2026-05-06T12:44:31.715Z

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Meister TG Straubing verliert mit 1:4 in Schierling, Geisenhausen lebt

29. Spieltag in der Bezirksliga West: Geisenhausen mit Bigpoints im Kellerduell gegen Walkertshofen+++TG Straubing ist zwar Meister, verliert jedoch in Schierling+++Plattling mit wichtigem 2:1-Heimsieg gegen Sallach

von Sebastian Sommer · Heute, 19:34 Uhr · 0 Leser
Trotz der 1:4-Auswärtsniederlage war die Freude bei der TG Straubing nach Abpfiff riesig: Die Mannschaft bekam verdientermaßen die Meisterschale überreicht und feierte anschließend den ersten Aufstieg in die Landesliga der Vereinsgeschichte.
Trotz der 1:4-Auswärtsniederlage war die Freude bei der TG Straubing nach Abpfiff riesig: Die Mannschaft bekam verdientermaßen die Meisterschale überreicht und feierte anschließend den ersten Aufstieg in die Landesliga der Vereinsgeschichte. – Foto: Verein

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TG Straubing ist seit Samstag Meister der Bezirksliga West und steigt am Saisonende in die Landesliga auf. Sportlich erwischte der frisch gebackene Titelträger am Sonntag aber einen gebrauchten Nachmittag. Einen Tag nach der 1:2-Niederlage des Verfolgers Ergolding in Pfarrkirchen ging die Mannschaft von Asllan Shalaj in Schierling mit 1:4 unter. Am großen Gesamtbild ändert das freilich nichts mehr.

Im Kellerduell zwischen dem TV Geisenhausen und dem FC Walkertshofen ging es deutlich hitziger zur Sache. Zwei Platzverweise gegen Walkertshofen, zwei Zeitstrafen gegen Geisenhausen - und am Ende der umjubelte 3:2-Heimsieg durch einen verwandelten Foulelfmeter von Ibragim Aliev. Damit hält Geisenhausen die Relegationsplätze weiter in Reichweite, braucht am letzten Spieltag aber einen eigenen Sieg gegen Sallach und Schützenhilfe aus Neufraunhofen gegen Pfarrkirchen.

Wichtige Punkte sammelte auch Plattling: Durch den knappen 2:1-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten SV Sallach schiebt sich die SpVgg auf Rang elf. Sallach bleibt dagegen auf dem Abstiegsrelegationsplatz hängen.

Christian Brandl (Spielertrainer FC Walkertshofen): "In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut und sind verdient in Rückstand geraten. Zwar gelingt uns danach der Ausgleich, kurz vor der Pause kassieren wir aber ein Gegentor nach einer direkten Ecke – das darf natürlich nicht passieren. Nach dem Seitenwechsel war es dann ein anderes Spiel: Wir machen relativ schnell das 2:2 und laufen anschließend noch zweimal alleine auf den Keeper zu, müssen in diesen Situationen eigentlich das 3:2 machen, nutzen unsere Chancen aber leider nicht. Stattdessen gibt es später den Elfmeter zum 2:3. Insgesamt ist da viel zusammengekommen. Der Schiedsrichter war aus meiner Sicht mit dem Spiel maßlos überfordert. Wir bekommen zwei Platzverweise, nachdem er vorher zwei klare Fehlentscheidungen trifft und sich unsere Spieler darüber beschweren. Dann sieht Fiedler glatt Rot. Gerade in so einem Spiel, in dem es um viel geht, ist das natürlich extrem bitter. Wenn sich beide Mannschaften so sehr über den Schiedsrichter aufregen, merkt man schon, dass irgendetwas nicht stimmt, der Gegner bekommt ja auch zweimal zehn Minuten. Das ist in dieser Situation sehr ärgerlich, aber ändern können wir es nicht mehr. Jetzt gilt der Fokus dem letzten Spieltag.“

Dominik Salzberger (Trainer TV Schierling): "Wir gratulieren an dieser Stelle TG Straubing zur verdienten Meisterhaft! Wir hatten heute nochmal richtig Bock, das letzte Heimspiel mit einem Sieg abzuschließen und den 4. Tabellenplatz zu fixieren. Beide Fanlager haben heute ihre Teams super unterstützt, es war ein geiler Fußballnachmittag."

Onur Örs (sportlicher Leiter TG Straubing): "Schierling hat verdient gewonnen, ganz klar. Aber ehrlich gesagt: Wir sind seit gestern am Feiern, aber das soll keine Ausrede sein. Dass unser Stammkeeper heute im Feld gespielt hat, ist glaube ich aussagekräftig genug. Trotzdem Glückwunsch an Schierling zum verdienten Sieg. Für uns überwiegt aber natürlich die Freude: Wir sind Meister, haben Vereinsgeschichte geschrieben und den ersten Aufstieg in die Landesliga geschafft. Glückwunsch an das Trainerteam und die Mannschaft, ich bin den Tränen nahe und unglaublich stolz auf alle. Das Ergebnis ist mir heute relativ egal.“

Markus Biersack (Spielertrainer SV Sallach): "Wir sind eigentlich gut ins Spiel gekommen, hatten mehr Ballbesitz und gehen dann fast aus dem Nichts nach einem Standard in Führung. Danach haben wir den Ball gut in die Box gebracht und richtig gute Chancen gehabt, die wir aber nicht genutzt haben. Dann lassen wir den Gegner durch eigene Fehler wieder ins Spiel zurückkommen - einmal kurz vor der Halbzeit und dann nochmal nach der Pause. In der zweiten Halbzeit waren wir eigentlich komplett dominant und hatten fünf, sechs richtig gute Möglichkeiten. Der Gegner hat fast nur noch verteidigt und war stehend K.o., aber wir haben den Ball einfach nicht über die Linie gebracht. Am Ende ist es dann so: Wenn du das Tor nicht machst, gewinnst du so ein Spiel eben nicht."