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Ligabericht

Meister Fürth schlägt zum Saisonende noch einmal zu

Jüngste TuS-Elf aller Zeiten bleibt auch in der Bezirksliga zusammen

von Dieter Steinmann · 27.05.2024, 12:03 Uhr · 0 Leser
Kollektive Freude bei der TuS-Familie nach Meisterschaft und Aufstieg
Kollektive Freude bei der TuS-Familie nach Meisterschaft und Aufstieg – Foto: TuS

Der TuS Fürth stand bereits nach dem 3:2-Sieg bei Verfolger St. Wendel 2 am vergangenen Sonntag als Meister und damit Aufsteiger in die Bezirksliga Blies/Nahe fest. TuS-Coach Markus Frank musste aber erst noch ein paar Tage ganz tief durchatmen und in sich gehen, um das alles wirklich realisieren zu können. Als er sich dann zur abgelaufenen Saison äußerte, war seine Stimme noch immer etwas heiser.

Nachdem der TuS Fürth am 33. Spieltag Meisterschaft und Aufstieg klar gemacht hatte, konnte die junge Truppe von Trainer Markus Frank am letzten Spieltag noch einmal völlig befreit aufspielen und zeigen, dass sie die Saison 2023/2024 hochverdient ganz oben in der Tabelle abschließen. Sozusagen als Kirsche auf die Torte gab es dabei zum Schluss noch ein 16:1 und damit den höchsten Saisonsieg obendrauf. Spieler, Fans und das Trainerteam hatten zusammen noch einmal richtig viel Spaß.

Trainer Markus Frank war zufrieden, stolz und überwältigt, gleichzeitig aber auch müde und erschöpft. „Wir haben natürlich nach dem Sieg in St. Wendel erst einmal ordentlich gefeiert“, so Frank mit noch hörbar belegter Stimme. „Ich bin schon von daher noch etwas angeschlagen.“ Da war aber auch noch mehr.

Frank und das Christian-Streich-Syndrom: „Ich bin leer!“

Markus Frank ist als ehrliche Haut bekannt und nimmt selten ein Blatt vor den Mund. „Bei aller Freude über das Erreichte; ich bin leer. Und ich werde die Jungs deshalb im nächsten Jahr nicht als Coach in die Bezirksliga begleiten.“ Denn ganz so einfach, wie sich das Endresultat in der Tabelle mit 158:48 Toren und vier Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten, dem SV Remmesweiler, liest, war die Saison dann doch nicht.

Vor Saisonstart hatten nicht weniger als 13 Spieler den Verein verlassen. „Darunter war auch der beste Torschütze, den es aus privaten Gründen nach Berlin verschlagen hat“, wie Frank erzählt. „Wir mussten praktisch bei null anfangen und alles auf den Nachwuchs setzen.“ Was nicht immer ganz einfach war. „Es hat sehr viel Freude gemacht, die jungen Spieler zu einer verschworenen Einheit zu formen, aber es sind doch am Ende junge Leute, die auch oft anderes im Kopf haben als nur Fußball zu spielen“, so Frank. „Das ist ja auch in Ordnung so, für den Trainer aber ist es vor allem aber herausfordernd und anstrengend.“

„Am Ende haben die Jungs mit viel Fleiß und starker Mentalität die Unerfahrenheit ausgeglichen.“

Es gab Rückschläge und Formschwankungen. Das junge Team scheiterte hin und wieder an seiner Unerfahrenheit, ließ einige wichtige Punkte liegen. Und doch gelang es Markus Frank immer wieder, an den Zusammenhalt zu appellieren und die Jungs zu fleißiger Trainingsarbeit anzuspornen. Verständnisvoll, aber immer auch konsequent und mit viel Nachdruck. „Die Jungs dürfen gerne Fehler machen. Denn nur dadurch lernen sie ja“, so Frank. „Aber sie müssen auch an sich arbeiten wollen und fleißig sein.“

Am Ende ist das alles gelungen. Das jüngste Team in der Geschichte des TuS wird im nächsten Jahr wieder in der Bezirksliga auflaufen. Ohne Markus Frank. „Ich bin sehr stolz auf den Erfolg und auf die Mannschaft und ich gehe mit einem breiten Lächeln“, so Markus Frank, der einen Rücktritt vom Rücktritt erst einmal kategorisch ausschließt. „Wenn absolut mal Not am Mann sein sollte, bin ich natürlich für den TuS immer da. Dann aber auch nur für einen Übergang.“

Das Team wird in die nächste Runde ohne größere Änderungen starten. Lediglich Renas Deniz wechselt zu seinem Heimatverein FC Niederkirchen zurück. Als Trainer wird Dennis Kattner die Herausforderung Bezirksliga annehmen.