2026-04-01T12:50:56.008Z

Spielbericht

Mennrath fiebert auf Sechspunktespiel hin

Victoria Mennrath wartet seit fünf Spielen auf einen Sieg, steht nur noch hauchdünn vor der Abstiegszone. Vor Ostern steht nun noch ein Spiel gegen den direkten Konkurrenten 1. FC Wülfrath an. Was Victoria gegenüber den Vorwochen besser machen muss.

von RP / Heiko Van der Velden · Gestern, 22:15 Uhr · 0 Leser
Victoria Mennrath kämpft um den Verbleib in der Landesliga.
Victoria Mennrath kämpft um den Verbleib in der Landesliga. – Foto: Andreas Bornewasser

Für den SC Victoria Mennrath steht in der Landesliga am Donnerstagabend ein Schlüsselspiel im Abstiegskampf an. Gegen den 1. FC Wülfrath (20 Uhr) geht es um wichtige Punkte im Tabellenkeller – ein klassisches Sechspunktespiel.

Die Ausgangslage ist angespannt. Mennrath steckt weiter in der Ergebniskrise und wartet seit Wochen auf ein Erfolgserlebnis. Zuletzt unterlag die Mannschaft beim SSV Bergisch Born mit 0:1, obwohl sie über weite Strecken die aktivere Mannschaft war. Es war bereits die vierte Niederlage aus den vergangenen fünf Spielen, insgesamt sprang in diesem Zeitraum nur ein Punkt heraus.

Gegentor statt Führungstreffer

Dabei zeigt die Formkurve nicht zwingend die Leistungen wider. Auch in Born begann Mennrath ordentlich, erspielte sich früh Chancen durch Moussa Coulibaly und Oliver Krüppel, ließ diese jedoch ungenutzt. Statt selbst in Führung zu gehen, kassierte das Team kurz vor der Pause das entscheidende Gegentor. Nach dem Seitenwechsel dominierte Mennrath zwar das Spiel, blieb im letzten Drittel aber erneut zu harmlos.

Trainer Marc Trostel sieht die Probleme vor allem in der Chancenverwertung und einer Mischung aus fehlender Konsequenz, Ruhe und Spielglück. Seine Mannschaft spiele sich die Möglichkeiten heraus, mache aber zu wenig daraus. „Fakt ist: Wir schießen keine Tore. Und dann wird es schwer, Spiele zu gewinnen“, so Trostel. Um den Knoten zu lösen, brauche es „irgendein Tor – egal wie“.

Szymanski fehlt Mennrath weiterhin

Die personelle Situation macht die Aufgabe nicht leichter. Mit Paul Szymanski fehlt weiterhin ein wichtiger Offensivspieler verletzungsbedingt. Der 29-Jährige ist mit neun Toren aus zwölf Spielen Mennraths treffsicherster Spieler. Seit letztes Spiel bestritt Szymanski im Dezember beim 0:2 in Nettetal. Dennoch will Trostel dies nicht als Ausrede gelten lassen: „Wir sind gut genug, uns Chancen herauszuspielen – und das tun wir ja auch. Wir müssen einfach einen davon machen.“

In der Tabelle spiegelt sich die schwierige Phase deutlich wider. Mit 27 Punkten steht Mennrath auf Platz 14 und damit mitten im Abstiegskampf. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge ist minimal. Gegner Wülfrath liegt mit 28 Punkten auf Rang zwölf und damit nur knapp davor – die Brisanz der Partie ist entsprechend hoch.

Mut machen könnte das Hinspiel: Damals setzte sich Mennrath durch ein Tor von Philipp Preckel mit 1:0 durch. Doch die Vorzeichen haben sich inzwischen verändert. Während die Gastgeber auf einen Befreiungsschlag hoffen, geht es für beide Teams darum, sich etwas Luft im Tabellenkeller zu verschaffen. Denn: Mennrath braucht Tore, aber vor allem Punkte. Denn die verbleibenden Spiele (neun) werden weniger.

Gerade unter Flutlicht und vor heimischem Publikum soll nun der dringend benötigte Umschwung gelingen. Die Mannschaft weiß um die Bedeutung der Partie und dürfte entsprechend entschlossen auftreten. Entscheidend wird sein, die eigene Dominanz diesmal auch in Zählbares umzumünzen und die sich bietenden Chancen konsequenter zu nutzen. Ein Dreier sollte der Mannschaft nötiges Selbstvertrauen im Abstiegskampf geben.