Meister! FC Amberg feiert Rückkehr in die Landesliga
Bezirksliga Nord, der Samstag: FCA macht mit einem 2:1-Kampfsieg in Furth im Wald sein Meisterstück +++ Upo fertigt Chambtal ab
von Florian Würthele · Heute, 18:00 Uhr · 0 Leser
Das Meisterfoto: Der FC Amberg kürt sich zum Champion der Bezirksliga Nord. – Foto: Florian WürtheleEs war keine spielerische Offenbarung. Ganz im Gegenteil. Aber es reichte. Der FC Amberg gewann sein Auswärtsspiel beim FC Furth im Wald haarscharf mit 2:1 (2:0). Somit nutzt der Traditionsklub von der Vils den ersten Matchball und kehrt als Meister der Bezirksliga Nord in die Landesliga zurück. Das Sportgelände an der Wutzmühle verwandelten die Amberger am frühen Samstagabend in eine Partyzone.
Früh schien die Partie an der tschechischen Grenze jenen Verlauf zu nehmen, den viele erwartet hatten: Amberg presste hoch, Furth verlagerte sich aufs Kontern. Zur Viertelstunde-Marke bekam der FCA einen nicht unstrittigen Handelfmeter zugesprochen. Kapitän Mario Schmien scheiterte zunächst an Daniel Adamovic, verwertete aber den Nachschuss. Adamovic stand in der ersten Halbzeit noch öfter im Blickpunkt. Zweimal hielt er stark im Privatduell mit Jannik Meier (22./25.). Dann war Furth am Zuge. Das schnelle Umschalten der Drachenstädter stellte luftig verteidigende Amberger vor Probleme. Michael Schmidberger (27.) und Julian Niedermayer (37.) ließen aussichtsreiche Chancen auf den Ausgleich liegen. Stattdessen waren es die Gäste, die – im Stile eines Meisters – kurz vorm Halbzeitpfiff zum zweiten Mal zuschlugen. Dieses Mal blieb Meier, von Jamario Carswell bedient, gegen Adamovic Sieger und stellte auf 0:2 (45.).
Das roch nach früher Vorentscheidung. War es aber nicht. 60 Sekunden nach Wiederbeginn kamen die Drachenstädter durch den früh eingewechselten Mawab Galo wieder auf ein Tor heran. Da waren die Amberger gedanklich wohl noch in der Kabine! Kurz darauf verhinderte Vislan Lalayev gegen Jonas Stoiber das 2:2. Und dann handelte sich auch noch FCA-Kapitän Mario Schmien eine Zeitstrafe ein (56.). Fortan war es ein reines Kampfspiel. Foulspiele und Gelbe Karten nahmen zu. Spielerisch konnten beide Teams nicht überzeugen. Kämpferisch dafür durchaus. Amberg schaltete mehr und mehr in den Verwaltungsmodus. Die Heimelf gab sich bis zum Schluss inklusive der gut achtminütigen Nachspielzeit nicht geschlagen, agierte vorne aber nicht konsequent. So sollte es beim 1:2 bleiben. „Wenn man überlegt, was im vergangenen Sommer los war und wie sich das jetzt entwickelt hat, ist diese Meisterschaft schon was Besonderes. Aktuell überwiegt die Freude noch gar nicht, sondern die Erleichterung“, atmete Ambergs sportlicher Leiter Roman Reinhardt in erster Reaktion erstmal tief durch.
Johannes Hager (Co-Trainer SF Ursulapoppenricht): „Ein völlig verdienter Sieg auch in der Höhe. In der ersten Halbzeit haben wir uns noch schwer getan gegen einen sehr tief stehenden Gegner. Nach dem 2:0 haben dann die Automatismen wieder gegriffen und wird konnten das Ergebnis in die Höhe schrauben.“