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🗣: Menzing-Trainer erklären Rote Karten – TSV überrascht in Unterzahl

Reaktionen zum 17. Spieltag der Bezirksliga Süd

von Boris Manz · 10.11.2025, 16:46 Uhr · 0 Leser
"Wir können auf die gezeigte Leistung stolz sein", sagte Geiselbullachs Stefan Held trotz der Derbyniederlage.
"Wir können auf die gezeigte Leistung stolz sein", sagte Geiselbullachs Stefan Held trotz der Derbyniederlage. – Foto: Dieter Metzler

Bei Waldeck-Obermenzing und beim SV Untermenzing sehen die Trainer die Rote Karte. Ihre Mannschaften zeigen zuvor unterschiedliche Leistungen. Der MTV München unterliegt gegen Planegg, lässt sich davon aber nicht aus der Bahn werfen. Der TSV Geiselbullach überrascht mit einem Aufbäumen in Unterzahl. Die Stimmen zum 17. Spieltag der Bezirksliga Süd.

MTV München trifft auf andere Philosophie in Bezirksliga und unterliegt deutlich

Manuel Schwarz, Teamchef des MTV München: »Wir genießen solche Spiele wie gegen Planegg-Krailling unheimlich, weil es immer auch eine Frage der Philosophie ist. Bei uns gibt es keinen Cent Aufwandsentschädigung, keine Prämien oder sonstige Leistungen – selbst der Trainer arbeitet ehrenamtlich. Gerade deshalb macht es besonders viel Spaß, in den Widerungen des Amateurfußballs auf Mannschaften mit einer anderen Philosophie zu treffen.

Im Hinspiel konnten wir noch gewinnen, aber wenn man zweimal in Folge gegen so einen Gegner bestehen will, braucht man schon das Momentum auf seiner Seite. Mit Julius Albert, Francisco Afonso, Lukas Ahrend und Franz Strohmaier sind vier wichtige Stammspieler ausgefallen, da muss schon vieles zusammenpassen, um dagegenzuhalten. Nichtsdestotrotz haben wir genug Qualität, um den Gegner trotzdem zu besiegen.

Das Spiel war aufgrund der Witterung und des Platzes kein besonders gutes Bezirksligaspiel – es wurde viel der Ball geschlagen, es gab viele Stoppfehler auf beiden Seiten, also kein Augenschmaus für die Zuschauer. Leider haben wir bei zwei Einwürfen nicht aufgepasst und geraten dadurch mit 0:2 in Rückstand. Danach ist es uns nicht mehr gelungen, wirklich zurückzukommen. Obwohl wir zu 85 Prozent auf der Gegenseite gespielt und immer wieder versucht haben, gefährlich vor das Tor zu kommen, waren wir nicht zwingend genug.

Bei uns ist es so, dass die Spieler alle wahnsinnig gut befreundet sind und ein echter Freundeskreis besteht. Das heißt, bei Niederlagen schmeckt das Bier nicht so gut, bei Siegen dafür umso besser. Wir freuen uns, dass es dieses Jahr gelungen ist, eine Mannschaft zu schlagen, die in die Landesliga möchte, und wollen es nächste Woche schon besser machen.«

Nico Formella vom SV Untermenzing entschuldigt sich nach Roter Karte gegen Bad Heilbrunn

Nico Formella, Trainer des SV Untermenzing: »Während wir in der ersten Halbzeit ein eher ausgeglichenes Spiel gesehen haben, weil wir viele Ballverluste vor allem im Spielaufbau hatten und Bad Heilbrunn dann nach Ballgewinn gut umgeschaltet hat, zeigte sich in der zweiten Hälfte ein anderes Bild. Wir haben deutlich solider, stabiler und technisch sauberer gespielt – sowohl von den Startern als auch von allen Einwechselspielern. Bad Heilbrunn pflegt einen anderen Spielstil, sowohl mit als auch gegen den Ball.

Ich habe mich heute, an der Seitenlinie nicht optimal als Vorbild verhalten und möchte mich dafür entschuldigen. Besonders bei einer 4:2-Führung und zwei Mann mehr auf dem Platz habe ich mehrfach darauf hingewiesen, dass der Unparteiische auf die Gesundheit der Spieler achten soll. Nachdem ich dann das zweite Mal verletzungsbedingt wechseln musste, habe ich mich zu emotionalen Reaktionen hinreißen lassen – das tut mir leid. Ich hoffe, dass meinen beiden Spieler in der letzten Trainingswoche wieder gesund zur Verfügung stehen.«

Waldeck-Obermenzing sieht überforderten Schiedsrichter gegen Pullach

Stefan Gutsmiedl, Trainer des SV Waldeck-Obermenzing: »Ab der zweiten Minute war der Schiedsrichter leider völlig überfordert. In meinen sieben Jahren als Trainer habe ich mich noch nie über den Schiedsrichter beschwert, aber was heute passiert ist, ist unfassbar. Am Ende verlieren wir aber vor allem, weil wir selbst schuld sind – ich bekomme sogar Rot, und jeder, der mich kennt, weiß, dass ich in meinem Leben noch nie einen Schiri beleidigt oder etwas gesagt habe. Davon können wir uns aber nichts kaufen. Wir sind froh, dass es die Schiedsrichter gibt und ich bin ein großer Fan davon, dass sie sich jedes Wochenende hinstellen und alles pfeifen müssen. Ich schiebe die Niederlage nicht auf den Schiri, aber für uns tut das heute trotzdem weh.

Die entscheidenden Momente – verschossener Elfer, Pfostentreffer, klare Chancen – da müssen wir einfach selbst besser werden. Mit dieser Schiedsrichterleistung war heute aber nichts zu holen. Ich hoffe, der Schiri lernt aus solchen Spielen, um es künftig besser zu machen. Es standen heute zwei Mannschaften auf dem Platz, die ultra fair gespielt haben, es war nicht hitzig, aber der Schiri hatte einfach spürbar Angst, irgendetwas zu entscheiden und war komplett überfordert. Das war unnötig. Wir müssen es beim nächsten Mal aber einfach besser machen.«

Geiselbullach überzeugt in Unterzahl: »Viele hatten uns schon abgeschrieben«

Stefan Held, Trainer des TSV Geiselbullach: »Wir sind gut ins Spiel gekommen und konnten das Tempo des SC Olching zunächst gut mitgehen. Ab der 20. Minute hat Olching aber das Spiel übernommen, hatte mehr Ballbesitz und hat die Situationen clever herausgespielt. Dadurch geraten wir nach einer nicht gut verteidigten Aktion mit 0:1 in Rückstand, kassieren kurz darauf durch einen Elfmeter das 0:2 und eine rote Karte bekommen.

Viele haben uns in diesem Moment wohl schon abgeschrieben, doch ich kann meiner Mannschaft nur ein riesiges Kompliment machen. Wir kommen stark aus der Halbzeit, nehmen uns vor, defensiv stabil zu stehen und auf Umschaltmomente zu setzen, die wir dann auch konsequent nutzen wollten. Aus den wenigen Chancen wurden schließlich einige mehr: Nach einer richtig guten Möglichkeit durch Lysander Weiß verkürzen wir durch Lukas Bründl auf 1:2 und haben anschließend durch Jens Bürger und erneut Lukas Bründl hochkarätige Chancen. Am Ende wäre sogar ein 2:2 nicht unverdient gewesen. Olching kontert dann noch einmal, weil wir alles nach vorne geworfen haben, und erzielt das 1:3. Trotzdem können wir auf die gezeigte Leistung stolz sein und richten den Fokus jetzt auf das nächste Spiel gegen Deisenhofen

Die weiteren Spiele des 17. Spieltags der Bezirksliga Süd