit diesem Foulelfmeter an Torwart Moritz Ben Onken. Lohne bemühte sich in der Folge redlich, doch die Defensive der Gäste stand stabil. In der Nachspielzeit der zweiten Hälfte sorgte Kasra Ghawilu in der 90.+2 Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter für den 0:2-Endstand.

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Ein hochemotionales Verfolgerduell lieferten sich der SV Drochtersen/Assel und der VfB Oldenburg. Die Partie nahm nach dem Seitenwechsel eine dramatische Wendung, als Matti Cebulla in der 50. Minute mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen wurde. In Unterzahl gerieten die Gastgeber unter massiven Druck. In der 67. Minute fiel das 0:1 durch ein Eigentor. Oldenburg nutzte die Verunsicherung eiskalt aus: Mats Facklam erhöhte in der 74. Minute auf 0:2, bevor Moses Otuali nur eine Zeigerumdrehung später in der 75. Minute mit dem 0:3 für die Vorentscheidung sorgte. Drochtersen gab sich jedoch nicht auf und kam in der 88. Minute durch Tjorve Nils Mohr noch zum 1:3-Anschlusstreffer.

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In einer intensiven, aber torlosen Begegnung vor 714 Zuschauern teilten sich der SC Weiche Flensburg 08 und der Bremer SV die Punkte. Trotz spielerischer Bemühungen auf beiden Seiten blieben zwingende Abschlüsse Mangelware. Einen besonders bitteren Moment erlebten die Gäste in der ersten Halbzeit: In der 20. Minute verschoss Leon Gino Schmidt einen Elfmeter für den Bremer SV und vergab damit die große Chance auf die Führung. Am Ende stand ein 0:0-Unentschieden zu Buche.

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Der 1. FC Phönix Lübeck musste vor 351 Zuschauern eine Heimniederlage gegen die Reserve von Hannover 96 hinnehmen. Die Gäste aus der Landeshauptstadt zeigten sich hocheffizient und gingen bereits früh in Führung. In der 11. Minute erzielte Rafael Martins Marques das 0:1. Lübeck bemühte sich in der Folge um den Ausgleich, doch Hannover blieb stabil und sorgte in der Schlussphase für die Entscheidung. Tom Hobrecht markierte in der 78. Minute den Treffer zum 0:2-Endstand.

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Ein wahres Wechselbad der Gefühle erlebten die 665 Zuschauer beim Duell zwischen dem FSV Schöningen und Altona 93. Die Hausherren starteten perfekt, als Ayhan Cankor bereits in der 4. Minute das 1:0 erzielte. Doch Altona schlug noch vor der Pause zurück: Minou-Claude-Exauce Tsimba-Eggers glich in der 30. Minute zum 1:1 aus, bevor Moritz Göttel in der 35. Minute die Partie zum 1:2 drehte. Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Schöningen leidenschaftlich zurück. Brian Behrendt markierte in der 55. Minute den 2:2-Ausgleich. Kurz vor dem Ende folgte die emotionale Entscheidung: Ousman Touray erzielte in der 85. Minute den Siegtreffer zum 3:2 für Schöningen.

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Im hohen Norden feierte der FC St. Pauli II einen immens wichtigen Auswärtssieg beim BSV Kickers Emden. In einer von Taktik geprägten Partie fiel die Entscheidung erst im zweiten Durchgang. Die Hamburger Nachwuchskicker bewiesen Geduld und belohnten sich in der 74. Minute, als Oleg Skakun den Treffer zum 0:1-Endstand erzielte. Dieser Sieg sorgt für neue Hoffnung im Abstiegskampf der Kiezkicker.

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Eine einseitige Angelegenheit bekamen die Zuschauer beim Gastspiel des Tabellenführers zu sehen. Der SV Meppen unterstrich seine Meisterschaftsambitionen beim HSC Hannover mit einem deutlichen Kantersieg. Die Torfolge eröffnete Julian Ulbricht in der 38. Minute mit dem 0:1. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel schraubten die Emsländer das Ergebnis in die Höhe: Mika Harald Stuhlmacher traf in der 47. Minute zum 0:2, gefolgt von Oliver Schmitt, der nur eine Minute später in der 48. Minute auf 0:3 erhöhte. In der Schlussphase markierte erneut Julian Ulbricht in der 62. Minute das 0:4, bevor Leon Tasov in der 69. Minute den 0:5-Endstand herstellte.

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Der VfB Lübeck hat sich mit dem 2:0 gegen TuS Blau-Weiß Lohne neues Selbstvertrauen geholt und steht mit 36 Punkten auf Rang neun. Nach einer Saison mit Schwankungen soll nun Konstanz folgen. Vor eigenem Publikum bietet sich die Chance, den Abstand zu den Teams vor ihnen zu verkürzen und den positiven Trend zu bestätigen.

SV Werder Bremen II liegt mit 33 Punkten auf Platz elf und befindet sich in Reichweite. Die Bremer haben damit ebenfalls die Möglichkeit, sich mit einem Erfolg in der Tabelle nach vorne zu orientieren. Das macht diese Begegnung so interessant: Beide Mannschaften stehen nicht unter dem ganz großen existenziellen Zwang, aber beide können mit einem Sieg neue Perspektiven eröffnen.

Das Hinspiel war mit 4:0 eine klare Angelegenheit für Werder II, zudem kassierte VfB Lübeck damals eine Rote Karte. Genau daraus speist sich nun ein deutlicher Reiz dieser Partie. Lübeck will Wiedergutmachung und den nächsten Heimerfolg, Bremen will den direkten Konkurrenten auf Abstand halten. Vieles deutet auf ein enges, energiegeladenes Duell hin.

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Für FC Eintracht Norderstedt ist dieses Heimspiel von immenser Bedeutung. Mit 23 Punkten auf Rang 15 steckt die Mannschaft tief im Abstiegskampf und muss nach dem 1:4 beim SV Meppen dringend eine Antwort geben. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos – vorausgesetzt, Norderstedt beginnt nun, direkte Duelle für sich zu entscheiden.

Der Hamburger SV II steht mit 40 Punkten auf Platz acht und gehört zu den Mannschaften der Liga, die sich im sicheren Mittelfeld eingerichtet haben, ohne ganz nach oben greifen zu können. Das 2:2 gegen den FSV Schöningen war dennoch ein kleiner Dämpfer, weil im Heimspiel mehr drin war. Nun will der HSV-Nachwuchs auswärts wieder zielstrebiger auftreten.

Das Hinspiel endete 2:2, außerdem sah Hamburger SV II damals eine Rote Karte. Auch daraus lässt sich ablesen, wie umkämpft diese Begegnung sein kann. Norderstedt braucht im Überlebenskampf jeden Punkt, Hamburger SV II will die eigene Tabellenposition festigen. Es ist ein Nordduell, in dem sich Dringlichkeit und sportlicher Ehrgeiz auf besondere Weise verdichten.

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