
In der Bayernliga Süd geht es um die Entscheidung. Wer steigt auf? Wer steigt ab? 1860 II thront an der Spitze, kann aber sehr wahrscheinlich nicht aufsteigen. Türkgücü steht abgeschlagen am Ende der Tabelle. Ein Überblick drei Spieltage vor Schluss.
München – Drei Spieltage sind noch zu spielen. An der Tabellenspitze ist es ein enger Kampf zwischen dem TSV 1860 München II und dem TSV Landsberg. Es geht um die Meisterschaft in der Bayernliga Süd und den direkten Aufstiegsplatz. Wer könnte zudem in die Aufstiegsrelegation rücken?
Für den TSV 1860 München II und Trainer Alper Kayabunar sind es noch vier Spiele zu spielen, da noch das Nachholspiel gegen den FC Gundelfingen ansteht. Mit drei Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger als der Zweitplatzierte TSV Landsberg steht die erneute Meisterschaft schon langsam fest. Aufsteigen kann die Elf aber nur, wenn auch die Löwen in die 2. Bundesliga aufsteigen. Das ist rechnerisch kaum noch möglich.
Mit einem Sieg im direkten Duell gegen den TSV 1860 II wäre es nochmal spannend geworden, doch nach dem Remis im 164-Minuten-Spiel wird der TSV Landsberg die Saison wohl als Vizemeister beenden. Da der TSV 1860 II jedoch sehr wahrscheinlich nicht aufsteigen kann, freut sich der TSV Landsberg über den direkten Aufstieg. Im Auswärtsspiel gegen den TuS Geretsried kann das Team von Christoph Rech den historischen Aufstieg feiern.
Mit einer Wahrscheinlichkeit, die gegen Null geht, könnte der SV Heimstetten noch den TSV Landsberg von Platz zwei verdrängen. Dazu müssten die Landsberger aber alle Spiele verlieren, die Hoaschdenga alle Spiele gewinnen, sowie die negative Tordifferenz aus dem Hinspiel aufholen. Theoretisch wäre der SV Heimstetten, wenn er auf Platz drei bleibt, in die Aufstiegsrelegation nachgerückt, aber der Verein verzichtet auf einen möglichen Aufstieg. Stattdessen ist das ausgerufene Ziel Bayernliga-Meister bis 2030.
Der FC Gundelfingen könnte den SV Heimstetten noch überholen, doch auch er verzichtet auf den möglichen Aufstieg in die Regionalliga. Das Restprogramm ist für die Überraschungsmannschaft der Liga zudem äußerst anspruchsvoll, um noch Punkte aufzuholen.
Wenn keiner will, beim SV Kirchanschöring will man. Trotz des aktuellen Platz fünf in der Tabelle könnte der SVK in die Aufstiegsrelegation rücken. Damit es soweit kommt, muss man aber weiter seine Spiele gewinnen, denn dem Team von Thomas Leberfinger sitzt der SV Erlbach mit zwei Punkten weniger im Nacken. Auch der SVE hat einen Antrag für die Regionalliga gestellt. Außenseiterchancen hat zudem der FC Pipinsried.
Der SV Schalding-Heining steht knapp über den Relegationsplätzen, hat aber auch schon ein Spiel mehr absolviert als seine vier Verfolger. Vorteil für den SVS: Man muss nicht auf einen Patzer der Konkurrenz hoffen, sondern hat die Entscheidung selbst in der Hand. Dafür sollte man aber mindestens gegen Türkspor Augsburg drei Punkte holen.
Halbwegs Hoffnungen auf einen direkten Liga-Verbleib darf sich der TSV Kottern machen. Dazu muss aber Schalding-Heining oder der FC Ismaning, der noch einen Platz drüber steht, patzen. Das Restprogramm von Kottern ist bis auf das Deisenhofen-Spiel mit entscheidenden Spielen gegen noch abstiegsbedrohte Konkurrenten bestückt.
Beim FC Sturm Hauzenberg geht nach oben nichts mehr. Der Liga-Neuling muss darauf hoffen, in der Relegation den Klassenerhalt zu schaffen. Diese ist jedoch noch nicht endgültig sicher, da die Mannschaft noch von Türkspor Augsburg, oder, rein rechnerisch, von Türkgücü München überholt werden kann.
Türkspor Augsburg hängt auf dem vorletzten Tabellenplatz fest. Fünf Punkte Abstand sind es zu einem Relegationsplatz. Im Gegensatz zu Hauzenberg haben sie ein dankbareres Restprogramm, sodass noch Zählbares rauspringen könnte.
32. Spieltag: (A) SV Schalding-Heining (13.)
33. Spieltag: (H) FC Pipinsried (9.)
34. Spieltag: (A) Türkgücü München (17.)
Die rote Laterne hat Türkgücü München. Für die Elf von Trainer Slaven Skeledzic ist zwar noch ein Relegationsplatz drin, aber dafür müssten die nächsten drei Spiele gewonnen und auf drei Patzer der Konkurrenz gehofft werden. Der Klassenerhalt ist eigentlich kein Thema mehr. Der dritte Abstieg in Folge ist kaum noch zu verhindern.