2026-05-12T12:35:39.633Z

Allgemeines

Meister gekrönt, große Hoffnung im Keller: Oberliga-Süd vor dem Ziel

NOFV-Oberliga Süd: Die Übersicht auf den 29. Spieltag.

von red · Heute, 17:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: H. Gerlach

Vor dem 29. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd ist die größte Entscheidung bereits gefallen: Der RSV Eintracht 1949 steht als Meister fest und steigt in die Regionalliga Nordost auf. Doch dahinter brennt die Liga weiter. SC Freital und VFC Plauen liefern sich ein enges Rennen um Rang zwei, Lok Stendal kämpft mit aller Macht gegen den Absturz, Bischofswerdaer FV 08 und FC Grimma hoffen noch auf ein Wunder. Für Heiligenstadt ist der Abstieg bereits besiegelt. Genau das verleiht diesem Spieltag seine besondere Schärfe: oben ist nicht mehr alles offen, unten aber tobt der Überlebenskampf mit voller Wucht.

---

VfL Halle 1896 hat beim 1:1 gegen FSV Budissa Bautzen zwei Punkte liegen lassen und damit die Chance verpasst, sich noch deutlicher im oberen Mittelfeld abzusetzen. Mit 44 Punkten steht Halle auf Rang sechs und will gegen den Tabellenletzten nun nachlegen. Gerade zuhause ist die Erwartung eindeutig: Dieses Spiel soll nicht zu einer Zitterpartie werden, sondern zu einem klaren Schritt in Richtung versöhnlicher Saisonabschluss.

Für den 1. SC 1911 Heiligenstadt ist die Lage längst brutal klar. Nach dem 0:1 in Glauchau und nur 16 Punkten ist der Abstieg besiegelt. Doch genau darin liegt auch eine gewisse Freiheit. Ein bereits abgestiegenes Team kann unangenehm sein, weil es nur noch für Stolz und Haltung spielt. Halle trägt die Pflicht, Heiligenstadt nur noch den Schmerz – und manchmal ist gerade das gefährlich.

---

FC Einheit Wernigerode hat beim 0:3 in Stendal einen herben Rückschlag erlitten und steht mit 32 Punkten nur knapp vor den ganz kritischen Regionen. Gerade deshalb ist dieses Heimspiel von hoher Bedeutung. Die Mannschaft braucht eine Antwort, weil der Vorsprung nach unten zu schmal ist, um sich zurückzulehnen. In dieser Phase zählt weniger Glanz als Stabilität.

VfB Empor Glauchau reist nach dem späten 1:0 gegen Heiligenstadt mit 39 Punkten deutlich entspannter an. Der Aufsteiger hat sich eine ordentliche Ausgangslage erarbeitet und kann nun aus einer Position der relativen Ruhe spielen. Genau das macht die Gäste unbequem. Für Wernigerode ist es ein Spiel unter Druck, für Glauchau die Gelegenheit, die starke Saison weiter abzurunden.

---

Die SG Union Sandersdorf hat mit dem 1:0 beim Bischofswerdaer FV 08 einen wertvollen Auswärtssieg geholt und sich auf 33 Punkte verbessert. Damit haben die Gastgeber etwas Luft zwischen sich und die ganz heiße Zone gebracht. Ein weiterer Erfolg würde die Saison spürbar beruhigen. Zuhause kann Sandersdorf also einen großen Schritt machen.

Lok Stendal dagegen hat mit dem 3:0 gegen Wernigerode ein kraftvolles Lebenszeichen gesendet. 27 Punkte bedeuten weiterhin Rang 13 – und damit eine prekäre Lage. Doch die Mannschaft lebt wieder, und sie hat gezeigt, dass sie in dieser Phase noch einmal Widerstand entwickelt. Für Stendal ist dieses Auswärtsspiel fast ein Endspiel. Für Sandersdorf ist es die Chance, sich genau von solchen Spielen fernzuhalten.

---

VfB 1921 Krieschow hat beim 4:2 in Grimma eindrucksvoll unterstrichen, dass diese Mannschaft im oberen Mittelfeld noch einmal Schwung aufnehmen will. Mit 42 Punkten ist der Anschluss an Bautzen wieder hergestellt, und zuhause soll nun der nächste Sieg folgen. Die Gastgeber treten mit Rückenwind an und wirken im Vergleich zu vielen Wochen zuvor wieder deutlich entschlossener.

Für den Bischofswerdaer FV 08 wird die Luft immer dünner. Das 0:1 gegen Sandersdorf war ein schmerzhafter Rückschlag, nun stehen nur noch 24 Punkte zu Buche. Damit bleibt der Druck enorm. Der BFV braucht dringend Zähler, darf sich in Krieschow aber keine Passivität leisten. Es ist ein Spiel, in dem die Sorgen der Gäste und die Form der Gastgeber hart aufeinanderprallen.

---

Der VFC Plauen hat zwar das Spitzenspiel bei RSV Eintracht 1949 spät mit 1:2 verloren, dabei aber erneut gezeigt, dass die Mannschaft zu den stärksten dieser Liga gehört. Mit 56 Punkten liegt Plauen punktgleich mit Freital auf Rang drei und will den Druck auf den Konkurrenten hochhalten. Gegen Grimma ist die Rollenverteilung deshalb klar.

Für den FC Grimma wird die Lage von Woche zu Woche düsterer. Das 2:4 gegen Krieschow hat die Hoffnungen weiter geschwächt, bei 22 Punkten bleibt nur noch das Prinzip Wunder. Gerade auswärts bei einem Spitzenteam ist die Aufgabe riesig. Plauen kämpft um Rang zwei, Grimma um das letzte bisschen Hoffnung. Mehr Gegensätzlichkeit lässt diese Tabelle kaum zu.

---

FC Einheit Rudolstadt hat mit dem 1:1 in Auerbach einen Achtungspunkt geholt und steht nun bei 32 Zählern. Das verschafft etwas Luft, aber keine Sicherheit. Gegen den frisch gekrönten Meister wird es nun darum gehen, die eigene Ordnung und Disziplin zu halten. Rudolstadt hat gegen starke Gegner zuletzt Widerstand gezeigt und wird genau darauf bauen.

RSV Eintracht 1949 reist als Meister an. Das dramatische 2:1 gegen VFC Plauen mit dem Siegtreffer in der neunten Minute der Nachspielzeit war der emotionale Höhepunkt einer starken Saison. Der Aufstieg ist perfekt, doch die Spannung muss nun konserviert werden. Meisterteams stehen in solchen Spielen vor einer besonderen Prüfung: befreit spielen, aber nicht nachlassen. Genau darin liegt der Reiz dieser Partie.

---

Der SC Freital hat mit dem 3:1 in Halberstadt ein starkes Zeichen gesetzt und steht nun bei 56 Punkten. Rang zwei ist greifbar, doch Plauen sitzt punktgleich im Nacken. Freital darf sich also keinen Ausrutscher erlauben. Zuhause gegen Auerbach liegt der Druck klar bei den Gastgebern, die ihre starke Saison mit Nachdruck ins Ziel bringen wollen.

VfB Auerbach 1906 musste sich zuletzt mit einem 1:1 gegen Rudolstadt begnügen und steht bei 48 Punkten. Nach ganz oben wird es nicht mehr reichen, doch die Mannschaft bleibt ein unangenehmer Gegner mit Qualität. Für Freital ist dieses Spiel eine echte Bewährungsprobe: Rang zwei verteidigen, den Druck aushalten und gegen einen robusten Konkurrenten die Nerven behalten.

---

FSV Budissa Bautzen holte beim 1:1 in Halle einen ordentlichen Punkt und steht mit 42 Zählern auf Rang sieben. Der Blick nach oben ist begrenzt, der nach unten aber entspannt genug, um dieses Heimspiel mit klarem Fokus anzugehen. Gegen Halberstadt kann Bautzen die eigene Saison weiter stabil und sauber abschließen.

VfB Germania Halberstadt unterlag Freital mit 1:3 und hat sich damit wohl aus dem Rennen um die ersten Plätze verabschiedet. Mit 47 Punkten stehen die Gäste dennoch im oberen Bereich und wollen nach der Niederlage sofort eine Reaktion zeigen. Es ist ein Spiel ohne ganz große tabellarische Not, aber mit viel sportlichem Ehrgeiz. Genau solche Duelle entwickeln oft ihre eigene Intensität.

__________________________________________________________________________________________________

Die Mission von FuPa.net: Wir sind das Mitmachportal VON Amateurfußballern FÜR Amateurfußballer.

Jetzt anmelden & Vereinsverwalter werden: https://www.fupa.net/auth/login

_________________________________________________________________________________________________